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Rezensionen

Vorläufig aus Zeitgründen geschlossen.

27. Februar 2013

Liz Ambros, Flirtfieber

Für Charlotte, Charlie, ist das Leben mit siebzehn ein Abenteuer. Sie stürzt sich flirtend und tanzend hinein unter dem Motto:
Wer viele Frösche küsst, findet seinen Traummann.
Das sorgt für familiären Zündstoff, denn ihre Mama hat ihre eigenen Vorstellungen von ihrem künftigen Schwiegersohn. Intelligent! Gut aussehend! Akademiker bevorzugt!

Charlie öffnet ihr Tagebuch aus den Swinging Sixties und gönnt sich das prickelnde Vergnügen darin zu blättern. Auf die Seiten, fertig, los! Tom, Robby, Ralf ….

FLIRTFIEBER, der erste Teil einer Serie, ist ein All-Age-Roman.
Die Oldies erinnern sich an ihre erste Liebe, die man nie vergisst. Liebeskummer und wilde Schmetterlinge unterm Nabel. Die Jungen staunen, was die Großeltern erlebten.
Ein Revival der Sechzigerjahre durch Hintergrundinformationen u.a. Musikszene, Zeitgeschichte, gespickt mit Rückblenden in die Fünfziger.

Ola, Chickas!
Nein, nein, der Modeltrainer Jorge Gonzales spielt ja gar nicht mit, keine Angst. Kann er auch gar nicht, denn der Roman spielt in den 1960ern. Er dreht sich um Mädels im Flirtfieber in einem Jahrzehnt des Aufbruchs, als Elvis Presley und etwas später die Beatles angehimmelt wurden. Ja, so war das damals, als ich Teenager war. Ich erinnere mich gut an diese Zeit, die Sehnsüchte und Ängste in dem Alter, die Kämpfe mit den Eltern, die Verliebtheiten.

Charlie ist bezaubernde 17
und flirtet kess in der Gegend herum, um unter den Fröschen den Königsfrosch herauszufinden, den Traummann. Allerdings geht sie oft ziemlich abwertend mit den Jungs um, die in ihren Augen Frösche sind.  
Aber locker setzt die Autorin Namen, Musik, Ereignisse in dieser Zeit in den Text, ohne Infodumping, sondern wie es sich zwanglos ergibt. Es ist ein fröhliches Buch, schwungvoll, voller Leben.

Manchmal war die Autorin
wohl zu schwungvoll, ließ sich mitreißen von ihren Protagonisten, denn es gibt immer mal wieder falsch verwendete Ausdrücke und Flüchtigkeiten.
Auch die Formatierung ist nicht recht gelungen, da Wörter abgeteilt werden ohne den Trennstrichstrich, im Grunde sollten eBooks als Fließtext ohne Worttrennung gestaltet werden, aber das kann natürlich auch an meinem Reader liegen. War dadurch etwas mühevoll zu lesen.


Die Autorin

Liz Ambros ist unweit der fränkischen Stadt Hof aufgewachsen, arbeitete als Sekretärin, Sachbearbeiterin, Büromanagerin und Geschäftsfrau.
Heute wohnt sie mit ihrer Familie nahe der Schweizer Grenze.
Ihr Motto: Leben und leben lassen.
Sie hat ein Faible für die Natur, Tiere, Bücher und schreibt Gegenwartsromane.






Liz Ambros, Flirtfieber


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