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Rezensionen

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16. Mai 2013

Bernd Lierheimer, Scardanelli trifft Hölderlin



Klappentext:
Der Titel dieses Büchleins ist paradox: „Scardanelli trifft Hölderlin“. Ich kann Hölderlin sowieso nicht treffen! Ich kann meine eigenen Texte nur einer Auswahl der schönsten Gedichte Hölderlins gegenüberstellen, in der verwegenen Hoffnung, dass sie irgendwie füreinander geschaffen sind. Das klingt verrückt! Apropos verrückt. Scardanelli ist das Pseudonym, mit dem Hölderlin seine Gedichte signierte, als er schon lange im Turm in Tübingen lebte.




Gast-Rezension:

Ich bin ein Mensch,
der nur Werbung für Bücher macht, die mir sehr am Herzen liegen – Bücher, die es Wert sind, nicht nur gelesen und abgehakt zu werden.

Bereits das Cover
und dessen Gestaltung sind eine Augenweide. Die Illustrationen im Buchinneren sind wunderbar gelungen, ein großes Kompliment an die Künstlerin Iryna Lierheimer. Sie geben den Texten eine zusätzliche Dimension, sind Brücke zwischen Auge und Ohr und lassen die Gedichte noch lebendiger werden.

Bernd Lierheimer schreibt
in seinem Schlusswort von der verwegenen Hoffnung, dass Hölderlins schönsten Gedichte und seine eigenen Texte „für einander geschaffen sind“.
Ich meine „Ja“.
Bernd Lierheimers Oden, Hymnen und Elegien sind es mehr als wert, Hölderin im Buch die Hand zu reichen. Er hat in meinen Augen das Unwahrscheinliche möglich gemacht.
Ich zitiere aus „Feurig und schön – Eine Hymne auf Friedrich Hölderlin“ vom Autor Bernd Lierheimer:
Gibt es einen Keim in der Welt, dann bist du's, Hölderlin!
So wie dein Lied nie vergeht, bleiben die Lippen auch stumm,
Schweige ich selbst, denn zu singen, habe ich nie gelernt.

Lierheimers Gedichte
haben eine wunderbare Sprachmelodie. Sie klingt wie ein Liebeslied an den großen Dichter Hölderlin an.
Dieses Buch ist eine Reise durch das Leben des Dichters. Er schafft es, Hölderlins Werke nicht zu imitieren, nein, er setzt sie fort in seinen eigenen Dichtungen. Oden, Hymnen und Elegien, die unter die Haut gehen, weil sie in die heutige Zeit passen. Und weil sie vom Autor selbst sprechen, von seinem Leben und seinen Sehnsüchten und Befindlichkeiten.

Dieses Buch
darf ich nicht nur allen Hölderlinliebhabern an ans Herz legen. Dieses Buch kann ich auch jenen Lesern empfehlen, die wirklich gute Gedichte lesen möchten. Lyriker können an den Texten lernen, selbst gute Gedichte zu verfassen.
Ich werde weiter nach Werken von Bernd Lierheimer suchen, bin überzeugt, dieses Werk ist aus der Liste guter Lyrik nicht mehr wegzudenken. Ich wünsche dem Autor und mir als Leserin weiterhin so ein tolles Lesevergnügen wie mit diesem Werk.

Ilona Pagel





Der Autor
Geboren 1963 in Creglingen (Mittelfranken), lebt bei Immendingen an der oberen Donau. Agrar-Diplomingenieur (Univ.), Berufsschullehrer, Sonderschullehrer für lernbehinderte und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. 2003 Heirat mit Iryna Lierheimer, geb. Topunova, zwei Kinder.
Seit 2011 an der Janusz-Korczak-Schule in Villingen-Schwenningen. Dort Initiator der Bücherausstellung "Autoren aus Baden-Württemberg und ihre Bücher" vom 4.3.-22.3.2013. Mitaussteller: Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Mitglied in der internationalen Künstlergruppe ProLyKu. 

Veröffentlichte Gedichte in mehreren Anthologien, unter anderem "10x10=100, Lyrik-Projekt, Edition Thalaia" und Literaturzeitschriften, in russischer Übersetzung, in Cherson (Ukraine), Sankt Petersburg und Moskau.

Weitere Veröffentlichungen:
        • Herausgabe eines russisch-deutschen Bandes mit frühen Gedichten: „Manchmal sehe ich die Sterne“, Verlag Ajlant, Cherson (Ukraine), 2008
         • Teilnahme an der Anthologie „Im Karussell der Träume“ mit Kindergedichten und Gutenachtgeschichten, Hrsg. Iryna Lierheimer, Papierfresserchens MTM Verlag, 2010

Homepage:            www.mypoems.de
E-Mail:                  oslt@mypoems.de


Bernd Lierheimer, Scardanelli trifft Hölderlin. Verlag edition winterwork
ISBN: 978-3-86468-410-4

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Kommentare:

Ilona Pagel hat gesagt…

liebe Elsa,
danke für die Veröffentlichung meiner Rezension hier.
Ein besonderes Buch das es verdient hat beworben zu werden.
herzlich zu Dir Ilona

Elsa Rieger hat gesagt…

Freut mich doch, liebe Ilona! Herzlich, Elsa