Salon

Salon

Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

18. Dezember 2013

Dorothee Haering, Yoga mal anders



»Yoga mal anders« ist ein E-Buch für den unkomplizierten Einstieg in die Welt des Yoga: Garantiert frei von spirituellen Glaubenssätzen und Heilsbotschaften, frisch aufbereitet und locker geschrieben mit einem Augenzwinkern für Menschen die unverkrampft an ihrer Körper- und Geisteshaltung arbeiten möchten. So klappt Yoga auch!

Es ist ein praktisches Übungsbuch, auch für Gelegenheits-Yogis oder Menschen die nicht ganz so beweglich sind. Dank einfacher Hilfsmittel wie Gurte, Decken und Blöcke muss niemand auf die Power der Asanas (Haltungen) verzichten und jeder kann den maximalen Nutzen aus Yoga ziehen. Eine sanfte Methode, die aber eine starke Wirkung zeigt – inklusive Schweißtropfen und Fettverbrennung.

Alle Übungen sind leicht nachvollziehbar aufgrund von Fotos und detaillierten Schritt-für-Schritt Anleitungen. Außerdem wird das Programm abgerundet mit Themen wie High-Energy-Atmung und Entspannung, Philosophie des Übens oder Achtsamkeit und Flow.
Und im Nachschlag gibt es einen kurzen geschichtlichen Yoga-Abriss, und Texte und Bücher, die sich auch kritisch mit dem Thema Yoga auseinandersetzen.

Das Motto des Buches lautet: Handeln Sie nach Ihrem Gusto und nehmen Sie sich das, was Ihnen Yoga bieten kann.


Leseprobe

Einführung: Yoga

Energy-Management: All included
Yoga ist das perfekte Energy-Management, um die Akkus wieder aufzuladen, das körperliche und geistige System zu steuern und bei Bedarf neu auszurichten.
Atemfunktion, Herz-Kreislauf-System, Nerven, Drüsen oder innere Organe – sie alle werden von Yoga unterstützt. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden stimuliert und gestärkt. Muskeln und Gelenke, Sehnen und Bänder werden obendrein bei dieser wirkungsvollen Methode gestreckt und gekräftigt. Die Beweglichkeit und Spannkraft nimmt zu und Sie fühlen sich insgesamt vitaler und lebendiger.
Der Aha-Effek ist vorprogrammiert. Sie werden sehr bald feststellen, keine Praxis bietet so ein gut aufeinander abgestimmtes System aus Entspannung, Körpertraining, Atmung und verschiedener Stufen der Meditation wie Yoga. Und dies alles ohne esoterischen Heilsbotschaften und Erlösungsvisionen.
Hinweis
  • Lesen Sie vor Ausführung einer Übung die Hinweise.
  • Seien Sie bei gesundheitlichen Einschränkungen – Bluthochdruck, Rückenbeschwerden, Knieproblemen, Thrombose, Arthritis, Arthrose – und während der Schwangerschaft, nach einer Krankheit oder bei Unwohlsein besonders behutsam und vorsichtig. Diese Liste ist keinesfalls vollständig und ersetzt nicht den fachmännischen Rat eines Arztes.
  • Bei akuten Beschwerden, Schmerzen und Infekten sollten Sie auf das Üben vollständig verzichten.
  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob Yoga für Sie geeignet ist, fragen Sie Ihren Arzt, Physiotherapeuten oder üben Sie unter der Anleitung eines zertifizierten Yoga-Lehrers.
»Worte reichen nicht aus. Man muss Yoga selbst erfahren«. B.K.S. Iyengar

Richtig üben: Die Energy-Praxis

Wann üben Sie am besten
Yoga können Sie stets üben, außer unmittelbar nach einer größeren Mahlzeit. Keine strengen Regeln schreiben Ihnen vor, wie Sie Ihre Energy-Praxis gestalten. Entwickeln Sie Ihr persönliches Ritual. Ein Twist am Frühstücktisch, eine kleine Nackenentspannung in der Mittagspause, ein paar Atemübungen vor dem Schlafengehen oder Dehnübungen vor dem Sport: Alles ist möglich, Ihr Körper wird es Ihnen danken. Optimal wäre, Sie fänden jeden Tag eine halbe Stunde Zeit, um ungestört und ohne Hektik zu üben. Seien Sie mit Ihrer Zeitplanung aber realistisch. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, aber halten Sie wenn möglich Ihre Yoga-Zeiten ein. Effektiver ist es, täglich 20 Minuten zu üben, als einmal in der Woche eine Stunde. Wenn Ihnen ein regelmäßiges Üben nicht gelingen will, lösen Sie sich von dieser Vorstellungen, kleine Auszeiten zeigen auch ihre Wirkung. Das wichtigste ist: lassen Sie sich nicht von Ihrem schlechten Gewissen tyrannisieren.
  • Morgens nach dem Aufstehen tanken Sie Energie für den gesamten Tag.
  • Abends vor dem Zubettgehen kann Yoga helfen, Verspannungen abzubauen.
  • Wo üben Sie am besten
  • In einem ruhigen und gut gelüfteten Raum, der angenehm temperiert ist.
  • Im Sommer auch im Freien auf ebener Fläche, meiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung.

Die Philosophie des Übens
Sportlicher Ehrgeiz, Leistungs- oder Konkurrenzdenken haben im Yoga einfach keinen Platz. Bei Yoga zählt: Weniger ist mehr. Als oberste Yoga-Prinzip gilt der liebevolle Umgang mit sich selber und in der Gegenwart verankert zu sein. Hört sich leichter an als es ist. Wer schon mal versucht hat, alle störenden Gedanken auszublenden, zu entspannen und an »nichts« zu denken, merkt schnell, wie schwer das ist. Kein Wunder in diesen hektischen Zeiten, mit der schnellen digitalen Kommunikation, den To-do-Listen und der allzeit Erreichbarkeit. Es Bedarf einiger Übung, um das Kopfkino leiser zu stellen oder sogar abzuschalten. Das Gute ist: bereits kurze »Ruhemomente« steigern die Wahrnehmung und dies fördert die Klarheit oder, wie es die Buddhisten nennen, das Gewahrsein, oder Achtsamkeit.
Lassen Sie bei Ihrer Yoga-Praxis die Zeit für sich arbeiten. Haben Sie den Mut und die Geduld, die Schwachstellen und blinde Flecke zu erforschen. Akzeptieren Sie Ihre Tagesform und fühlen Sie den Wandlungsprozess, der durch wohldosiertes, regelmäßiges Üben einsetzt. Einige Übungen werden Sie als leicht und angenehm empfinden, andere als schwer und einige als unausführbar. Seien Sie außerdem nicht verwundert, sofern Ihre rechte und linke Körperseite bei den Übungen unterschiedlich reagieren. Finden Sie das richtige Maß zwischen Herausforderung und Loslassen und unterscheiden Sie zwischen Motivation, Disziplin und falschem Ehrgeiz.

Hinweis
·        Wenn Ihr Atem nicht ruhig fließt, strengen Sie sich zu sehr körperlich oder geistig an.
·        Achten Sie darauf, dass Ihr Kopf nicht mehr will, als Ihr Körper zu leisten vermag.
·        Zwingen Sie Ihren Körper nicht in eine Yoga-Stellung. Bleiben Sie im Rahmen Ihrer Beweglichkeit und vermeiden Sie Überdehnungen.
·        Achten Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers. Wenn Schmerzen oder Unwohlsein bei der Übung auftreten, begeben Sie sich langsam zurück in die Ausgangshaltung.
·        Für alle Übungen gilt: Ein Zieh- und Dehnschmerz zeigt Ihnen die Blockaden und die Grenzen auf. Halten Sie die eingenommene Position eine bestimmte Zeit und beginnen Sie dann durch tiefes Atmen die Blockaden langsam auszuweiten.
·        Nehmen Sie zwei Stunden vor der Yoga-Praxis keine schwere Mahlzeit ein.
·        Führen Sie die Übungen im Stehen barfuß aus. Bei Übungen im Sitzen und der Schlussentspannung können Sie Socken tragen.
·        Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Schlussentspannung.
»Beim Üben der Yoga-Asanas lernen Sie die Kunst des Korrigierens«. B.K.S. Iyengar

Schulter – Arme – Hände

Kopf hoch, Schulter runter
Schon wieder: Der Nacken schmerzt. Der heiße Wasserstrahl unter der Dusche schafft keine wirkliche Verbesserung – alles wie Beton. Vielleicht mal wieder zu lange vor dem Computer, Tablett oder Handy gesessen. Das neuste Phänomen der Computer-Generation ist der Handy-Nacken. Blick nach unten und dies über Stunden. Kein Wunder wenn das dichte Nervengeflecht im Bereich der Halswirbelsäule besonders sensibel auf diese Haltung reagiert. Die beste Vorbeugung ist, ob Computer oder Handy, nicht zu lange in einer Position verharren und die Ergonomie am Arbeitsplatz zu optimieren. Viele gute Tipps zu diesem Thema finden Menschen die am Computer arbeiten unter Muckenthaler. Und last but not least, die besten Übungen die helfen, Verspannungen zu lösen und Schultern, Arme und Hände zu kräftigen.
Schultern entspannen 
Schulter & Handgelenke dehnen 
Schulter dehnen 
Mausarm: Nein danke 

Gehirn-Jogging im Halbmond
Trainieren Sie Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit, indem Sie sich regelmäßig in den »Halbmond«, »Ardha Chandrasana«, begeben. Die Fähigkeit zur Balance ist im Kleinhirn angelegt. Neueste Studien haben ergeben, dass auch die Fähigkeit zu Konzentration und Aufmerksamkeit in diesem Gehirnareal liegt. Folglich ist Gehirn-Jogging im Halbmond das Yogi-Mittel gegen graue Zellen.
Wirkung: Kräftigt die gesamte Beinmuskulatur und die Fußknöcheln. Fördert den Gleichgewichtssinn.

Achtsamkeit
Keine Sorge, jetzt wird es nicht esoterisch. Die alte buddhistische Praxis Achtsamkeit hat längst auch in anderen Bereichen Fuß gefasst. Völlig zu Recht, steigert diese spezielle Art der Aufmerksamkeit doch allgemein die Wahrnehmung und fördert die Klarheit – und genau deswegen sollte Sie das Thema wirklich interessieren. Denn egal was Sie tun, wenn Achtsamkeit im Spiel ist, wird Ihnen vieles leichter gelingen. Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen im gegenwärtigen Moment präsent sein, nicht urteilen und die Situation des Augenblicks akzeptieren.
Die Praxis zeigt, ganz so leicht ist dies nicht. Noch bevor ein Ergebnis vorliegt, wird dieses bewertet, verglichen und kommentiert, ob ein gutes wie ein schlechtes. Diese Gewohnheit zu ändern erfordert Einsicht, Bemühung und Disziplin und ist eine unkomplizierte und zugleich äußerst wirksame Methode, um aus dem »Autopiloten-Modus« festgefahrener und unreflektierter Verhaltensmuster auszusteigen.
Beginnen Sie mit Ihrer Achtsamkeits-Praxis egal was Sie tun (...)



Die Autorin
Dorothee Haering lebt als Autorin, Fotografin und Inhaberin der Grafik- und Marketingagentur bildhaft in München.
Sie hat einen etwas ungewöhnlichen Lebenslauf. Erst machte sie Kunst und klebte Plakate, nicht die kleinen, sondern die großen Megaposter. Mit diesen Männerjob finanzierte sie sich ihre Kunst, ganze elf Jahre. Das Gute, sie musste ihren »Kopf nicht hergeben« und so blieb dieser frei für die eigenen Projekte.
Mit 35 Jahren war es dann so weit. Weg von der Straße und rein in die Welt des Channel Account Management. Sales und Forecast statt Kunst und Kleister! Drei Jahre später war die Zeit reif für etwas Neues: Ganz im Trend der New Economy stand die Gründung der eigenen Firma »bildhaft« an. Nun hieß es Internet und Druckvorstufe statt Telefonkonferenz und Datenbanken. Der Start war hart! Anfänglich war sie Grafikerin, dann »Chefin« einer zu groß geratenen Ich-AG. Sie war sozusagen angekommen in der großen Welt des Corporate Design & Identity, Branding, Marketing, PR und Kommunikation. Als Leadagentur eines TecDAX Unternehmens war nun ihre morgendliche Lektüre der Wirtschaftsteil der Zeitung, und nicht mehr das Feuilleton.
Das Schreiben überließ sie als Legasthenikerin lieber den Profis, wobei Geschriebenes sie schon immer faszinierte. Doch dann kam es anders. Ein gemeinsames Buchprojekt mit einer Journalistin scheiterte. Die Idee, Rohtexte, die Grafik und viele Fotos existierten bereits. Was tun? Sie hielt sich an den Satz von Mark Twain, »Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen«. Und so lernte sie die falschen Worte wegzulassen und veröffentlichte die ersten Bücher. Der Erfolg gibt ihr recht.


Dorothee Haering, Yoga mal anders

eBook bei Amazon

Keine Kommentare: