Salon

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Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

12. Dezember 2012

James Henry Burson, Ich sag’s nur dir... Teil 1


Vor Monaten konnte ich das Buch nicht rezensieren, dafür gab es einen offenen Brief an den Autor hier im SALON. Heute kann ich es aber tun.

Der kleine James, entwurzelt,
heimatlos schon als Baby, wurde von anderen Heimkindern gefragt, ob er der Sohn eines Königs sei. Er ist es leider nicht.
Aber er ist selbst ein König geworden im Lauf der Zeit. Die harte Zeit eines Heimkindes, eines Pflegekindes, vieler Irrwege, Wirrnisse, brutaler Vorkommnisse, wie auch eigener Fehlleistungen und die Einsicht darüber haben ihn wachsen lassen zum König über sein eigenes Leben. Wenn das nichts ist?

Während der Zusammenarbeit
von James und mir, die ich die Neuausgabe seines Buches lektoriere durfte, lernte ich diesen König gut kennen.
Er ist kein stolzer, hochmütiger Herrscher, oh nein. Sanft und von demütiger Dankbarkeit gegenüber dem Schicksal ist er. Und dass er überleben durfte, dank seiner „kleinen Armee“, wie er jene liebevollen Menschen nennt, die seinen Lebensweg gekreuzt haben, ihm halfen, Grausamkeiten zu bewältigen. Diese Helferlein haben König James gelehrt, dass es mehr gibt, als das reine Durchkommen. Sie haben ihn gelehrt, dass es das kleine Glück gibt, jeden Tag. Und er hat gelernt, dass man auch ohne Kindheitswurzeln sich eigene Wurzeln schaffen kann, einen Platz im Leben erobern, von dem aus man verzeihend auf die Vergangenheit, die Menschen (die manchmal Unmenschen waren) und auf sich selbst zurückschauen kann. Nur ein wahrer König über das eigene Leben kann dann sagen: „Ja, es ist gut. Es ist gut so, wie es ist.“

Das erneuerte Buch
hat nun einen wunderbaren Einband erhalten, den ein russischer Künstler gestaltet hat. Der Text ist verschlankt worden und sein Inhalt auf den Punkt gebracht. Darüber möchte ich nun nicht zu viel sagen, da meine Einschätzung zu subjektiv ausfiele, nachdem ich als Lektorin zu nah dran bin. Aber alles in allem kann ich guten Mutes sagen: Das Buch zu lesen ist eine tolle Erfahrung. Wie ein Mensch, der als wertlos einfach abgegeben wird, es schafft, seinen Wert zu erkennen und etwas aus sich zu machen, ist eine ganz besondere Erfahrung. Lesen Sie!    


Elsa Rieger


Der Autor
James Henry Burson wurde am 25.8.1953. geboren.
Er lebte in Limburg, Wiesbaden, Frankfurt  und anderen Orten.
Er absolvierte die Volks-, Handels- und Fachschule für Sozialpädagogik.
Daran schlossen sich Ausbildungsseminare in Gestalttherapie, Transaktionsanalyse und Primärtherapie an.
Den Beruf des Erziehers übte er 16 Jahre lang aus, zumeist in therapeutischen Einrichtungen der Schweiz und in Deutschland, bis er ihn aufgab.

Der 2. Band der Biografie ist erschienen bei Create Space.com


James Henry Burson, Ich sag’s nur dir... Band 1

eBook und Taschenbuch bei Amazon

Kommentare:

James Henry Burson hat gesagt…

Nein, ein König, bin ich wahrlich nicht.
Wenngleich ich mich als Kind eine Zeit lang, dafür hielt - wurde mir doch erklärt, ein Bastard sei der Sohn, des Königs...
Ich danke dir und meiner kleinen Armee für alles und halte das Buch inzwischen selbst für ein ganz gelungenes, lesbares Werk.
Danke! ♡

schreibtalk hat gesagt…

:-) Aber du bist König über dein eigenes Leben geworden, James. Ich bleib dabei. :-)

Herzlich, Elsa

Anonym hat gesagt…

Ich habe das Buch kürzlich gelesen. Es hat mich tief bewegt. Und ich finde es schön, dass ich James so zufällig im Netz "kennenlernen" konnte.
Anna Radovani