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Rezensionen

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17. Februar 2013

Sam Miskull, Abschied nehmen

Schottland 1730: Als der junge William des Verrats beschuldigt wird, muss er schweren Herzens für immer seine Familie zurücklassen und fliehen. Bei seinem Freund Marcus, dem Clansoberhaupt der Maccallums, findet er Unterschlupf und beginnt ein neues Leben. Doch die Angst, von seinem Widersacher Wentworth aufgespürt zu werden, ist allgegenwärtig und auch die ständigen Anfeindungen von Marcus' Tochter Kate machen es ihm nicht leicht, vor allem dann nicht, als er entdeckt, dass er ihre Abneigung so gar nicht teilt...

Ein mitreißender Roman über Freundschaft, Williams tragischem Schicksal und eine große, allen Widrigkeiten trotzende Liebe.



So der Klappentext
der nicht zu viel verspricht (was ja nicht immer der Fall ist), sondern im Roman bestätigt wird. Es ist eine mitreißende Geschichte, absolut. Man taucht ins 18. Jahrhundert ein, befindet sich in den Highlands. Die historische Stimmung ist gut vermittelt, der Zusammenhalt der einzelnen Clans, aber auch die Konflikte zwischen ihnen um Ländereien sowie mit den Engländern sind nachvollziehbar beschrieben.

Vertrauen und Verrat, Liebe und schicksalshafte Verknüpfungen
sind die Hauptzutaten dieses üppigen Romans. Gemeine Engländer, die die Schotten unterwerfen wollen, Willkür, Hass. Dazu eine Prise Männerfreundschaft zur Würze. Dazwischen William, Soldat aus einer guten englischen Familie, der halber Schotte ist, was ihm in den Highlands das Leben rettet. Eine tolle Geschichte, die ich aber nicht weiter erörtern möchte, wäre ja schade, wenn ich alles verrate.
Die Autorin hat ein feines Gericht daraus bereitet, für Leser, die gern schwelgen und Epen schätzen, genau richtig.

Gefühlvolles großes Theater
durchaus geeignet, einen spannenden Historienfilm daraus zu machen. Die Figuren sind Menschen mit Gefühlen, mit Fehlern und Schwächen, sie sind erfreulicherweise keine Heroen, die schier unbesiegbar sind. Alles andere wäre falsch. Die Autorin erzählt langsam, mit viel Muße die Geschichten des William, ausladend. Manchmal etwas zu ausladend und ausgebreitet, was auch an den teilweise langen Sätzen liegen kann. Aber wie gesagt, für Freunde des historischen Romans ein Festtagsschmaus. Atmosphärisch!

Technisch und stilistisches
habe ich nicht viel zu bemängeln. Es fehlen ein paar Kommata, manche Sätze könnten geteilt werden.  

Elsa Rieger  








Die Autorin
Sam Miskull, verheiratet und Mutter eines kleinen Jungen, wurde 1978 in Oberschlesien geboren und lebt seit ihrem 11. Lebensjahr in Deutschland.

Bereits in ihrer Jugend schrieb sie mit Begeisterung Gedichte und Kurzgeschichten, bis sie sich schließlich mit Mitte zwanzig an ihren langgehegten Traum von einem eigenen Roman wagte.
Selbst absolute Liebhaberin des historischen Romans, bestand kein Zweifel daran, dass die Geschichte ebenfalls in diesem Genre spielen sollte. Auch Schottland, für die Autorin eines der schönsten Länder der Welt und mit seinen Highlands eine einzige Inspiration, stand als Ort des Geschehens von Beginn an fest. So siedelte sie ihren ersten Roman, der von Freundschaft, Williams tragischem Schicksal und einer großen Liebe handelt, eben dort an.

Als sie dann Ende 2011 von der Möglichkeit der Selbstveröffentlichung bei Kindle erfuhr, beschloss sie diesen Weg zu beschreiten und brachte schließlich ihren ersten Roman unter dem Titel „Abschied nehmen“ als Kindle-eBook heraus.

Wie viele ihrer deutschen Kollegen, die in diesem Genre schreiben, fand auch Sam nach Fertigstellung ihres Romans keinen Verlag, da diese eher auf amerikanische Autoren setzen.



Sam Miskull, Abschied nehmen

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Kommentare:

Sam Miskull hat gesagt…

Das mit dem Verfilmen ist übrigens eine tolle Idee. Bin sofort dabei wenn Hollywood anruft. :-)

schreibtalk hat gesagt…

Hihi, vielleicht solltest du dort anrufen :-)

Weiterhin viel Erfolg mit dem Buch!

Liebe Grüße
ELsa