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28. Oktober 2012

Stefan Lehner, Ich, der Killer: nackt und mörderisch




Andreas Steinmann ist Naturist und unternimmt gerne nackte Spaziergänge im Wald, um sich so der Natur nah zu fühlen. Auf einem seiner Nacktspaziergänge überrascht er einen Auftragskiller, der gerade eine Leiche beseitigen will. Plötzlich ist sein Leben in Gefahr und er entdeckt seine dunkle Seite, in dem er sich auf ein gefährliches Spiel einlässt. Schließlich wird er selbst zum Auftragsmörder... Aber hat er wirklich alles im Griff?
Ein Killer erzählt! Authentisch, eindringlich, brutal, spannend. Seine mörderische Geschichte wird Sie fesseln!



Leseprobe "Ich, der Killer: nackt und mörderisch"

Den nächsten Tag verbrachte ich mit Beobachten und Warten. Ich hatte wieder die holländischen Kennzeichen an meinem Wagen montiert – sicher ist sicher! Dieser Hans Stumpf war nicht zu sehen. Entweder war er schon abgereist oder er blieb im Haus.
Aber am Tag darauf hatte ich Glück. Er kam schon gegen 9 Uhr morgens mit einer kleinen Reisetasche aus dem Seiteneingang der Pension und stieg in ein Taxi, das schon auf ihn gewartet hatte. Sollte er etwa jetzt gerade abreisen? Das würde es für mich nicht leicht machen …
Ich folgte dem Taxi, aber die Fahrt ging nur in den Nachbarort. Dort befand sich eine große, überregional bekannte Therme und Saunalandschaft. Auf dem Parkplatz stieg Stumpf aus und ging hinein. Deshalb also die Reisetasche! Der Typ hatte einen Wellnesstag vor sich! Ich folgte ihm zu Fuß und so bekam ich mit, dass er eine Tageskarte löste. Für kurze Aufenthalte konnte man auch eine Stunden-Karte kaufen, aber Hans wollte es wohl ausgiebig genießen! Sehr gut!Schnell fuhr ich los, ich hatte eine Idee! Im Gewerbegebiet einen Ort weiter war ein Baumarkt. Dort kaufte ich Kabelbinder. Die etwas stärkeren, so ungefähr einen Zentimeter breit und 30 cm lang. Dann raste ich zurück zum Saunapark.
Ich kaufte ebenfalls eine Tageskarte und vorher in dem Shop unten im Foyer noch einen Bademantel und zwei große Sauna-Handtücher. Eine kleine Sporttasche und Badelatschen komplettierten meinen Einkauf. Ich wurde zwar für alles zusammen knapp 200 Euro los, aber was soll’s? Das war jetzt kein Problem mehr.
Um diese frühe Uhrzeit in der Woche war noch nicht so viel los. Auf dem großen Parkplatz hatten etwa 20 Autos gestanden, aber da war Platz für mindestens 100 Wagen. Im Umkleideraum für Männer war ich fast allein. Da standen in Dreierreihen Batterien von Metallspinden. In der ersten Reihe zog sich gerade ein älterer Mann um und so ging ich in die hinterste Reihe der Spinde.
Hoffentlich war dieser Stumpf noch hier! Aber eigentlich sollte ich mir deshalb keine Sorgen machen, er hatte schließlich eine Tageskarte gelöst und war erst rund eine Stunde hier. Bei dem wenigen Betrieb heute sollte ich ihn auch leicht finden können!
Langsam zog ich mich aus und verstaute meine Sachen in einem Spind. Mit meinem Revolver konnte ich hier gar nichts anfangen, das war mir direkt klar geworden. Zwar wäre es möglich gewesen, ihn im Bademantel oder in ein Handtuch eingewickelt mit in den Saunabereich zu nehmen und dort auch einzusetzen, aber wie sollte ich dann die Flucht bewerkstelligen? Das Ding macht einen Höllenlärm und bis ich wieder am Spind wäre und angezogen … Nein, so ging das nicht. Aber ich hatte ja bereits eine Idee gehabt und so sah ich mich noch einmal um, ob ich auch wirklich alleine in dieser Spindreihe war und mich niemand beobachtete. Dann holte ich die Kabelbinder aus der Tasche und steckte vier davon zusammen. Immer einen in den anderen, bis aus den vier Teilen ein Quadrat an ineinander gesteckten Kabelbindern geworden war. Zwei gegenüberliegende Binder führte ich ein Stückchen weiter in die Einrastlasche ein als die anderen beiden. So hatte ich zwei Endstücke die sich gegenüber lagen und gut zu greifen waren.
Ich hörte die Tür zum Umkleideraum sich öffnen und wieder schließen. Dann war wieder Stille. Offenbar hatte der ältere Mann sich fertig angezogen und war gegangen. Prima. Ich verstaute meine Kabelbinderkonstruktion in einem der beiden Saunatücher, warf den Bademantel über und zog die Latschen an. Das andere Saunatuch warf ich mir über die Schulter.
Ich war bereit. Bereit für meinen ersten nackten Mord! Tatsächlich würde ich wohl splitternackt einen Mord begehen. Das hatte schon etwas sehr Aufregendes! Mein Adrenalinpegel stieg. Ich betrat den Saunabereich …


Der Autor
Stefan Lehner, Jahrgang 1966, lebt mit seiner Frau und vielen Tieren im Westerwald. Der Hobbyautor ist von Beruf Polizeibeamter, und das Schreiben ist sein perfekter Ausgleich für die beruflichen Belastungen. Er schreibt Romane und Kurzgeschichten aus den Genres Krimi/Thriller und der Phantastik (Mystery, Fantasy, Horror). Neben bislang zwei Romanen erschienen mehrere Kurzgeschichten, u.a. in einer Anthologie. Stefan Lehner ist Mitglied bei den Polizei-Poeten (www.polizei-poeten.de), ein Zusammenschluss schriftstellerisch tätiger Polizeibeamter. Schon von Kindheit an war das Schreiben sein Hobby, aber bis zur Erstveröffentlichung eines seiner Werke hat es beruflich bedingt etwas gedauert. Mehr Infos auf www.stefan-lehner.de und www.facebook.com/stefan.a.lehner


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