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Rezensionen

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4. Dezember 2013

Vera Nentwich, Rausgekickt: Blaue Vögel





Wie soll man die Liebe finden, wenn Angst das Schicksal sabotiert?

Unermüdlich arbeiten Schicksalsboten daran, Paare zusammenzubringen. Auch Mechthild sollte mit ihren 44 Jahren längst den Mann an ihrer Seite gefunden haben. Doch ständig dem tyrannischen Vater ausgesetzt, stolpert sie ängstlich durch ihr Leben und Katastrophen pflastern ihren Weg. Selbst vor den Schicksalsboten machen ihre Unfälle nicht halt. Sie müssen handeln.


Rezension

Wie ungeschickt
ist doch die Hauptfigur, obwohl sie ja schon ein eher reiferes Wesen ist mit Mitte 40.
Mechthild (was für eine Name!) stolpert also von einer Entsetzlichkeit in die nächste Peinlichkeit, Schlag auf Schlag sozusagen. Damit bringt sie die beiden Schicksalsboten, die eine bestimmte Aufgabe zu meistern haben, zum Wahnsinn, denn wo sie hintritt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Zu allem Überfluss kommt, dass Mechthild schwere Komplexe hat, was ihr Erscheinungsbild angeht, ob sich das ändern wird? Diese Person ist von der Autorin farbig und mehrdimensional dargestellt, ich bedauerte sie eher, als dass ich über sie lachte.

Die Schicksalsboten
hingegen als weitere Hauptakteure sind mir leider nicht nahegeworden, ich konnte sie nicht „greifen“, sie mir nicht gut vorstellen. Mag sein, es liegt daran, dass ich den 1. Band nicht gelesen habe. Da sie ziemlich rührig ihre Aufträge ausführen wollen auf Erden, hätte ich mir mehr Beschreibung der beiden gewünscht.

Insgesamt hat die Autorin
einen fließenden Erzählstil, der die Geschichte gut weitertreibt, Flüchtigkeiten habe ich überhaupt keine entdeckt, ebensowenig Ungereimtheiten oder Plotschwächen, Vera Nentwich versteht zu schreiben. Ob sie gut beraten war, den Roman im Präsens zu schreiben, weiß ich jedoch nicht. Ich denke, im Präteritum, der klassischen Erzählform wäre das Buch noch geschmeidiger geworden. Aber das ist Geschmackssache. Eine vergnügliche Lektüre ist es allemal. Das Cover ist sehr gelungen, es sticht heraus und ist träumerisch und dezent zugleich.
Wer ein Buch zur Entspannung sucht, ist hier sehr gut bedient.   

Elsa Rieger  


Leseprobe hier im SALON




Die Autorin
Vera Nentwich wurde im Juni 1959 im Sternzeichen Krebs geboren. Sie wuchs mit zwei jüngeren Brüdern heran und fügte sich, so gut sie konnte, in das ihr vorgegebene Leben. Dieses Leben führte sie zu Dingen, wie Eishockey, einer Lehre zum Werkzeugmacher, dem Studium der Verfahrenstechnik, der Tätigkeit für ein amerikanisches Direktvertriebsunternehmen und einer Hochzeit. Während allen diesen Stationen schrieb sie. Sei es Texte in Programmzeitschriften, Kolumnen oder Geschichten.
Im Jahr 1994 entschloss sie sich, das vorgegebene Leben zu verlassen und stattdessen die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Aus der schon zuvor gestarteten Tätigkeit als IT-Beraterin wurde eine Firma, deren geschäftsführende Gesellschafterin sie heute ist. Aus der Hochzeit wurde eine Scheidung und das Leben wurde durch Theaterrollen, Musik und Gesang bereichert. Dabei schrieb sie weiter. Neben den Kolumnen nun auch Songs und schließlich den ersten Roman, dem weitere folgten.


Vera Nentwich, Rausgekickt: Blaue Vögel

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