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Rezensionen

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14. September 2012

Romana Grimm, Wie ich auszog, Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurückkam




Ein Zwilling kommt selten allein,
hier schon gar nicht. Denn ein Pohl ohne den anderen kann man sich nach diesem Krimi gar nicht vorstellen. Thomas Pohl, ein Serienkrimischreiber, optisch an einen Beatnik mit langem Haar erinnernd, extrem entspannt, Weiberheld und, naja, extrem entspannt eben, versus Andreas Pohl, humorlos verspannter Bruder im Polizeidienst. Wie es das Schicksal will – gäbe ja sonst keinen Krimi – passiert was. Etwas, das Thomas lieber seinen Bruder überlassen möchte, allein, es ist zu spät, der wahnsinnige Killer, der durchaus von Klaus Kinsky dargestellt hätte werden können, ist ihm schon auf den Fersen.

Unverschämt schamlos und witzig
greift die Autorin jedes Krimi-Klischee auf, verbrät es zu einem köstlichen Stück mit schrägen Vögeln. Die Protagonisten sind echt böse, manche tumbe Kraftprotze oder eben hysterische Persönlichkeiten wie Snyder (Klaus Kinsky). Den Auftraggeber, ein dicklicher Junge aus reichem Haus, ein Nerd, nicht zu vergessen.
Die Brüder haben es nicht leicht in dem Sujet, der Leser schon, weil Romana Grimm die Geschichte wunderbar flott und lässig erzählt. Sie versteht eindeutig was vom Aufbau eines Krimis. Bewundernswert, wie sie als Frau eine überaus männliche Geschichte erzählt.
Inwieweit der Coup jetzt logisch nachvollziehbar ist, kann ich nicht beurteilen, es ist auch wurscht, denn die Story an sich wiegt das komplett auf.

Drangsaliert und lebensbedroht
sind die armen Zwillinge bis zum geglückten Showdown. Ein bisschen was bleibt offen, was auf einen Folgeband hoffen lässt. Denn dieses Duo möchte ich gern nochmals erleben dürfen, das passt! Großes Kino, sollte verfilmt werden.

Elsa Rieger
 



Die Autorin
Romana Grimm wurde 1983 geboren und von rechtschaffenen Leuten aufgezogen. Den eindringlichen Wunsch, nach Abschluss der Schule einen "sicheren" Arbeitsplatz zu finden, teilte Romana nur bedingt mit ihren Eltern; bereits mit Anfang 20 wusste sie, dass sie ihren Lebensunterhalt lieber mit kreativer Arbeit verdienen wollte. Seither arbeitet sie mal mehr und mal minder fleißig an der Erreichung dieses Ziels. Dabei beschränkt sie sich nicht auf bestimmte Genres, sondern entdeckt sich und ihre Lust am Schreiben mit jeder Geschichte neu. Ihr erklärtes Ziel ist es, Menschen auf eine Reise zu schicken und sie hautnah an ihren Abenteuern teilhaben zu lassen.

Mehr von Romana Grimm:
Das Geisterkätzchen – Colette
Bradey
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Ich freue mich über Ihren Besuch!



Romana Grimm, Wie ich auszog, Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurückkam





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