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Rezensionen

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7. Oktober 2013

Ira Wundram, Taxi zum Himmel



Was veranlasst eine Taxifahrerin dazu, bei einem Fremden mutig Erste Hilfe zu leisten, aber vor den eigenen Gefühlen kopflos davonzurennen? Warum verkriecht sich ein Kind im Keller vor seiner Familie und lebt nur noch in einer Traumwelt? Wie geht ein KZ-Überlebender über sechzig Jahre nach seiner Befreiung mit seinen Erinnerungen um? 

In ihren Kurzgeschichten und Erzählungen, die in den Jahren 2003 bis 2012 entstanden sind, beantwortet Ira Wundram diese und andere Fragen, die das Leben so stellt.




 
Rezension
 
Die tragischen Szenen
meistert die Autorin Ira Wundram vorzüglich. Sie drückt nämlich nicht auf die Tränendrüsen der Leserschaft, sondern erlaubt einem, eigene Gefühle zu entwickeln. Sie trägt niemals zu dick auf, ihre Erzählsprache ist klar und deutlich, da gibt es keinen falschen Ton und kein Verwaschen.

Echte Kurzgeschichten
zeichnen sich im Gegensatz zur Erzählungen dadurch aus, dass man in eine Szene reinspringt und wieder hinaus, ohne große Einführung, warum und wieso es zu dem Augenblick kam, und ohne großes Finale. Das beherrscht die Autorin mM richtig gut. Man spürt die Freude am Formulieren, die sich in einem gelungenen Erzählstil niederschlägt. Kein Wort zu viel, keines zu wenig, gut!

Faszination Alltag,
meine literarische Lieblingssparte. Daher habe ich diese Sammlung sehr gern gelesen. Im Vorwort erwähnt die Autorin 3 Geschichten, die Auszüge eines nie vollendeten Romans sind. Nun, diese Texte sind mir besonders nahe gegangen, ich finde sie perfekt gebaut. Der Lieblingstext der Autorin, wie sie ebenfalls im Vorwort erwähnt, ist Titelgeber des Buches, hat mich persönlich nicht so überzeugt wie die anderen Beiträge. Alles Geschmackssache.

Technisch stimmt alles
man sieht den Texten an, dass sie ordentlich lektoriert wurden, Satzbau, Grammatik, Ausdruckskraft einwandfrei.

Eine Sammlung, für die ich sehr gern meine Empfehlung ausspreche!

Elsa Rieger   


Die Autorin
Ira Wundram erfand schon von klein auf Geschichten, die sie mit zwölf Jahren zum ersten Mal zu Papier brachte. Während des Studiums an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main schrieb sie für eine regionale Tageszeitung, später arbeitete sie zwanzig Jahre lang in der Sachbuchredaktion, der Produktion und schließlich im Fachbuchlektorat eines angesehenen Verlagshauses. 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Aus dem Blick" unter einem Pseudonym. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Wiesbaden und veranstaltet Kurse für hochbegabte Kinder und Jugendliche.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aiki-medien.de sowie auf Facebook unter https://www.facebook.com/Aikimedien.


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