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30. November 2013

Elle Marc, Zentauren küssen anders



Ein Unfall machte ihn zu dem, der er heute ist: verletzt, verbittert, einsam.
Er hat nur noch einen Wunsch: ein Leben in Freiheit, in den Wäldern, fernab der Zivilisation.
Als der Tierarzt Eric Ehrenthal die Fähigkeit erwirbt, sich in einen Zentauren zu verwandeln, sieht er sich am Ziel seiner Träume.
Gäbe es da nicht das weibliche Geschlecht, das der impotente Mann plötzlich wie magisch anzieht...

Ein HARFE-Roman. Humor.Action.Romantik.Fantasy.Erotik.


Leseprobe

Prolog

Seit Stunden sitzt er hier und ringt mit der Kälte, die von den eingeschlafenen Füßen bis zu den Oberschenkeln gekrochen ist und ein Gefühl der Blutleere hinterlässt. Die klammen Finger kleben am Fernglas, das in seinem Schoß ruht und das er ab und zu hebt, um die Lichtung abzusuchen. Nebelschwaden bilden sich, obwohl erst September ist. Tagsüber hatte es geregnet, aber am Abend konnte er doch noch auf die Jagd gehen. Die faulenden nassen Blätter haben den Boden in eine Rutschbahn verwandelt. Seine Schritte sind schon lange nicht mehr so sicher wie früher. Vielleicht wird er langsam zu alt für dieses Geschäft. Da! Vor Schreck fährt er zusammen und fast wäre ihm ein Laut entglitten als er einen Schatten wahrnimmt. Hatte sich dort nicht eben etwas bewegt? Er nimmt das Fernglas wieder hoch, hält den Atem an. Ja, dort hinten im Schutz des Waldes bewegt sich etwas auf vier Beinen. Voller Vorfreude riecht er schon den saftigen Braten, von seiner Frau liebevoll zubereitet. Der Duft nach Rosmarin und Preiselbeeren lässt ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen. Behände tastet die freie Hand nach dem Gewehr, die andere senkt das Fernglas im Zeitlupentempo. Er legt an und schaut durchs Fernrohr. Sieht zwei schimmernde Kugeln, die ihn anstarren und eine Sekunde später einen gewaltigen Körper im Nebel verschwinden. Plötzlich ist ihm mulmig zumute. Diese Augen waren keine Unbekannten. Sie erinnern ihn an ein längst vergessenes, verdrängtes Versprechen. Vergeblich sucht er minutenlang den Waldrand in beide Richtungen ab. Konnte es sein? Oder hatte ihm seine Fantasie einen Streich gespielt? Konnte er es sein? Irritiert schüttelt er den Kopf. Ein Rascheln hinter ihm unterbricht seine Gedanken. Nein, es ist unter ihm. Unterhalb des Hochsitzes. Seine Nackenhaare stellen sich auf.
Ein „Verdammt“ huscht über seine Lippen, wieso hat er den Hund nicht mitgenommen? Da knackt es laut und der Jägersteig wankt. Er schnellt hoch, doch seine Füße wollen ihn nicht tragen. Er greift nach dem rauen Geländer, spürt kaum seine Finger. Der Hochsitz neigt sich immer weiter zur Seite. Seine alten Knochen halten sich steif aufrecht, während die Knöchel seiner Finger das Holz eisern umklammern. Er kippt immer weiter in die Waagrechte und reißt sich die Hand auf. Dann geht alles sehr schnell. Er hört das Geräusch eines umstürzenden Baumes während sein Blick sich in der fallenden Dunkelheit verliert. Ein letztes Knacken vernimmt er ganz nah bei sich. Oder war es in ihm? Ein „Es ist soweit“ dringt an sein Ohr, dann wird es Nacht.

Kapitel 1

Eric drehte den Wasserregler unerbittlich in die rote Richtung. Er brüllte wie ein Eisbär in den heißen Quellen Islands, fing aber an zu lachen, weil es ihm Spaß machte, seinen Körper nach einer durchwachten Nacht zu neuem Leben zu erwecken. Er nahm sich Shampoo aus dem Spender und massierte sein ausgedünntes helles Haar. Wohin auch immer sich seine Haare in den letzten Monaten verkrümelt hatten, sie sollten sich zum Teufel scheren. Er stellte das Wasser ab. Aus dem Duschgel, das in einem Körbchen an der Seite stand, drückte er mühsam eine haselnussgroße Menge heraus bis es ihm aus der Hand flutschte.
„Verflucht nochmal“, knurrte er. Mürrisch seifte er sich mit dem wenigen Waschmittel ein und scheuerte darum ausgiebiger mit einem brettharten Waschlappen über seine bleiche Haut als wäre sie durch den Hitzeschock nicht schon rot genug. Er bückte sich nach dem Duschgel und streckte dabei sein steifes rechtes Bein aus der Duschwanne. Als seine Finger den Plastikbehälter berührten, verlor er das Gleichgewicht, schlug mit der Wange gegen das Körbchen und mit dem Ellbogen an den Wasserhahn. Sofort prasselte ein eiskalter Schauer auf ihn nieder, der seinen Atem stocken und sein Herz stolpern ließ. „Dieses verflucht verfluchte Bein“, würgte er aus einem Zustand, den man als schockgefroren bezeichnen konnte.
Beim Aufstehen öffnete er die Augen, schrie ein „Scheiße“ in den Brausestrahl, und presste eine zehntel Sekunde später die Lider fest aufeinander. Das Shampoo brannte höllisch. Wütend warf er das Duschgel in die Duschwanne, traf aber nur seinen linken Fußrücken. Er stöhnte.
Himmel, Arsch und Wolkenbruch! Jetzt ist es aber genug!
Blind tastete er nach dem Wasserhahn, um ihn ins Warme zu drehen. Nur zögernd erholten sich Herz und Lunge von dem Kälteschock und Eric keuchte ein „Was für ein Morgen“ an die nassen Fliesen, gegen die er seine Stirn gelehnt hatte.
Mit hochgezogenen Brauen betrachtete er sein Spiegelbild und überlegte beim Anblick der geröteten Augen und der aufgesprungenen Wange, ob es nicht besser wäre, gleich wieder ins Bett zu gehen. Schließlich zuckte er die Schultern und nuschelte: „Einem Krüppel kann das schon mal passieren.“

Eine Stunde später saß Eric in der Besprechungsrunde, die sein Vorgesetzter jeden Montagmorgen abhielt. Er gähnte verstohlen in seine Hand, während sich in seinem Gehirn nichts als leere Seifenblasen tummelten. Wieder einmal hatte er eine dieser schlaflosen Nächte hinter sich gebracht, die ihn seit einem Jahr aufsuchten und die sich nur dadurch von den anderen unterschied als sie im Bad ihren krönenden Abschluss gefunden hatte. Bleischwer war sein Wochenende an ihm vorbeigezogen genau wie die Regenwolken, die am Firmament festklebten. Seine Wange pochte unaufhörlich und er wusste, dass sich früher oder später im gleichen Takt pulsierend gnadenlose Kopfschmerzen einstellen würden. Es war nur eine Frage der Zeit. Aus weiter Ferne hörte er Dr. Huber wie er mit lauten Worten einen Artikel aus der Kronacher Tageszeitung vorlas.
„Jagdunfall oder Drohung? Bankdirektor endet im Rollstuhl. Als ihr Mann am Sonntagmorgen immer noch nicht von der Jagd zurückgekehrt war, verständigte die Ehefrau die Polizei. Nach mehrstündiger Suche wurde der Jäger unter einem zusammengebrochenen Hochsitz geborgen. Er war ansprechbar, aber reglos. Im Krankenhaus stellte man einen gebrochenen Halswirbel fest. Der Jäger wird nie mehr auf die Jagd gehen können. Weitere Ermittlungen der Polizei stehen noch aus.“
Stille. Beim Wort Rollstuhl spülte es Eric sein Frühstück den halben Weg vom Magen in die Speiseröhre hinauf. Er spürte wie die Säure die Schleimhaut verätzte, biss die Zähne zusammen und stemmte eine Faust gegen den Solarplexus.
Oh Gott. Nicht jetzt. Dieser Körper macht langsam was er will.
Die Mitarbeiter des Veterinäramtes standen in einer ausgedienten Küche beim Kaffee zusammen.
„Da ist doch was faul. Das schreit doch zum Himmel“, entfuhr es Dr. Huber. Eric würde es nie verstehen wieso sein Chef sich so künstlich aufregte. Was kümmerte ihn der Fischer? Es lag doch auf der Hand. Der Mann war alt und hatte im Wald nichts mehr zu suchen.
„Ist schon seltsam“, murmelte er nachdem er einen tiefen Atemzug genommen hatte, darauf bedacht, die richtigen Worte zu finden, „aber wer so alt ist wie der Fischer sollte nicht mehr auf die Jagd gehen.“
„Ein Jäger ist nie zu alt für seine Leidenschaft.“ Der empörte Ausruf des Veterinärdirektors ließ Eric einen Schritt zurücktaumeln.
„Herr Kollege, ein Amtstierarzt sollte immer auch etwas von der Jagd verstehen, begreifen Sie das endlich. Übrigens, es beginnt ein neuer Kurs. Werden Sie uns beehren?“
Das hämische Grinsen seines Vorgesetzten brachte ihn normalerweise immer auf die Palme, doch heute hatte ihn die Magensäure fest im Griff. Das einzige, was ihm einfiel war: „Sie wissen doch, mir fehlt die Leidenschaft.“
Er kann es einfach nicht lassen.
Unterdrücktes Lachen machte sich unter den anderen Männern breit, die Dr. Hubers Sticheleien gegen ihn gewohnt waren.
„Liegt noch etwas an?“, fragte Eric mit starrem Gesicht und geballten Fäusten, die er hinter seinem Allerwertesten verbarg. Seine Laune befand sich sowieso schon zwischen den Karteileichen eines Begräbnisinstituts.
„Haben Sie es heute eilig?“ Dr. Huber taxierte ihn und schmunzelte. „Auf meinem Schreibtisch liegt eine Beschwerde. Da müssten wir heute noch hin.“
Eric drehte sich missmutig um. Wenn der Chef von „wir“ sprach, meinte er im Allgemeinen, dass er die unliebsamen Arbeiten an ihn delegierte. Seine ungleichmäßigen Schritte hallten den Gang entlang, doch nicht laut genug, um die Sätze, die er nicht hören sollte, zu übertönen: „Finden Sie es richtig, ihn allein dort hinzuschicken?“ und „Er sagt doch immer, wir sollen ihn nicht behandeln wie ein rohes Ei.“ Es war nicht neu, dass die Kollegen in seiner Abwesenheit über ihn redeten und eigentlich war es ihm auch egal. Und dennoch, heute verhärteten sich seine Lippen unwillkürlich zu einem schmalen Strich. Es war erschütternd, festzustellen, dass sie noch nicht einmal den Anstand besaßen, zu warten bis er die Tür hinter sich geschlossen hatte.
„Guten Morgen, Eric.“ Hanne Langs fröhliche Stimme zog seinen Blick auf die Sekretärin.
„Guten Morgen, Sonnenschein.“ Er seufzte laut und wandte den Kopf in Richtung Küche: „Er ist heute wieder gut drauf.“
„Kein Wunder. So ist er immer, wenn es um die Jägerlein geht.“
„Meine Nerven.“
„Oh Gott, Eric, wie siehst du denn aus?“, rief sie plötzlich erschrocken.
„Frag nicht!“
Hanne zog die Augenbrauen bedenklich in die Höhe und Eric sah sich genötigt, seine morgendliche Duscheskapade zum Besten zu geben.
Hanne schüttelte nur den Kopf bevor sie das Thema wieder wechselte: „Wie lange bist du jetzt schon hier?“
„Drei Jahre.“
„Also langsam müsstest du wissen wie er tickt.“
„Du meinst, es müsste endlich abfärben?“
Eric überlegte kurz wie es sein würde, jeden Tag von acht bis fünf im Büro zu sitzen, um anschließend zuhause sein Tagwerk zu vollenden. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Noch zweiunddreißig Jahre lang. Und stieß ein „Nie im Leben“ aus.
Lieber Gott, bewahre mich vor diesem Schicksal!
„Dein Wochenende war wohl nicht allererste Sahne?“
„Eher wie saure Milch.“
„Was war es diesmal?“
„Der Rücken.“
„Wann warst du das letzte Mal beim Arzt?“
„Keine Ahnung.“
Hanne zog die Stirn in Falten und wartete.
„Du weißt doch, ich hasse Ärzte.“
„Das war nicht immer so.“ Hanne schaute ihn mit zusammengekniffenen Augen an, was wohl streng wirken sollte, und schüttelte den Kopf.
„Alles Kurpfuscher“, entgegnete er.
„Hol dir wenigstens Deine Unterlagen bei ihr.“
Eric schüttelte den Kopf, steuerte zum Schreibtisch vom Chef und nahm ein Blatt Papier hoch, das nach einem Fax aussah.
„Du bist verantwortungslos!“
„Ich bin Veterinär.“
„Da! Da sind die ersten Anzeichen!“ Hanne lachte.
„Oh Mann, ich geh jetzt.“
„Bis nachher. Vergiss die Proben nicht.“
„Auch das noch“, brummte er und flüchtete in sein Büro.

In seinem Zimmer öffnete er das quietschende alte Holzfenster und die neblige Morgenluft waberte in den angestauten Mief des Wochenendes. Die eingegangenen E-Mails überflog er kurz, um sie dann eiskalt zu löschen. Sein Blick fiel auf das Papier, das vor ihm lag. Eine anonyme Tierschutzanzeige. „Abgemagerte Pferde, Misthaufen, kein Wasser, kein Strom, verwahrlost, bla bla bla...“ Streit zwischen Nachbarn. Das leidige Thema.
Mühsam konzentriert und nicht ohne schlechtes Gewissen wandte er sich den Aktenvermerken zu, die er noch schreiben musste. Fälle der vergangenen Woche, an die er sich nur vage erinnerte. Seine Finger huschten wie von Geisterhand über die Tasten. Bei den letzten Zeilen klingelte das Handy an seiner Brust und ließ ihn zusammenzucken. Die ruckartige Bewegung brachte ihm einen bohrenden Stich im Rücken ein und er vergaß, dass er die grüne Taste längst gedrückt hatte.
„Aaaahh! Halleluja! Ehrenthal.“ Stille am anderen Ende. „Ehrenthal, hallo?“
„Hallo Eric. Hier ist Bernd. Erinnerst du dich?“
Wer zum Teufel?
Er hielt inne. Ein flaues Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Eric erkannte die Stimme, zögerte aber noch mit der Antwort. Wie kam Bernd an seine Nummer?
Leise antwortete er: „Klar. Wie geht es dir?“
„Soweit ganz gut. Ich dachte schon, ich hätte die falsche Nummer gewählt. Kirchenamt oder so.“ Bernd kicherte albern in den Hörer. Eric blieb stumm.
„Hör zu“, begann Bernd.
Was sollte ich sonst tun?
„Da es so aussieht als wäre ich zurück, wollte ich dich auf ein gemütliches Bier einladen?“
Eric atmete hörbar ein und entrang sich ein unschlüssiges „Ich weiß nicht.“ Er machte sich nicht mehr die Mühe, seine Abneigung gegen Gesellschaft zu überspielen. Wie er es hasste, überrumpelt zu werden. Wenn ihn doch alle nur in Ruhe ließen. Allerdings tat Bernd ihm Leid, jetzt wo sein Vater im Rollstuhl saß.
„Der alten Zeiten wegen, komm schon. Wie wäre es am Donnerstag?“
Erics Gedanken zogen sich wie Kaugummi. Wo zum Henker blieb die geniale Ausrede? Auch das noch. Nach der Arbeit würde er als Erstes zur Apotheke fahren und Vitaminpillen besorgen. Ein Versuch konnte schließlich nicht schaden, um die grauen Gehirnzellen wieder in Schwung zu bringen. Zu guter Letzt gab er sich geschlagen und murrte ein: „Na gut...und Bernd...das mit deinem Vater tut mir Leid.“
„Der alte Herr sieht ganz schön mitgenommen aus. Der Schreck steckt ihm wohl noch in den Gliedern. Aber über deinen Besuch würde er sich sicher freuen.“
Wollte Bernd wirklich, dass er seinen Vater besuchte? Er hatte den alten Fischer noch gut in Erinnerung: herrschsüchtig, geachtet, gefürchtet, geizig. Ein Patriarch, der das Leben seiner Familie und der Mitarbeiter in der Bank mit eiserner Hand regierte.
„Er wird gar nicht mehr wissen wer ich bin.“
„Sei nicht albern. Du gehörst praktisch zur Familie. Wollen wir uns im Alcazar treffen? Wie früher?“
Bernd ließ einfach nicht locker und Eric raunte ein „Okay. Am Donnerstag um sieben?“ in den Hörer.
„Supi. Bis dann, Alter“, frohlockte Bernd am anderen Ende der Leitung.
Mir bleibt wirklich nichts erspart! (...)


Rezension hier im SALON

Die Autorin
Ich wurde 1968 im Frankenwald geboren, einem herb-romantischen Flecken Erde im nördlichen Bayern. Mein Herz schlägt noch heute für die wilde Schönheit der fränkischen Natur, auch wenn ich - durch Studium und Beruf umtriebig geworden – zurzeit mit meinen Lebensgefährten und meinen Tieren im Südwesten Deutschlands lebe.

Fasziniert und inspiriert von den Filmen „Twighlight“ und „Herr der Ringe“ – nun, ich mache keinen Hehl daraus - flogen mir die Ideen für meine erste Fantasy-Geschichte über den Tierarzt Eric, der sich in einen Zentauren verwandeln kann, nur so zu.
Sicherlich kam ich auf die Zentauren, weil sie in der Literatur eher wenig Beachtung finden, zumindest im Vergleich zu anderen Fantasiegestalten wie Vampiren, Werwölfen, Dämonen, Elfen oder Engeln. Nicht dass ich etwas gegen Vampire hätte, ganz im Gegenteil: ich liebe sie. Trotzdem überwog der Wunsch, den stark vernachlässigten Zentauren zu einem Auftritt auf der Bühne der Literatur zu verhelfen. Meine Leidenschaft für Pferde wurde mir sprichwörtlich in die Wiege gelegt.

Jetzt taucht natürlich ein ganz großes Fragezeichen auf: darf es ein solches Buch überhaupt geben? Eines, in dem Spannung, Liebe, Fantasy, Alltag, Humor, Romantik und Erotik miteinander verschmelzen? Die Antwort war schnell gefunden, denn es fanden sich weder Agenten noch Verlage, die sich darauf einlassen wollten. Ein solches Buch wäre schwer zu platzieren und es folge auch nicht dem heutigen Mainstream bekam ich zu hören. Jetzt hatte ich aber drei Jahre - neben meinem "normalen" Job - in dieses Buch investiert und weigerte mich, das so einfach hinzunehmen und schlicht aufzugeben. Bei kranken Tieren tue ich das ja auch nicht. Kurz und gut, ich gab dem Kind einen eigenen Namen und taufte meine Geschichte als HARFE-Roman. Das steht für Humor, Action, Romantik, Fantasy und Erotik. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht schon ähnlich gestrickte Bücher gibt, die eben kurzerhand in ein Genre hineingepresst wurden.

Was mich über die Maßen begeisterte, war die Tatsache, dass ganz viele andere Autorinnen und Autoren den Weg über einen eigenen Verlag gegangen sind und ihre Bücher zuerst nur oder ausschließlich als E-Books herausgegeben haben. Das machte mir Mut, diesen Weg auch selbst zu gehen.


Elle Marc, Zentauren küssen anders

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