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Rezensionen

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15. Oktober 2012

Hoff/Rieger, Die Ermittler - Kunst kommt von Können



Polizisten, Privatdetektive und Geheimdienstleute gibt es in der Literatur wie Sand am Meer. Unbezwingbare Helden oder saufende Versager mit Glück.
Hier ist alles anders. Menschen finden sich zusammen um gemeinsam Verbrecher zu jagen. Sie sind alles andere als typisch. Ihr Beruf mag sie formal begrenzen, aber immer finden sie einen Weg neben dem Dienstweg. So international wie das Verbrechen sind auch die Ermittler.

In einer losen Reihe von Büchern und wechselnden Besetzungen lösen sie ihre Fälle und müssen doch immer wieder einiges am Wege liegen lassen. Oft genug ein Anstoß für spätere Ermittlungen.

Der hier vorliegende Band beschäftigt sich mit dem internationalen Auftragsdiebstahl von Kunst. Ähnlichkeiten mit realen Fällen und Personen sind reiner Zufall und natürlich vollständig unbeabsichtigt.

Weitere Bände sind in Arbeit.

Statt einer Leseprobe:

Was macht man eigentlich mit solch einem Buch?

Einem Buch, das sich partout nicht festlegen will. Ein Buch, dem es nicht genügt, ein Buch zu sein, sondern das zugleich der Beginn einer Reihe ist. Ein Buch, das zwei Autoren braucht, die sich nie persönlich gesehen haben, in dem sich ein deutscher Reichsgraf und die Tochter eines russischen Großfürsten ständig missverstehen und in dem es in der Mordkommission Bier vom Fass und eine Speisekarte gibt. Ein Buch, in dem kleine italienische Gauner böse Überraschungen erleben und als Tote mehr Symbolkraft haben als jemals im Leben.



Aha, ein Kriminalroman

Der Krimi, die Komödie, ja meinetwegen auch Slapstick, ist Thriller und politisches Buch in einem. Das für die einen zuviel Erotik, für andere zuviel schmutzige Erotik und für andere einfach die falsche Erotik hat und immer nahe an der Grenze zum Hardcore schrappt. Ein Buch, in dem auf Saipan Leute vom FBI beobachten, wie wütende Kolumbianer ein paar Leute über das Banzai-Kliff gehen lassen und der CIA sogar mal nützlich und hübsch ist. Ein Buch in dem Versicherungen ihre Macht zeigen und die Kunst, selbst die falsche Kunst von Könnern gemacht wird. Ein Buch, in dem Lobe of Sund gleichberechtigt neben patagonischen Gletschern steht. Was soll man nur mit so einem Buch machen?


Da es ein eBook ist, kann man es nicht unter wackelige Tische stecken.
Man muss es einfach lesen. Dann gibt es schon Ruhe. Oder es macht Lust auf mehr. Die Geschwister stehen schon bereit. In einem werden Politiker ermordet, aber dass sie Politiker sind, ist seltsamer Weise nicht der Grund für ihre Ermordung. Da geht es wieder um Fälschungen, diesmal ganz anderer Art.
Beim anderen Geschwisterkind geht es nur um echte Dinge. Nicht nur Diamanten sind der beste Freund der Frauen. Da darf es auch etwas Gold, Silber und Platin sein, das schöne Steine oder Perlen umfasst. Von der JVA Tegel bis in die Deutschschweiz und die Donau gibt ihr Geheimnis nicht wieder preis. Es waren übrigens nicht die Nibelungen, die ihren Schatz in der Donau versenkten. Die waren am Rhein. An der Donau war es ein österreichischer Kriminalkommissar, der mehr Augen für eine nackte Frau als Hände für einen glitschigen Ganoven hatte.

Ach ja, man kann solche Bücher auch ignorieren.
Aber sie sind hartnäckig. Sie klopfen immer wieder an. Am besten man kauft sie sofort.

Und hier die gesprochene Leseprobe, wir wollen Ihnen ja nichts vorenthalten:

KLICK



Die Autoren:




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Kommentare:

James Henry Burson hat gesagt…

Er hat schon ein Päcklein zu tragen, der etwas knurrige Ermittler.
Wie aus dem wahren Leben.
Schön gelesen, von Elsa Rieger - ich mag die Stimme.
Gruß, James Henry Burson.

James Henry Burson hat gesagt…

Er hat schon ein Päcklein zu tragen, der etwas knurrige Ermitler.
Wie aus dem wahren Leben.
Schön gelesen, von Elsa Rieger - ich mag ihre Stimme.
Gruß, James Henry Burson.

schreibtalk hat gesagt…

Herzlichen Dank,James!