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Rezensionen

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9. März 2013

Manu Wirtz, Katzenfeuer


Samtpfote jagt Feuerteufel

In Jules 3. Fall hat die Katze alle Pfoten voll zu tun. In ihrer Umgebung gehen nachts Ställe und Scheunen in Flammen auf. Die samtpfotige Detektivin hat Nachwuchs bekommen, aber gleichzeitig sucht sie den gefährlichen Feuerteufel, der in der Eifel Angst und Schrecken verbreitet.
Als mitten im Dorf ein Haus abbrennt und in dem wütenden Feuer ein Ehepaar ums Leben kommt, ist das ein Fall für die beiden Dauner Kommissare Wolf und Diesel. Jule hilft ihnen heimlich, auf die Spur des Mörders zu kommen. Dabei wird es auch für die Verbrecherjägerin brenzlig!



Zu meiner Schande muss ich gestehen,
ich kenne die Eifel als Wienerin (noch) nicht. Könnte mir aber vorstellen, nach Lektüre dieses Buches, in dem Ambiente der Landschaft und Dörfer einen durch die stimmungsvolle Beschreibung dazu einlädt, es doch mal zu wagen, die Gegend zu bereisen.

Was ich jedoch sehr gut kenne, ist Katzenart.
Immer schon liebe ich das kapriziöse, oft spröde, dann wieder anschmiegsame Wesen dieser schönen Geschöpfe. Die Unzähmbarkeit, das Raubtierhafte dieser Stubentiger eroberte früh in meinem Leben mein Herz.

Daher muss auf jeden Fall Jule, die Detektivin dabei sein
wenn ich in die Eifel komme! Die Kätzin hat nämlich meine ganze Sympathie. Ihr Charakter ist ganz wunderbar ausgearbeitet, die Dame ist klug und mutig – immerhin jagt sie Mörder! Ganz toll, wie die Autorin in den Katzenszenen die Leser verführt, nah dran zu sein. Das ist die große Stärke dieses Buches.

Abgesehen davon versteht
es die Autorin, Zeitgeschehen einzubauen, der Bräutigam (also ein Mensch) wird in Afghanistan entführt, und als wäre das noch nicht genug, die Dorfidylle in Aufruhr zu versetzen, treibt ein Brandstifter sein Unwesen. 4 Katzen werden ermordet, klar, dass Jule als persönlich Betroffene alles dran setzt, den Täter ausfindig zu machen. Dass sie dabei in große Gefahr gerät, muss sein, schließlich handelt es sich bei dem Buch um einen Krimi!

Technisch habe ich nichts auszusetzen,
die Erzählsprache finde ich am allerbesten, wenn es um die Katzen geht. Und das ist völlig okay, schließlich ist es ja eine Geschichte, in denen eine Katze die Hauptrolle spielt.

Wer Katzen liebt, wird das Buch lieben. Charmant!

Elsa Rieger    
  




Die Autorin
Manu Wirtz ist Jahrgang 1959, gebürtige Solingerin und gelernte Kommunikationsdesignerin, lebt in der Eifel mit ihrem Ehemann und der Katze Jule. Seit Jahren arbeitet sie im Marketing, in der Werbung, für Buchverlage und Druckereien. Daneben ist sie Autorin zahlreicher Artikel über Computerkunst, Marketing oder Rettungshundearbeit und seit 2010 auch Krimis.

·        Hrsg. und Kurzgeschichte „Eifelquelle“ in Krimis mit Fell und Schnauze, Anthologie mit 8 spannenden Tierkrimis, BoD, 2011, ISBN 978-3-842-37050-0, Paperback, 160 Seiten
·        Kurzgeschichte „Schrödingers Katze“ in der Anthologie Geschichten auf vier Pfoten, Codi-Verlag, 2011
·        Todes-Wind, Samtpfote auf Mörderjagd, BoD, 2010, ISBN: 978-3-8391-5307-9, Paperback, 156 Seiten: Was macht eine ganz normale Hauskatze außer jagen, spielen und fressen? Wenn sie in der Eifel lebt, geht sie auf Mörderjagd!
·        Manuela Eckenbach-Arndt, Co-Autorin in Der Rettungshund, RH-Verlag, 2001 (vergriffen)
·        Manuela Eckenbach-Arndt und Daniela Neika Erste Hilfe am Hund, Cadmos Verlag, 2000, ISBN: 978-3-86127-717-0


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