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27. November 2013

Nicholas Vega, Demor – einfach bösartig



100% Bosheit, der Rest Knochen: Als Oberfiesling hat es Lord Demor nicht leicht. Sechshundert Jahre und nie konnte er einen Helden töten. Schuld sind die Gesetze der Fantasie, in denen niedergeschrieben ist, dass das Gute stets triumphiert. Dabei gäbe sich Demor bereits mit der Weltherrschaft zufrieden. Was tun? Genau! Die Geschichte muss neu geschrieben werden. Gemeinsam mit dem kopflosen Reiter, der Eisernen Jungfrau und einem tollpatschigen Ork rückt er Erzfeind Gabriel Syxpak auf den Blechpanzer, denn der strahlende Recke kennt das Versteck der Gesetze.

Eine phantastische Geschichte für heitere bis bewölkte Stimmung, von epischem Ausmaß und mit vier Bösewichten, die man einfach gut finden muss.


Rezension

Verblüffte Fragen, Augenreiben
waren meine ersten Reaktionen, als ich Demor aufschlug. Denn ich hatte mich lange gesträubt, dieses Buch aus dem Genre Fantastika mit Grusel zu lesen, da ich im Grunde keine Lust mehr auf solche Geschichten habe. Es gibt einfach zu viele davon, der eBook-Markt ist ziemlich gesättigt (so wie ich auch), aber dennoch sprießen diese Geschichten wie Unkraut weiter, finden durchaus auch geneigte Leser. Nur ich mag nimmer.

Aber dann, sehr schnell, begann ich leise zu Kichern,
schließlich laut zu lachen, denn was Nicholas Vega hier leistet, ist einfach herrlich erfrischend! Was für ein vergnüglicher Bösewicht! Geradezu Slapstickartig wird Demors Schicksal beschrieben. Auf seinem Weg raus aus den Höhlen trifft er den tapsigen Ork Bult, ein hässliches Geschöpf, aber eigentlich eine Seele von einem Monster. Als Demor, das Knochending von „großer Macht“, endlich die Erdoberfläche erreicht, begegnen ihm der kopflose Reiter und die eiserne Jungfrau, die ihn gleichfalls begleitet auf seinem Rachefeldzug gegen Sykpak (herrlich!) den strahlenden Helden, um ihm ein für alle Mal in seine Schranken zu weisen.

Misserfolge pflastern Demors Weg
Das macht ihn derart liebenswert, ich konnte einfach nicht genug davon kriegen.
Eine Heldenreise der besonderen Art: Komisch, klug, kraftvoll geschrieben, immer mit einem Augenzwinkern. So mag ich Dämonen, bezaubernd.

Originelle Charaktere
zeichnen die Geschichte aus, lebendig, mehrdimensional, keiner ist nur böse oder nur gut, man versteht die Beweggründe absolut. Antihelden, wie ich sie schätze.
Auch das Ambiente ist plastisch und detailreich, ein Vergnügen. Die Ideen sind wirklich einmalig köstliche, Metaphern gut eingesetzt, ich kann nichts Negatives über das Buch sagen.

Technische Ausführung und Cover,
beides gelungen, kaum Fehlerchen, die zu vernachlässigen sind. Das Cover leuchtet gefährlich, passt sehr gut.

Ich würde mir wünschen, dass sich viele Leser das Vergnügen gönnen, Demor, den Schröcklichen, zu begleiten. Vergnügte Empfehlung!

Elsa Rieger

  

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Der Autor
Nicholas Vega, Jahrgang 1977, flüchtete sich bereits seit Kindertagen in phantastische Welten. Schwert und Magie waren für ihn die verführerischen Mächte, der Hauch des Mystischen und das Gefühl von Abenteuer. Die Faszination für das Fantasy-Genre lässt ihn bis heute nicht los.
Neben einem Vollzeitjob, in dem er versucht die Welt zu retten, einer lieben Ehefrau, die seine »Macken« tapfer unterstützt, und zwei kleinen Rabauken, die ihrem Vater in vielen Dingen nacheifern, schreibt er Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Seit Juni 2012 wird er von einer wunderbaren Literaturagentur vertreten. Professionelles Self Publishing ist für ihn ein inspirierender Teil des Buchmarkts.

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