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Rezensionen

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1. August 2012

Wilhelm Ruprecht Frieling, Das Depot des Teufels


Der Teufel liegt im Detail
würde mir zu Frielings Geschichten einfallen, denn diese sind es, die dem Erzähler gar köstlich einfallen. Und zwar zu allen Themen des Lebens.

Seien es die unsäglichen Bemühung, der Gesundheit zuliebe diverse Sportarten zu betreiben, vom geschmeidigen Schifahren bis zum Muskelaufbau in der Muckibude, die die Leser zwar zum Lachen reizen, dem Protagonisten aber zu Frust verhelfen, oder die herrliche Glosse über die digitale Boheme, der Autor trifft punktgenau!

Reminiszenzen an Kindertage
Zuckerfee und Knackwürste, wobei erster Begriff  mit einem Riesenschwein aus Marzpian in Verbindung steht und im Text plausibel macht, warum der Autor auf Zuckerzeug jeder Art auch in reifem Alter einfach nicht verzichten kann. Der zweite Begriff, die Knackwurst, lässt den Leser teilhaben an dem Leid der Taufnamen, die den wehrlosen Kindern um die Ohren gehauen werden, und welche Plage dies fürderhin während der Schulzeit bringt.

High-Tech oder die Zukunft hat uns eingeholt
Als Asimov (besser) und Raumschiff Enterprise (schlechter) uns einst staunen ließen, was eines Tages alles möglich sein könnte, führt Frieling anhand des Kaufs eines hypermodernen Laptops mit Fingerabdruck-Scanner ad absurdum. Fazit: Der Mensch ist halt noch nicht reif genug, dieses Teufelszeug derart zu beherrschen, um Chef seines Laptops zu bleiben.

Spam und andere Katastrophen
Jeder, der Emails schreibt und kriegt, weiß ein Lied von Spam-Mails zu singen. Wie Frieling es in dieser Glosse singt, ist zum Weinen herrlich! Wunderbar auch das Warten auf die entscheidenden Weltuntergänge, Pandemien, Magnetstürme und Prophezeiungen. Sieh da, wir leben immer noch auf dem blauen Planeten.

Insgesamt ein herzerfrischendes Buch, das der Autor mit spitzer Feder und scharfem Verstand hier vorlegt. Sehr zu empfehlen!


Elsa Rieger




Der Autor:
Wilhelm Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi ist seit 40 Jahren als Autor und Verleger aktiv. Der Berliner veröffentlichte in deutschen und amerikanischen Magazinen, publizierte 24 klassische Print-Bücher sowie mehr als ein Dutzend E-Books. Er betreibt mehrere Medien-, Kunst-, Literatur- und Musik-Blogs, leitet das Portal www.literaturzeitschrift.de und wirkt als Digital Consultant im Kulturbereich.




 
Wilhelm Ruprecht Frieling, Das Depot des Teufels. eBook

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