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Rezensionen

Vorläufig aus Zeitgründen geschlossen.

17. März 2013

MissMary, Erstaunliche Erotische Geschichten



MissMary präsentiert erstaunliche erotische Geschichten aus
dem Fantasy-, BDSM und Scfi-Fi Bereich.
Sieben Geschichten, die es in sich haben.
Viel Unterhaltung zum kleinen Preis.











Leseprobe


Seufzend streckte Christine ihre schlanken Beine unter dem Metalltischchen des Bistros aus. Sie genoss es in der Sonne zu sitzen, die vorbeihuschenden Leute zu betrachten und an nichts zu denken. Sie strich sich versonnen durch das lange, blonde, im Sonnenlicht glänzende Haar und erntete sofort einen wohlgefälligen Blick von einem Passanten. Ach ja, Männer! Sie rümpfte die Nase. Bewunderung durch das männliche Geschlecht war sie gewöhnt. Sie nippte an ihrem Cappuccino, als das Handy in ihrer Versace-Handtasche klingelte.
»Ah, Herr Dovenmann! Ja? Oh, damit habe ich nicht gerechnet! Selbstverständlich werde ich kommen! Ja, ich freue mich!« Aufgewühlt stopfte sie das Telefon wieder in die Tasche zurück, warf Geld auf den Bistrotisch und eilte zu ihrem parkenden BMW. Eine Zusage! Endlich! Professor Dovenmann hatte bestätigt, sie als Assistentin für seine Orchideen Forschungen im brasilianischen Dschungel mitzunehmen. Eine Ehre!
Aufgeregt raste sie mit ihrem Auto durch die Stadt und hastete in ihre supermodern eingerichtete Wohnung.
Eigentlich kann ich überhaupt nicht fort, dachte sie plötzlich und stockte. Freddy! Was mache ich mit ihm? Sie ging zu dem ausladenden Terrarium, in dem ihr Leguan Freddy träge auf einem Ast hockte.
»Ach, Freddy!« Sie holte ihn vorsichtig aus dem Glashaus und drückte ihn zärtlich an ihre Brust. Sie fühlte seine kleinen Krallen, die sich in ihre Seidenbluse bohrten. Sie trug ihn zu ihrem weißen Designersofa, schmuste ausgiebig mit ihm, streichelte seine glatte, weiche Haut.
»Ich werde Martha bitten müssen, dich zu versorgen«, sagte sie traurig. Freddy züngelte verstehend.

Die Reisevorbereitungen ließen die Zeit im Flug vergehen. Ehe Christine sich versah, saß sie auch schon im Flugzeug und sah die Häuser Hamburgs unter sich verschwinden.
Sie zog ihren grauen Kostümrock etwas herunter, da ihr Sitznachbar anzüglich auf ihre Knie glotzte. Meine Güte, dachte sie, zehn Stunden neben diesem Kerl!
Sie rückte, soweit möglich, von dem gutaussehenden Mittvierziger ab. Männer sind einfach widerlich! Besonders solche, die einen mit ihren Blicken ausziehen. Ekelig! Sie rieb ihre Beine in den echten Nylons aneinander. Ich werde mich niemals dazu hinreißen lassen, mich so einem Lustmolch hinzugeben! Sie fragte die vorbeieilende Stewardess nach einer Decke, die ihr sofort von der lächelnden Frau dienstfertig gereicht wurde. Aufatmend zog sie das Plaid über sich.
Als sie am Flughafen von Barreiras die Maschine verließ, stockte ihr der Atem. Im ersten Moment dachte sie keine Luft mehr zu bekommen. Sie schwankte ein wenig und die Stewardess half ihr die Flugzeug-Treppe hinunter. Was für ein Klima! Schwül, feucht und drückend.
Sie schaute sich nach Professor Dovenmann um. Er war nicht zu sehen. Hatte er sie etwa vergessen? Schickte er niemanden? Jetzt schlug ihr, der flotten Forscherin, das Herz bang in der Brust. Sie wusste, wo das Camp im Dschungel war, aber wie sollte sie alleine dorthin kommen?
Sie beschloss zu warten und setzte sich in den Schatten des Flughafens auf ihren Koffer. Eine Horde dunkelhäutiger Kerle hatte sich recht schnell um sie versammelt und betrachtete sie grinsend wie ein Stück Vieh auf einer Auktion. Oh je, dachte sie. Ich muss weg hier. Ein Taxi? Sie sprang auf und eilte davon, ihr Gepäck zog sie hinter sich her und begab sich zu einem Informationsschalter. Die freundliche Einheimische beriet sie in gebrochenem Englisch, aber dank ihrer Hilfe saß sie nach kurzer Zeit in einem etwas muffigen, schwarzen Taxi und schaukelte durch die Stadt.
»Mich nicht abzuholen«, überlegte sie. »Es scheint, ich bin hier, trotz Zusage, doch nicht so erwünscht.« Sie war den Tränen nah. Wie durch einen Schleier sah sie die bunte Stadt vorüberhuschen. Der Stress der Vorbereitung und der Reise machten sich bemerkbar.
»Du traurig?«, fragte ihr dicklicher Fahrer und musterte sie im Rückspiegel. »Nix traurig - Brasil schön!« Er lächelte ihr aufmunternd zu.
Hmm, der Kerl sollte lieber den Mund halten, dachte sie. Sie war auf den Trost eines solchen ungepflegten Einheimischen bestimmt nicht angewiesen.
Die asphaltierte Straße verwandelte sich in einen holperigen, staubigen Weg. Die Fahrt über die sandigen Dschungelwege, vorbei an wildem Gestrüpp schien eine Ewigkeit zu dauern.
»Hier Camp!«, sagte ihr Fahrer und hielt an. Unter den gigantischen Urwaldbäumen und Lianen standen ein paar khakifarbene Zelte und wackelige Bretterbuden. Mit bangem Herzen stieg Christine aus dem Fahrzeug und bezahlte den überhöhten Fahrtpreis.
Erst jetzt beim Aussteigen bemerkte sie, dass sie völlig unpassende Schuhe trug. Ihre grauen Pumps versanken im Sand. Etwas verstört sah sie dem verschwindenden Taxi nach.
»Hallo!«, rief sie. »Ist jemand da?« Das Camp wirkte verlassen.
Sie spähte in alle Behausungen, aber konnte keine Menschenseele entdecken. Wenn niemand da ist, suche ich mir einfach ein Zelt aus, beschloss sie. Erschöpft setzte sie sich in einem der Unterkünfte auf eines der beiden Feldbetten. Auf was habe ich mich da nur eingelassen? Jetzt sitze ich in einem fremden Land. Allein im Dschungel. Ihr Mut sank.
Mutlos blickte sie auf den gestampften Boden und sah zu ihrem Erstaunen eine etwa zwanzig Zentimeter lange, grüne Echse, die neugierig zu ihr emporschaute. Ach, eine Begrüßung! Wenigstens einer, der mich hier wahrnimmt, dachte sie und lächelte den kleinen Kerl an. Dieser verschwand lautlos huschend, so flink, wie er gekommen war.
Nun denn, so schnell gebe ich nicht auf! Ich richte mich jetzt erst einmal ein. Irgendwann wird ja bestimmt jemand kommen!, versuchte sie sich Mut zu machen. Sie hatte im Vorbeigehen eine Art Küchenzelt gesehen. Die vielen Vorräte und das Trinkwasser belegten, dass das Camp mit unzweifelhaft bewohnt war.
Stöhnend erhob sie sich, entledigte sie sich zunächst der unbequemen Schuhe und des engen Kostüms. Es war völlig durchgeschwitzt. Der Schweiß sammelte sich bereits unter ihren Brüsten und rann in Strömen zwischen ihnen hinab. Mit etwas Wasser verschaffte sie sich Abkühlung und beschloss, sich ein wenig auszuruhen.
Sie deckte das schmuddelige Feldbett mit den weichgespülten, flauschigen Handtüchern aus ihrem Koffer ab und legte sich darauf.
Sie musste eingenickt sein und schrak hoch, als sie vor dem Zelt ein Geräusch hörte. Sie sprang auf und lief hinaus. Draußen wühlte ein braunhäutiger, drahtiger Kerl in ein paar alten Töpfen. »Hey!«, rief sie, froh endlich jemanden zu sehen. Der Mann erschrak, musterte sie dennoch sofort wohlgefällig und grinsend.
»Verdammt!«, dachte sie und war sich augenblicklich ihres Aufzugs bewusst. Sie stand in ihrer roten Spitzenunterwäsche da, schweißglänzend mit wirrem Haar.
Nur keine Blöße geben, sagte sie sich und fragte streng: »Wo ist Professor Dovenmann? DOVENMANN! VERSTEHN?«
Ah, ein Leuchten ging über das Gesicht des Mannes.
»Dovenmann in Busch –gestern.«
Aha, welch Glück! Er ist hier. Er wird bestimmt für seine Forschungen unterwegs sein und hat mich vergessen, mutmaßte Christine.
»Du mich führen zu Professor!«, befahl sie dem Einheimischen, der sofort eifrig nickte.
»Morgen«, erwiderte er und deutete mit der Hand auf die langsam hinter den Dschungelbäumen untergehende Sonne.
»Okay, ist mir auch recht!« Sich seiner Musterung bewusst schritt sie möglichst würdevoll in das Zelt zurück und ließ sich auf das Feldbett fallen. Diese aufdringlichen Blicke! Dazu diese Hitze! Ob ich mich daran noch gewöhnen werde? Zu ihrem Erstaunen sah sie wieder die kleine Echse vor ihrem Bett sitzen und ein Stückchen weiter eine zweite. Beide schauten sie neugierig an und züngelten, um ihren Geruch wahrzunehmen.
»Ach, ihr Süßen«, flüsterte sie, um die Tiere nicht zu erschrecken. »Meinem Freddy würde es hier auch gefallen in diesem Klima! Er ist mein Liebling, wisst ihr! Aber er ist um etliches größer als ihr, weil er ein Leguan ist!« Sie betrachtete die hübschen Reptilien. »Was seid ihr denn nur für eine Spezies?« Ein bisschen sahen sie aus wie große Smaragdeidechsen. Es war, als hörten sie ihr aufmerksam zu. Christine schloss die Augen und schlummerte, behütet von den kleinen grünen Wächtern und eingelullt von den quakenden, zirpenden Urwaldgeräuschen, einen unruhigen Schlaf….

Die Autorin

Unter dem Pseudonym „MissMary“ veröffentlicht Pat McCraw ihre heterosexuellen Erotik-Werke, wie Fotobücher und Kurzgeschichten.








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Kommentare:

Tobias Schindegger hat gesagt…

Ich mag Pat McCraw Geschichten. :-)

Der Blog ist auch Klasse. Vielleicht bekomme ich ja auch mal eine Chance, mich hier verewigt zu sehen ... ;-)

Liebe Grüße,

Tobias Schindegger

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schreibtalk hat gesagt…

Hallo Tobias, freut mich. Du kannst dich gern mit mir in Verbindung setzen für Näheres, liebe Grüße, Elsa