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Rezensionen

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26. Juli 2013

Andrea Becker, Gefahr für den Hexenwald



Dürfen Hexen Schokolade essen? Handys benutzen? Fahrrad fahren? Auf keinen Fall!

Und bisher ist die zwölfjährige Hexe Rabena auch nie auf die Idee gekommen, weil es solche Dinge im Hexenwald einfach nicht gibt ...

Als Holzdiebe aber beginnen, den Hexenwald zu fällen, verliert Rabena mit jedem gefällten Baum mehr von ihrer Zauberkraft. Jetzt muss sie wohl oder übel einen der Anderen um Hilfe bitten. Die Anderen, das sind die Menschen, die nicht zaubern können, die keine Hexen sind. Alex zum Beispiel, der Sohn des Försters. Er lebt in einer ganz anderen Welt – ohne Magie, dafür voller Technik. Hexen kennt er nur aus dem Märchen, Zauberei aus Filmen und Abenteuer aus Computerspielen.

So treffen zwei aufeinander, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Gelingt es ihnen trotzdem, den Hexenwald gemeinsam zu retten?


Rezension

Die Anderen oder die anderen,
überlegte ich gleich am Beginn des Buches, als die Hexe Rabena von den Menschen spricht. Aber dann fand ich heraus, dass es die Anderen heißen muss, da es sich bei Hexen um die Bezeichnung für die unbekannte Rasse Mensch handelt. Zumindest der jungen Hexe Rabena sind die Anderen völlig fremd, sie kennt sie nur aus Erzählungen. Wenn es nicht sein müsste, würde sie sich auch Alex, dem Jungen im Forsthaus keinesfalls nähern. Aber sie braucht Menschenhilfe, da der Bannwald in großer Gefahr ist.

Umweltbewusst
ist dieses hübsche Kinderbuch mit einem entzückenden Cover. In der Geschichte werden die Hexenkräfte geschwächt durch die drohende Zerstörung des Waldes, im wahren Leben schwächt so ein Tun alle. Rabena und Alex sind als Team kompatibel nach den ersten Schrecksekunden auf beiden Seiten. So geben sich moderne Technik und Magie ein Stelldichein, um den Holzdieben das Handwerk zu legen. Es geht in der Geschichte um Mut, Widerstand, Achtung und Freundschaft, der Text fließt, man liest liebevolle Schilderungen der Fauna und Flora im Hexenwald, sehr schön!

Lektorierte Independet-Bücher
gibt es (noch) nicht allzuviele. Es ist ein Vergnügen, ein einwandfrei geschriebenes Buch in den Reader zu kriegen. Dieses hier gehört dazu, Kompliment. Das Buch ist für Erstleser eingestuft, und das ist meiner Meinung nach nicht korrekt. Die Sprache ist wohlgelungen, aber für ältere Leser gedacht. Ich würde das Buch 10-12-jährigen Kindern anbieten. Und denen würde ich es wärmstens empfehlen!

Elsa Rieger   




Die Autorin

Andrea Becker wurde 1965 in Oberhausen geboren, studierte Germanistik & visuelle Kommunikation in Kassel, arbeitet freiberuflich als Grafik- und WebDesignerin, lebt mit ihrer Familie in Bad Homburg.

Veröffentlichungen 2012:

Snouki & Couscous
zweisprachiges eBook für Kinder
Autor: Andrea Becker,
Ilustration: Carsten Sorger
Translation: Freya Ritts-Kirby
ISBN 978-3-00-038173-7

Ach ja, das kenn ich auch
Ein Bilderbuch für an Demenz erkrankte Senioren
Autor: Andrea Becker
Verlag: Schlütersche
ISBN: 9783899932966,



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