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25. Juli 2012

Jannis Plastargias gibt Auskunft



Jannis Plastargias schreibt sowohl eBooks als auch Printbücher.
Zu seinem neuesten Werk „Schmerzwach“, bei bloggingbooks erschienen, schreibt er im Klappentext:
„Dieser Zustand, der einem schon weh tut, weil er so ausweglos ist. Diese innere Unruhe, die fast unerträglich ist. Schmerzwach nenne ich diesen Zustand.“ In seinem neuen Buch beschreibt Jannis Plastargias den "schmerzwachen" Alltag der modernen Stadtneurotiker, Lifestyle der neuen Boheme, der neuen „Beat Generation“. Auf Ausstellungseröffnungen herumhängen, Wein trinken, die Leute anschauen, Lesungen veranstalten, Bücher schreiben, auf Facebook und Twitter Bilder und kluge Statements posten. Es ist ein Buch über das Schreiben, ein Buch über das Ausleben seiner Identität und seiner Träume, es ist ein Buch über das Erlangen eines Selbstbewusstseins und vor allem Selbstverständnisses als Künstler...  „In einem Blog wie in einem Buch verfasse ich meinen eigenen Text, meine eigenen Gedanken und Ideen, hier bin ich kreativ, hier schreibe ich mir Dinge von der Seele, hier gebe ich, was ich geben kann, meine Worte, meine Phantasie, meinen Geist... Haben meine Gedanken ein Gewicht? Nun, zumindest hätten sie nicht mehr Gewicht, wenn sie sich zwischen zwei Buchdeckeln befänden!“ Als der Autor diese Sätze schrieb, wusste er nicht, dass sie zwischen zwei Buchdeckeln landen würden...

Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt, damit wir ihn als Mensch ein bisschen kennenlernen:

Sternzeichen: Krebs
Beruf/Berufung: Lebenskünstler

Warum schreibe ich: Dafür gibt es so viele Gründe... Therapie und Aufarbeitung von Konflikten und Traumata war mal ein Thema; in Kontakt treten mit anderen Menschen ist es manchmal, ihnen Freude zu bereiten oder ein Gefühl des Aha, so geht es mir auch manchmal; Freude am Schreiben, am Entwickeln von Geschichten und Figuren, die dann ihr Eigenleben bekommen – Faszination ist damit verbunden...

Wie fühle ich mich dabei: Das kann ganz unterschiedlich sein, von Leid bis Genuss, von Schmerz bis Freude, von Melancholie bis Euphorie.

Freizeit/Hobby: Lesen natürlich, Filme + Serien, Internet, Musik, mit Genuss Essen und Trinken, Ausstellungseröffnungen, Tanzen und Singen, Fotos – ach, es gibt so vieles...

Was mache ich den lieben langen Tag: Wenn er nur mal lang wäre! Er könnte für mich auch 48 Stunden haben und ich würde es nicht schaffen, alles, was ich möchte, zu machen.

Lieblingsbuch: Philippe Besson – Eine italienische Liebe
Lieblingsmusik: Fleet Foxes, Bon Iver, Yeasayer
Lieblingsfilm: „The Eternal Sunshine of a Spotless Mind“ – der schönste Liebesfilm der Welt
Lieblingsdichter: Fernando Pessoa
Lieblingssport: Zum Zuschauen Leichtathletik, zum Selbermachen Tischtennis oder Badminton
Lieblingsfarbe: knalliges Blau
Lieblingswunsch: Mein ganzes Leben lang gesund und zufrieden zu sein: Wichtigeres gibt es nicht, alles andere ergibt sich dann.

Meine schönsten Gefühle: Die haben mit geliebten  Menschen zu tun.
Mein schlechtestes Gefühl: Das hat mit Dummheit und Intoleranz zu tun.

Lebensmotto: Schreiben heißt sich selber lesen. (Max Frisch)

Wovon ich träume: Von der Freiheit, das zu tun, was ich möchte. Schreiben, lesen, leben.
Was mich freut: Einen Menschen berührt zu haben.
Was ich gern habe: das Meer und sein Rauschen
Wen ich liebe: den schönsten Mann der Welt (er ist aber auch sehr klug und witzig ;-))
Was ich liebe: Schafskäse, Portwein, Oliven...
Was mich aufregt: Dummheit, Hass, beschränkte, intolerante Menschen
Wofür stehe ich (ein) / wofür "brenne" ich: Für die neue Beat Generation ;-)
Was ich niemals tun würde: In Pornos mitspielen – drehen würde ich sie vielleicht.
Womit ich mich beschäftige: Mit vielem. Gerade intensiv mit einer Vereinigung, die „Rotzschwul“ genannt wurde (Rote Zelle schwul) und Anfang der 70er Jahre in Frankfurt gewirkt hat. Gemeinsam werden wir ein Buch und eine Webseite erstellen. Darauf freue ich mich sehr.
Was mich beschäftigt: Mich immer wieder weiterzuentwickeln.
Mir ist wichtig, dass: Ich immer etwas Spannendes machen darf...
Das Wichtigste: Gesundheit. Liebe. Zufriedenheit.
Was kommt: Das Neue.
Was bleibt: Das, was es wert ist zu bleiben.
Was ich am liebsten habe und dennoch herschenken würde: Meine Worte.

Mein aktuelles Projekt: Neben dem Projekt mit Rotzschwul ein weiteres Herzens-Projekt. Einen Roman über einen Jugendlichen, der Krebs hat – doch es findet nicht nur Leid seinen Platz in diesem Werk, sondern vor allem Hoffnung. Und noch mehr Witz und Wärme.

Mein Wunschprojekt: Ein interaktiver Roman mit Menschen, die ähnlich ticken und schreiben wie ich, der zunächst im Internet eingestellt wird (an verschiedenen Stellen) und dann als Buch (Print, Ebook, Enhanced Ebook) erscheint.

Vielen Dank für das Gespräch, Jannis!

Hier gibt es die Bücher:


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