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21. November 2013

Winacht und Noel, Flederzeit Band 2



Matthias erscheinen seine Erlebnisse in der Vergangenheit inzwischen nur noch wie ein schöner Traum, Ausgeburt seiner überschäumenden Phantasie. Er hat sich mit seinem realen Leben arrangiert und findet, es könnte so bleiben. Wenn da nicht der Verlag wäre, der sein Manuskript angenommen hat und als Buch herausbringen will. Bedingung jedoch: Teil Zwei muss folgen. Und das möglichst schnell. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: Was Matthias auch probiert, er ist total blockiert. Irgendwann gibt er seinen Widerstand auf und geht in die Hütte zurück, um dort in Schreibfluss zu kommen. Doch statt Inspiration findet er auf dem Berg den mittelalterlichten Kittel, die Hose – und seine Digitalkamera. Das bringt die Wende, denn gegen die Fotos von Mila und Ilya helfen keine vernünftigen Argumente mehr: Was er aufgeschrieben hat, hat er zuvor erlebt. Jetzt nur noch versessen darauf, die beiden wiederzusehen, geht Matthias in die Höhle, auf der Suche nach den bissigen Fledermäusen. Was er aber vorfindet, als er tatsächlich einen Weg in die Vergangenheit findet, verschlägt ihm den Atem …


Rezension

Zuerst möchte ich mich bei den beiden Autorinnen
herzlich bedanken, dass sie beschlossen haben, die Flederzeit weiterzuführen. Mir hat schon Teil 1
ausgesprochen gut gefallen, und der Folgeband hat mich ebenfalls „erwischt“. Die Idee, dass ein Liebespaar durch hunderte von Jahren getrennt ist, ist richtig gut. Der sehnsüchtige Protagonist Matthias will in die Vergangenheit, die Protagonistin Mila verzehrt sich nach ihm im Mittelalter.

Würde alles glatt gehen
müsste es das Buch nicht geben. Das wäre schade, denn die beiden Autorinnen erzählen farbig und ausladend (am Beginn für mich etwas zu langsam, bis es richtig losgeht), spannend und immer wieder mit einer Portion Humor gewürzt. Gute unerwartete Wendungen, Rätselhaftes, dass aber aufgelöst wird, gelungen. Auch der Eros kommt nicht zu kurz, was ja in einer Liebesgeschichte ein Muss ist.
Insgesamt ist dieser Teil fröhlicher, leichter als Band 1, flockig-locker geht es dahin. Aber zum Ende hin, du meine Güte, sehr aufregend, und alles noch offen, da es ja einen 3. Teil geben wird.

Mittelalterlich firm
scheinen mir die Autorinnen. Sie haben sicher viel Zeit aufgewendet für Recherchen, Kompliment! Da gibt es viel Interessantes über die Zeit zu lesen, interessant, sich eine Weile in der Zeit aufzuhalten, Johann ist ja immer schon mein Lieblingsmann in der Flederzeit, und auch hier werde ich nicht enttäuscht von dieser anziehenden erotischen Figur. Würde Mila nicht für Matthis ... naja, ist aber so. Habe ich im 1. Teil ein bisschen herumgemotzt der modernen Dialoge wegen, fällt das im 2. Teil weg, da die Sprache mittelalterlich daherkommt.

Mein Fazit:
Professionell geschrieben, ausgesprochen gut charakterisierte Figuren, ein lebendiger Plot, technisch einwandfrei, schieres Lesevergnügen.
Wärmste Empfehlung für Flederzeit Band 1 und 2!

Elsa Rieger

      


Die Autorinnen
Maria G. Noel
„Ich möchte den Menschen schöne und spannende Geschichten erzählen!“
Jahrgang 1958, Diplom-Sozialpädagogin, verheiratet, zwei Kinder, wohnhaft in Oberbayern.
Intensiv schreibt sie seit 2008. Zunächst zur Übung innerhalb eines vorgefertigten Rahmens, mit verschiedenen Veröffentlichungen im Internet. Zahlreiche Rückmeldungen haben ihr bestätigt, dass sie mehrheitstauglich schreiben kann.
Dabei hat sie Runa kennen- und schätzen gelernt. Gemeinsam mit ihr ist sie in Schreibtechnik, Perspektiven- und Prämissenarbeit getaucht, hat ihren Schreibhorizont erweitert und durch gemeinsame Überarbeitung der bereits bestehenden Geschichten gelernt, das, was sie bisher rein intuitiv getan hatte, nun gezielt einsetzen zu können.
Maria mag bunte, dichte, actionreiche, vielfädrige Plots, liebt es, Spuren und Andeutungen auszustreuen und später alle Fäden zusammenzuflechten und schließlich aufzulösen.
Ihre Figuren verhalten sich menschlich, normal, wie du und ich. Das, was in ihnen vorgeht, übersetzt sie gern in symbolische, konkret beobachtbare Außengeschehnisse. Sprache dient für sie dazu, das, was sie erzählen will, so auszudrücken, dass jeder es versteht.
Zwei Jahre schrieb sie für verschiedene Zeitschriften Kurzromane, sogenannte True-Stories, und Kurzkrimis.
Ihre Kurzgeschichte: 'Cassiels Wunder' gewann bei einem Schreibwettbewerb und wurde in der Anthologie 'Geschichten vom Fliegen IV' veröffentlicht.

Runa Winacht
„Ich möchte das, was ich über Beziehungen gelernt habe, in Geschichten verpacken und Leser dazu bringen, darüber nachzudenken!“
Jahrgang 1970, Sonderschul-Beratungslehrerin und angehende Heilpraktikerin für Psychotherapie, verwitwet, vier Söhne, wohnhaft in Schleswig-Holstein.
Mit dem Schreiben hat sie nach dem Tod ihres Mannes begonnen – ein Fanfiktion-Beziehungsdrama, um ihre anfangs komplizierte Beziehung mit ihm aufzuarbeiten und ihn in Gedanken näher heranzuholen.
Ihr Hauptinteresse galt schon immer zwischenmenschlichen Beziehungen und wie diese sich entwickeln. In ihren Geschichten lässt sie den Leser an jedem einzelnen Schritt dieser Entwicklung teilhaben. Die dramatische und leicht idealisierte Handlung spielt sich hauptsächlich im Innern der Protagonisten ab. Sie erzählt, was diese denken und fühlen und wie das ihr Handeln beeinflusst.
Früher neigte sie dazu, Außengeschehnisse zu ignorieren und nur rein prämissenrelevante Innenhandlung zu schreiben. Erst in ihrer Zusammenarbeit mit Maria konnte sie davon überzeugt werden, dass äußere Ausschmückungen notwendig sind, um eine Geschichte leichter und unterhaltsamer zu gestalten.

Runa und Maria haben sowohl einzeln als auch gemeinsam bereits mehrere Romane geschrieben. 'Flederzeit – Der Sturz in die Vergangenheit' ist ihre erste Veröffentlichung.





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