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Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

23. November 2013

Holger Hoyck, 40 Mille





Wenn unverhofft ein Betrag mit 8 (!) Zahlen vor dem Komma auf dem Konto auftaucht, das nennt man mit Fug und Recht eine schwarze Zahl.
Für den Langzeitstudenten Sören ist es der Auslöser für ein furioses Durcheinander, aus dem hier nur drei Fragen ans Licht gezerrt werden sollen: Wie lange kann ein Gouda im Kühlschrank liegen? Kommt in der Geschichte wirklich ein Vulkan vor? Und was sagt Eddie dazu? Wer ist überhaupt Eddie? Ok, das waren vier Fragen.



Rezension

Mensch, Jungs, seid ihr total bekloppt?
Obwohl ... wär ja schon klasse, einfach so einen Buchungsfehler von 40 Mille plus auf dem Kontoauszug zu lesen... Aber so wahnsinnig zu sein, das Geld trickreich abzustauben, nein, also das hätte ich mich nie getraut. Ich bin ja auch nicht so bescheuert naiv wie die beiden Studenten, die sich, unterstützt durch eine zauberhafte Person, die ein Geheimnis umgibt, die Knete glatt unter den Nagel reißen! Das hat natürlich Folgen, bringt eine Lawine ins Rollen, an die die 3 natürlich nicht gedacht hatten. Dazu gibt es eine bittersüße Liebesgeschichte, eine wilde Fluchtaktion und ja, tatsächlich auch einen aktiven Vulkan.

Und wie ein Vulkan sprudelt
die unglaublich lässig erzählte Story durchs Buch, quillt aus den Buchstaben, reizt zum Lachen, was für ein Vergnügen. Sehr erfrischend, an Roadmovies aus der Beatnik-Ära erinnernd. Die beiden wahnsinnigen Jungs, vor allem Eddie mit seinen schreiend rot gefärbten Haaren auf ihren Abenteuern zu begleiten, sie mit einer Mörderpartie verfolgen, die die Kohle wiederhaben will, das alles ist ganz köstlich formuliert.

Macht Geld wirklich happy?
fragt man sich gemeinsam mit den Protagonisten des Romans. Wer siegt? Das Böse oder das Gute? Wie es ausgeht, verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: Dieses Abenteuer im rockigen Sound sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ich habe mich schon lange nicht so gut unterhalten gefühlt, das kracht!

Südfrankreich
ist ein Schauplatz, der über eine lange Strecke des Romans eine Rolle spielt. Dafür hat Holger Hoyck einen Kuss verdient, denn ich liebe die Atmosphäre, die hier sehr gelungen eingefangen wird.

Technisch
ist das Buch mittlerweile überarbeitet worden, kleine Mankos und Flüchtigkeiten wurden ausgemerzt, alles paletti.       

Eine herzliche Leseempfehlung!

Elsa Rieger


Leseprobe hier im SALON

 

 

 

Über den Autor

Holger Hoyck (Jahrgang 1959) lebt in der Nähe von Göttingen und hat sich erst vor kurzem dem Schreiben zugewandt („da hatte ich schon lange eine Rechnung offen“).
Der Vater von drei Töchtern ist außerdem als Musiker unterwegs – und in der deutsch-indonesischen Band 'Sayur Mayur' für die Texte zuständig.

Holger Hoyck, 40 Mille
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1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Nee, wenn das eh nur über Amazon verfügbar ist, der Autor im 1. Drittel der beim Vertreiber gratis verfügbaren Leseprobe trotz Überarbeitung schon 12 (!) Rechtschreibfehler gemacht hat und das Ganze dann eh als Roadmovie mit Räuber und Gendarm endet und ziemlich literaturfrei ist, dann ist es kein richtiger Schelmenroman und ich erspare mir das!