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Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

26. Juli 2012

Lena Glück, Lies mich ... und verkaufe dein Buch


Klappentext:
Marketing-Ratgeber für Autoren von E-Books, Autoren die über Print-on-Demand-Dienstleistern im Selbstverlag oder über Kleinverlage veröffentlichen.

Diagnose:
Sie haben das beste Buch der Welt geschrieben, doch die Verkäufe plätschern nur so dahin.

Therapie:
Lies mich… und verkaufe dein Buch - mit Exklusiv-Interviews und Gastbeiträgen von Experten.



Bonus: Amazon-Top 100-Autoren erklären in einem Satz ihre Marketing-Strategie.
Blog-Adressen zur Vorstellung Ihrer Bücher, Interviews und Informationen.


Risiken und Nebenwirkungen:

Vorsicht!
Wenn Sie der Aufforderung des Titels „Lies mich…“ folgen, könnten Sie letztendlich mehr Bücher verkaufen.

Achtung!
Bei der Umsetzung der enthaltenen Tipps aus der Praxis besteht die Möglichkeit, dass Sie als Autor bekannt werden.


Leseprobe:
 
Sie sind Autor und Sie haben Ihr Werk vollendet. Sie haben Ihre ganze Liebe, Kreativität, Schreibkunst, Ihren Elan und sehr viel Zeit in dieses Buch gesteckt. Es ist sozusagen Ihr „Baby“. Vom ersten geschriebenen Wort bis zur Cover-Erstellung ist es Ihr geistiges Eigentum. Dabei ist es unerheblich, ob Sie nun Ihr Buch über einen Print on Demand-Dienstleister, als E-Book oder bei einem der unzähligen kleinen Verlage publizieren, in deren Verträge Sie in einer unscheinbaren Klausel folgenden Wortlaut finden:
„Der Autor ist mitverantwortlich für die Vermarktung seines Werkes“
Sie haben also das beste Buch der Welt geschrieben. Doch wie sollen Ihre potenziellen Leser  davon erfahren?

Eventuell haben Sie auch in eine gedruckte Ausgabe Ihres Buches bereits sehr viel Geld investiert und können daher auf kein üppiges Marketing-Budget zurückgreifen. Hier möchte ich eine kurze Warnung vor Druckkosten-zuschussverlagen aussprechen (DKZV). Bei diesen Dienstleistern, die man im eigentlichen Sinne nicht als Verlag bezeichnen kann (denn Verlag kommt von „vorlegen“), müssen Sie als Autor finanziell in Vorlage gehen. Ein DKZV hat, durch den geforderten Zuschuss, den Gewinn bereits erwirtschaftet und es besteht daher von seiner Seite auch keinerlei Interesse, das Buch aufwendig zu bewerben. Des Weiteren steht der in Rechnung gestellte Zuschuss in keinem Verhältnis zu den anfallenden Kosten.

 Vor allen Dingen aber sollten Sie nach getaner Arbeit nicht ausschließlich mit schriftlicher oder mündlicher Anerkennung durch Ihre Leser belohnt werden. Das Projekt sollte auch aus wirtschaftlicher Sicht ein Erfolg werden. Um diesen Erfolg zu gewährleisten, ist die Vermarktung des Buches ein zentrales Thema. Hierzu existiert selbstverständlich bereits eine Vielzahl von Büchern. Die meisten dieser Werke vermitteln jedoch eher die theoretischen Grundlagen oder sind so abstrakt gehalten, dass eine praktische Umsetzung nur mit Mühe nachvollzogen werden kann.
   
Seit April 2011, als der Buchriese Amazon die Pforten für E-Book Self-Publisher geöffnet hat, werden täglich viele neue Bücher veröffentlicht. Gehen Sie nicht davon aus, dass jeder, der ein Buch oder E-Book geschrieben hat, gleich die Hitlisten stürmt. Der erste Schritt muss sein, den Autor und dessen Bücher bekannt zu machen. Nur so wird der Verkauf von Beginn an zu einem kontinuierlichen Erfolg führen.

Auch ich gehörte zu den Blauäugigen, die einfach mal ein E-Book schrieben, um es anschließend auf der Amazon-Plattform anzubieten. Toll, wie einfach das gelingt. Ich sah schon die Verkaufszahlen der ersten 100 Bücher innerhalb kürzester Zeit vor mir, und wähnte mich binnen 2 Wochen in den Bestseller-Listen. „Was andere erreicht haben, das kann ich auch. Mein Titel muss ankommen, da führt kein Weg dran vorbei.“ So redete ich es mir ein. 
 
Der Spruch „Viele Wege führen nach Rom“ traf hier in keiner Weise zu, denn offensichtlich führte nicht mal ein Trampelpfad zu meinem Buch. Nach zwei Tagen: noch immer kein Verkauf… meine Vermutung: Amazon KDP muss defekt sein. Um dieses auszuschließen, bat ich meine Schwester, ein Exemplar meines Buches zu kaufen. Und …-, KDP war nicht defekt! Der erste Verkauf wurde angezeigt.
Mein Buch handelt von den überschüssigen Pfunden, aufbereitet mit viel Humor und hilfreichen Tipps. Das Thema bedient einen riesigen Markt, und mein Buch ist anders als vergleichbare Werke. Ehrlich, witzig und nicht von einem Oberlehrer geschrieben, sondern in einem angenehm lockeren Plauderton.
Da stellte sich mir nur eine Frage: Warum will es keiner kaufen? Schließlich hatte ich das beste Buch der Welt geschrieben, doch meine Zielgruppe, die „breite Masse“, schien es vollkommen zu ignorieren. 

Am dritten Tag hatte ich eine brillante Idee!  Amazon verkauft Bücher, was liegt also näher, als genau dort nach einem Ratgeber zur Buchvermarktung zu suchen. Gesagt, getan. Das erste Buch, geschrieben von einem Herrn Doktor, war schnell gefunden. Der muss es wissen, der kennt sich aus, dachte ich. Der Inhalt jedoch gab außer Marketing-Fachchinesisch nicht viel Brauchbares her. Trotz meines Vorteils, selber „vom Fach“ zu sein, d.h. aus dem Marketingbereich zu kommen, half mir die Lektüre nicht weiter. Der Inhalt dieses Buches gehörte eindeutig in den Universitäts-Hörsaal. Seitenweise Aufzählungen, wie man sein Ziel findet und festlegt. Mein Ziel jedoch war glasklar definiert. Verkauf und Leserzufriedenheit, fertig. Grafiken, Definition des Marktsegments, Formulierung einer Strategie, Marktanalyse, Budget-planung… Endlich kam ich an einen interessanten Punkt: Werbung. In diesem Ratgeber habe ich den besten Tipp der Welt erhalten. Um mein Buch bekannt zu machen, muss ich es bewerben. Nicht auszudenken, hätte ich dieses literarische Meisterwerk nicht zur Hand gehabt. Werbung ist der Schlüssel. Na endlich, aber wie? Das fand ich in dieser Lektüre natürlich nicht!

Selbstverständlich gibt es in diesem Bereich auch gute Bücher. Die Autoren von hilfreichen Ratgebern, deren Interviews ich in diesem Buch präsentieren darf, gehören zweifellos dazu.
In den USA existiert inzwischen der Club der E-Book-Millionäre. Tipps und Tricks, wie man es schaffen kann, in dieser elitären Gesellschaft mitzumischen, findet man ebenfalls in auf dem Markt angebotenen E-Books. In Europa hingegen steckt das Marktumfeld der elektronischen Bücher im Vergleich zu den Staaten noch in den Kinderschuhen. Ein Millionärsclub von E-Book-Autoren liegt hier in weiter Ferne. Das ist jedenfalls meine Meinung.
Auf Amazon tummeln sich mittlerweile jede Menge Autoren, darunter auch sehr gute. Sie stürmen zu Recht die Hitlisten und sind stets in den Top 100 vertreten. Einige von ihnen hatten Glück, sie sind von Anfang an auf den Zug von Amazon aufgesprungen, haben den Geschmack der Leser getroffen und mittlerweile eine große Fangemeinde aufgebaut. Um ein paar Zahlen zu nennen, unter den Bestsellern werden tausende E-Books im Monat verkauft. Ich gönne es den Kollegen, denn dahinter steckt eine Menge Arbeit.
Ich gehe nicht davon aus, dass ich das mit meinem Werk „UFFBASSE ABNEMME oder Lach Dich schlank“ erreichen werde. Mein persönliches Ziel dagegen - womit wir wieder beim Thema wären – habe ich erreicht. Nämlich in meiner Kategorie unter die besten 10 zu gelangen und dies über Wochen zu halten. Natürlich gibt es immer wieder Tage, an denen der Verkauf eher schleppend läuft. Doch die guten Tage überwiegen und ich durfte mich schon mehrmals freuen, auf Platz 1 in meinem Genre gelistet zu sein.

Es gibt auch hier Glückspilze. So ist zum Beispiel das Buch eines Autors unmittelbar nach Veröffentlichung von Amazon als Ratgeber des Monats benannt worden. Durch diese Werbeaktion wurde ein Verkauf von 900 E-Books im ersten Monat erzielt. Da manche so ein Glück leider nur in ihrem Namen tragen, musste ich also selbst tätig werden.
Am sechsten Tag nach der Veröffentlichung meines Werkes konnte ich den Verkauf von 12 Exemplaren verbuchen.  Manchmal kann es auch hilfreich sein, eine große Familie zu haben.

Selbstverständlich gibt es Agenturen, die sich in diesem Metier bestens auskennen und ihre Dienste anbieten. Bei guten Agenturen, die Ihr Buch auch bestens bewerben, müssen Sie jedoch mit großen Rechnungsbeträgen jonglieren können.
Da ich nicht über das nötige Kleingeld verfügte und mir keine reiche Erbtante zur Verfügung stand, musste ich mir andere Wege suchen. Am Ende des Buches darf ich einige Top 100-Autoren und deren Marketing-Strategien kurz vorstellen. Ein Patentrezept für die Buchvermarktung gibt es jedoch leider nicht. Meine Interviewpartner und ich können nur aus der Praxis berichten und unsere Tipps an Sie weitergeben. Was bei dem einen Autor funktioniert, klappt bei dem anderen vielleicht nicht. 

Die Grundlage Ihres Erfolges ist in erster Linie ein gutes Buch!
Viel Erfolg!


Die Autorin
Mein Name ist Lena Glück, geboren 1965. Obwohl mein Baujahr schon zu den Oldtimern zählt, und ich nicht mit Sicherheit sagen könnte, dass ich wieder durch den TÜV komme, gehöre ich zu den Jungautoren. Mit meinem Mann und den beiden BKH-Katern lebe ich in Freiburg am Fuße des Schwarzwaldes. Einige Jahre war ich nebenbei als Sängerin auf verschiedenen Bühnen zuhause. Von Kindheit an habe ich mich der Malerei verschrieben, infolgedessen durften meine Bilder schon einige Male die Wände von Ausstellungen zieren. Meine ersten Schreibversuche machte ich bereits in der Schule, wie alle anderen vermutlich auch. Meine Ironie kam leider nicht immer gut bei meinem Deutschlehrer an, dennoch hat er mich ausgewählt, um Sketche oder lustige Theaterstücke zu schreiben.
Aufgrund meiner kreativen Ader bevorzugte ich bereits im Marketingstudium die Themen Werbung und Verkaufspsychologie. In meiner 15 jährigen Tätigkeit als Leiterin der Marketingabteilung in einem internationalen Medien-Vertrieb habe ich gelernt mit Worten umzugehen.
Von Natur aus bin ich ein fröhlicher Mensch, der gerne lacht und verschiedene Situationen mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet. Aus diesem Grund  sind meine Texte meist mit einem  gehörigen Schuss Humor und Ironie gekennzeichnet. Die Welt ist ernst genug.


Lena Glück, Lies mich ... und verkaufe dein Buch




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