Salon

Salon

Rezensionen

Vorläufig aus Zeitgründen geschlossen.

13. Februar 2013

Michael „Bundy“ Roth, Schmetterlingspoesie


Ein Biker? Einer in der Lederkluft?
Ein Kerl mit schwerer Maschine? Ja, so einer! Einer der wichtigen, starken Typen, die cool an der Theke rumhängen nach ihrem Easy-Rider-Feeling als Ritter der Highways und eimerweise Bier saufen. Genau so einer ist „Bundy“.

Aber, man glaubt es kaum,  
trotzdem oder vielleicht deswegen ist der Autor, der Motorradrennen fährt, ein Poet. Ein zärtlicher, sensibler Gedichteformer. Er erzählt von der Liebe. Er schreibt über den Abschied, den Tod. Das Hoffen. Die Enttäuschung. Den Schmerz. Sehr einfühlsam, so, wie es nur einer kann, der alle diese Gefühle erlebt und durchlebt. Zarte Gedichte wie samtene Schmetterlingsflügel. Mal sind es dunkle Nachtfalter, dann wieder strahlendbunte Schmetterlinge, die in der Sonne durch die Lüfte taumeln. Sehr schön!

Vielleicht sind nicht alle Gedichte
perfekt in der Ausführung, manchmal die Verse dem Reim geschuldet. Ich wünschte mir, „Bundy“ würde mal wagen, in freier Form ganz ohne Reim zu dichten, denn die Inhalte sind berührend, bestechend, bezaubernd, wunderbar! Sehr gedankenvoll und modern, zeitnah und doch küssen sie die blaue Blume der Romantik. Wenn „Bundy“ wagen würde, sich wie auf dem Foto unten, mal in die lyrische Kurve zu legen, und Versmaß inkl. gereimte Endungen bleiben ließe, könnten weitere große Gedichte entstehen.
Aber egal, er darf reimen, er hat was zu sagen. Und wie!
   

Elsa Rieger 




















Der Autor
Michael „Bundy“ Roth, geboren am 04.03.1972 in der Weltmetropole Nusplingen auf der schwäbischen Alb.
Im Kindesalter schrieb Bundy mehrere Kurzgeschichten (u.a. „Das Äffchen namens Kalumba“) und mit 10 Jahren ein erstes Gedicht über Eidechsen, die einem Reim zuliebe „Ratzen“ genannt wurden

Bundy fuhr seit seinem 18. Lebensjahr (viel zu schnell) Motorrad, verlor auf der Straße viele Freunde, und wechselte dann auf die Rennstrecke, wo er sich während 20 Jahren ausschließlich rumtrieb und ziemlich erfolgreich Rennen fuhr. Neben Abitur, Studium und Beamtenlaufbahn schrieb er regelmäßig Artikel für diverse Motorradzeitschriften („MO“, „PS“ etc.) und war Mitautor der Motorrad-Anthologie „Gaskrank – Geschichten aus der Kurve“.

Seit 2009 schreibt Bundy auch Gedichte. Diese früher undenkbare Kombination hat er Eric zu verdanken, einem Freund, der ihn im September 2009, - am Tag, an dem er mit seiner Yamaha verunglückt war, als Schmetterling „besucht“ hat, - auf der Rennstrecke, kurz vor einem Rennen. Damals wusste er aber noch nicht, dass Eric nicht mehr lebte.

Eine Woche später, kurz vor seiner Beerdigung, verabschiedete Eric sich auf genau dieselbe Art und Weise von seiner Schwester und von seiner Mutter. Seitdem glaubt Bundy nicht mehr an den Tod, - und seitdem schreibt er jeden Tag mindestens ein Gedicht. Woher sie kommen, weiß er nicht.

Er meint, dass es vielleicht seine Aufgabe in diesem Leben sein könnte, Erics Botschaft, - dass keiner jemals wirklich geht -, an die Menschen weiterzugeben, und „wenn nur eines der 100 Gedichte in seinen Büchlein einem einzigen Menschen da draußen in einem dunklen Moment ein kleines bisschen Hoffnung schenken kann“, dann hätte es sich für ihn schon gelohnt, es zu schreiben.

Eine Kurzgeschichte von Bundy namens „Paul, der Schmetterling“ ist im Dezember 2012 in der Weihnachts-Anthologie „Gedanken zur Weihnachtszeit“ der facebook-Gruppe „Portal für Autoren – Leser – Blogger – Grafiker“ erschienen, die bei Amazon.de erhältlich ist.

In Kürze wird Bundy`s „richtiges“ Buch veröffentlicht werden. Es dreht sich im Kern um die „Schmetterlingserfahrung“ und die damit einherflatternde Bewältigung der Trauer, die sein Leben über viele Jahre hinweg verdunkelt hatte. Es wird „Sie sterben nicht, sie fliegen“ heißen.

Mehr zum Autor und seinen Werken auf www.schmetterlingspoesie.de


Michael „Bundy“ Roth, Schmetterlingspoesie
Band 1 und 2

eBook und Taschenbuch bei Amazon

Band 1

Band 2



Kommentare:

James Henry Burson hat gesagt…

Die zum Teil bekannten Inhalte, flattern dem Buch voraus.
Ich finde es schön, wie Bundy seine Trauer über den Flügelschlag eines Schmetterlings, in die Welt trägt.
Er teilt den Schmerz und die Hoffnung auf "mehr", mit allen.
So trocknen die Tränen, im Wind...
Sehr schön.
Gruß, James


schreibtalk hat gesagt…

Vielen Dank, lieber James, für deinen einfühlsamen Kommentar!

LG
ELsa

Dagmar hat gesagt…

"Bundy" - das fällt mir zuerst auf. Ein Biker . Ja, was erwartet man da?
Bestimmt nicht das, was Elsa Rieger dann in ihrer Rezension schreibt. Ein härter "Kerl", mit viel Zartheit , Sensibilität und seine Art mit Traurigkeit und Verlust umzugehen . Diese Rezension hat mich neugierig gemacht. Auf genau diese Gedichte .

LG
Dagmar

schreibtalk hat gesagt…

Vielen Dank, liebe Dagmar, ich freu mich über deine Gedanken, viel Freude bei den Büchern wünsche ich dir,

herzlich,
Elsa