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Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

31. März 2013

Marion Zerbst, Gut geknurrt ist halb gewonnen


Das Buch erzählt die Geschichte eines höchst eigenwilligen Collies, an dem alle Erziehungsversuche erfolglos abzuprallen scheinen.
„Gib Laut“? Nein danke. Er bellt nicht auf Befehl, sondern nur, wenn ihm danach zumute ist – vor Freude, aus Wut, manchmal sogar aus purer Bosheit mitten in der Nacht. Medikamente gegen seinen Dauerdurchfall einnehmen? Nur über seine Leiche, Er entdeckt die in mikroskopisch kleine Stücke geteilten Tabletten überall – in seiner Futterschüssel, in seiner Leberwurst, ja sogar als harten, bitteren Kern in seiner Lieblingsschokolade – und spuckt sie gnadenlos wieder aus. (Wenn Frauchens weißer Teppichboden schon von den Schokoladenflecken braun ist, fallen die erdfarbenen Töne seiner nächtlichen Durchfallattacken wenigstens nicht mehr so sehr auf...)
Immer nur einfallslos im Schritttempo neben Herrchen hertrotten? Kein Thema  – er ist schließlich nicht auf den Kopf gefallen. Um ein bisschen Abwechslung in den Morgenspaziergang zu bringen, bleibt er ab und zu plötzlich stehen und stemmt sich ruckartig nach hinten – mit dem Erfolg, dass ihm das Halsband über den Kopf rutscht. Noch eine geschickte Bewegung, und die lästige lederne Schnur, die ihn an seinen Besitzer fesselt, schleift schlapp hinter seinem Herrn und Meister auf der Straße her. Die darauffolgenden Stunden der Freiheit genießt er in vollen Zügen (aber natürlich nicht ohne immer erst nach links und nach rechts zu schauen, ehe er die Straße überquert...).
Ein Buch, über das alle Hundebesitzer und -liebhaber sicherlich Tränen lachen werden! 


Rezension:


Mein bester Freund war ein kleiner Rauhaardackel
und nicht ein edler Collie, wie in diesem Buch. Dennoch gibt es Parallelen, über die ich mich kringelig lachte. Herrlich, wie die Autorin aus Sicht des Hundes erzählt, der ein Auge auf die Herrschaften hat. Er durchschaut sie, tut (wenn er will) aus Gnade, was sie von ihm erwarten, und das so oft, bis Herrchen und Frauchen verfluchen, ihm das oder jenes Kunststück beigebracht zu haben. Nichts anderes war sein Plan, als so oft Pfötchen zu geben, bis ihn keiner mehr mit diesem Blödsinn nervt.


Überhaupt ist er der heimliche Regent der Familie
denn wenn er ein bisschen Luft schnappen will, braucht er nur verdächtig mit seinem Hintern auf dem cremefarbenen Teppich herumzurutschen, schon findet sich einer seiner „Bediensteten“, um mit ihm eine Runde um den Häuserblock zu ziehen. Ebenso setzt er durch, seinen Liebeshunger zu stillen, wenn die Nachbarhündin läufig ist, seine Besitzer halten das steinerweichende Winseln einfach nicht aus und lassen ihn seiner Wege ziehen. Er könnte ja aus Versehen geflüchtet sein, nicht wahr? Ein paar Monate später wird man ja sehen, ob die Hundebabys gegenüber Collieähnlichkeiten haben.


Fundierte Erfahrungen einer Hundekennerin
sprechen aus jedem Satz, jeder Anekdote, äußerst amüsant und ganz ohne Belehrungen erzählt. Schön formuliert, technisch einwandfrei fließt der Text wohltemperiert und erfreulich vors Leserauge. Den Hund muss man einfach lieben, ebenso wie die Nöte der Menschen, die alles für den Liebling tun (wenn er es will!)

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Hunde hat, kennt, mag!     

Elsa Rieger





Die Autorin
Marion Zerbst ist Journalistin, Übersetzerin und leidenschaftliche Tierliebhaberin. Deshalb geht es auch in den Geschichten, die sie schreibt, fast immer um Tiere. Am liebsten schreibt sie über Krokodile – und über „Barry vom rauen Eck“, den Collie ihrer Kindheit, der mit seinen verrückten Ideen und Streichen elf Jahre lang die ganze Familie in Atem gehalten hat.

Feedback, Anregungen, Kritik etc. bitte an:
zerbst@meditext-online.de



Marion Zerbst, Gut geknurrt ist halb gewonnen

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29. März 2013

Anika Werkmeister, Wenn die Liebe anklopft

„Wenn die Liebe anklopft“ kann das durchaus auch Turbulenzen zur Folge haben. In Anika Werkmeisters Debut-Roman scheint es anfangs, als sei der Protagonistin das Glück nicht vergönnt. Die große Liebe ist Vergangenheit - und die beste Freundin stellt sich als die schlimmste Feindin heraus, die eine Frau in ihrer Lage nur haben kann. Doch da sind ja immer noch ihre Familie und ihr Beruf als Kinderkrankenschwester, den sie über alles liebt. Als auf ihrer Station die zweijährige Nele als einzige Überlebende eines schrecklichen Autounfalls eingeliefert wird, ist sie für Angie nur eine Patientin, die besondere Zuwendung braucht. Doch mit der beginnenden Liebe zu diesem mutterlosen Kind verändert sich ihr komplettes Leben... Autorin Anika Werkmeister kann die teilweise autobiografischen Züge ihres Erstlingswerkes nicht verleugnen - und will das auch gar nicht. Ihr Roman besticht durch Leichtigkeit und die Natürlichkeit, die nur Geschichten haben, die eigentlich das Leben schreibt ...



Rezension

Herzerln über Herzerln
flammen bei Angie auf, als sie Ronny in der Disko begegnet. Ihre beste Freundin Monia, die den Feschak als erste entdeckte, ist nicht sehr erfreut darüber und entpuppt sich zu einer miesen Figur. Dass Ronny, der da überhaupt nichts dafür kann, von Angie schließlich in die Wüste geschickt wird, ist mir nicht recht plausibel, der Rest des Buches aber durchaus.

Nie wieder,
schwört sich Angie, die Kinderkrankenschwester, wird sie ihr Herz einem Mann schenken. Tja, Pustekuchen! Sie will sich nun mal verlieben, dagegen ist kein Kraut gewachsen, und prompt tappt sie in die Falle eines Arztes auf der Station, weil er sich rührend um die kleine Waise Nele kümmert, die Angie gleich innig liebt. Ob die Kleine, nachdem ihre Eltern und Bruder bei einem Unfall umkamen, eine neue Familie finden wird? Angie macht sich Sorgen. Mehr verrate ich nun nicht mehr.

Lebendig und frisch
erzählt die Autorin die Geschichte von Angie, ihrem Beruf, ihrer Sehnsucht nach Liebe. Sehr humorvoll in den Wirrnissen, spontan und ganz nah am Leben einer jungen Frau. Das Buch ist richtig gut lektoriert, fehlerlos, ausdrucksstark geschrieben, man ist mitten drin und hofft, dass alles gut geht. Berührend auch das kleine Mädchen und sein Schicksal. Die Autorin kennt sich gut aus mit Kinderseelen und Frauenherzen. Eine sympathische Autorin, ein sympathisches Buch.
Herzliche Empfehlung!    

Elsa Rieger






Die Autorin
Mein Name ist Anika Werkmeister, ich wurde 1982 in der Rattenfängerstadt Hameln als erstes von vier Kindern geboren. In und um Hameln bin ich aufgewachsen. Im Alter von 12 Jahren schrieb ich die ersten Kurzgeschichten für meine Brüder. Lange Jahre danach beschränkte sich meine Schreibkunst dann nur auf die Aufsätze in der Schule. Bis ich mit 16 Jahren meinen Mann kennenlernte. Wir heirateten im Dezember 2002, und als im Mai 2003 unser Sohn geboren wurde, fing ich an, ganz für mich, kleinere Geschichten zu schreiben. Im Dezember 2005 zogen wir mit unserem Sohn in die Nähe von Berlin. Im Juli 2006 machte uns die Geburt von Cecilia komplett. Während eines Krankenhausaufenthalts im Oktober 2010 entstand die Idee zu meinem Debüt Roman „Wenn die LIEBE anklopft“, die ersten Seiten waren schnell geschrieben. Ich war angekommen, wusste, was ich vom Leben wollte, und schrieb das Buch in nur drei Monaten zu Ende. Meiner Mutter, der ich das Buch zu ihrem 50sten Geburtstag schenkte, ermutigte mich, es verschiedenen Verlagen vorzustellen.
Ich hatte mir das alles wirklich einfacher vorgestellt. Ich schickte Leseproben an viele Verlage. Natürlich waren auch die großen dabei (Lübbe und Heyne) ich bekam nur Absagen.
Umso glücklicher war ich, als ich eines Tages einen riesigen Umschlag aus dem Briefkasten zog, der einen Verlagsvertrag enthielt. Die Freude währte nicht lange, ich war an einen Druckkostenzuschussverlag gelangt. Ich sollte 9000 Euro für die Veröffentlichung bezahlen. Das konnte und wollte ich nicht! Ich suchte weiter, schrieb Exposés, druckte Leseproben und verschickte an jeden Verlag, den ich im Internet finden konnte. Es war immer dasselbe, die seriösen (die die keine Druckkosten verlangen) wollten mich nicht, weil sie keinen Platz für unbekannte Autoren hatten, und die unseriösen (DKZ Verlage) wollte ich nicht. Obwohl ich gestehen muss, dass ich so manche Nacht wach gelegen und überlegt habe, wo ich das Geld für die Veröffentlichung hernehmen sollte.
Dank moderner Medien, die uns das Schließen von Freundschaften einfach macht, bekam ich den Tipp, mein Manuskript dem Traumstunden Verlag zu schicken. Mir wurde gesagt, dass dort den Jungautoren eine Chance gegeben wird. Ich ließ mir die E-Mail-Adresse geben und schrieb drauf los.
Es dauerte nicht lange und ich bekam Antwort. Ich sollte mein Exposé überarbeiten und mich danach wieder melden.
Es dauerte acht Wochen, bis ich mit meiner neuen Arbeit zufrieden war, und schickte alles erst wieder im Dezember 2011 an den Verlag.
Da ich nach drei Monaten immer noch keine Antwort bekommen hatte, wollte ich meine noch nicht gestartete Autorenkarriere an den Nagel hängen. Das wiederum ließ meine Freundin nicht zu und zwang mich nachzufragen.
WIE GUT, DASS ICH ES GETAN HABE.
Es stellte sich heraus, dass der Verlag sich geteilt hatte und meine letzte Email im Nimmerland verschwunden war. Britta Wisniewski bat mich, ihr mein Manuskript erneut zu schicken. Keine 24 Stunden später bekam ich von ihr die Zusage, sie wollte mein Buch veröffentlichen. Die eigentliche Arbeit konnte beginnen. Ich habe und hatte ein Komma-Problem! Sie bat mich, mein Buch noch einmal selbst zu überarbeiten. Ich nahm mir die Leseprobe, die ich an alle Verlage geschickt hatte, vor und arbeitete. Als ich damit durch war, wollte ich auch den Rest überarbeiten und stellte mit Erschrecken fest, dass die Datei auf meinem Laptop verloren gegangen ist. Ob aus Versehen gelöscht oder beim Verschieben verschwunden konnte ich nicht mehr nachvollziehen. Ich bekam Panik, fürchtete, meinen Traum vom eigenen Buch nicht verwirklichen zu können. Bis mir meine Cousine in den Sinn kam, die die Datei von mir geschickt bekam (meine Mutter hatte zu ihrem Geburtstag das vollständige Manuskript ausgedruckt bekommen).
Ich bekam meine Datei wieder und konnte alles überarbeiten. Ich war glücklich.
Mittlerweile waren wir ein letztes Mal umgezogen. Wir wohnen seit Anfang Dezember in Dollern.
Von der Überarbeitung durch den Verlag bis zum Druck vergingen nicht ganz zwei Monate.
Mein Buch verursachte von Anfang an Chaos, erst war die Datei verschwunden, dann fehlten Satzzeichen und zum Schluss machte es bei der Auslieferung an mich einen Umweg über Bayern.

Anika Werkmeister, Wenn die Liebe anklopft. Traumstunden Verlag

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28. März 2013

Natalie Schauer, Big Daddy - Thriller


Wenn du ein grausames Geheimnis entdeckst...
Wenn deine Sinne vor Angst gelähmt sind
Wenn du nicht begreifen kannst, was du gerade siehst
Wenn du schweigst, doch dein Gewissen dich plagt
Entscheidest du dich dann für den Menschen, den du liebst, oder verrätst du deine eigene Herkunft?
Mein Vater ist ein Serienmörder!
Mit dieser Aussage schockiert die dreizehnjährige Elisabeth die Polizei von Carson City.
Angel Adams und ihr Kollege Bob Anderson glauben, nun am Ziel zu sein, doch sie täuschen sich gewaltig und folgen einer falschen Fährte.
Währenddessen sucht die elfjährige Emilia in New York nach ihrem Bruder, um bald in den Kampf gegen ihre Blutsbestimmung zu ziehen.
Monica liebt ihre Kinder, doch sie konnte schon für ihre Tochter nicht sorgen und nun ist auch ihr Sohn spurlos verschwunden.
All diese Schicksale hängen an einem seidenen Faden und es geht bald um Leben und Tod für alle Beteiligten.
Der zweite Teil „Der Prediger“ erscheint in wenigen Monaten auf Amazon. 


Big Daddy - Leseprobe
Ich hörte ein Wimmern, leise - verzweifelt - angstvoll. Elisabeth hielt mich an ihrer Hand und zog mich mit sich.
„Willst du es wirklich sehen?“, fragte sie mich.
Und ich nickte, ohne zu ahnen, was mich wirklich erwarten würde. Nun wollte ich am liebsten wieder zurück, doch das traute ich mich nicht zu sagen. Es war mitten in der Nacht. Ich hatte mein rosa Hello-Kitty-Nachthemd an. Meine nackten Füße fühlten sich kalt an auf dem Kirchenboden. Wir kamen dem Licht immer näher. Ich war schon oft hier gewesen, doch noch nie in der Nacht. Die Kirche wirkte bedrohlich und düster. Ich sah Kerzenlicht, doch mein Blick suchte etwas Anderes. Ich sah meinen Vater und eine junge Frau. Sie hatte blondes Haar und war so jung, so unglaublich jung und hübsch. Sie weinte bitterlich und ich sah Elisabeth erschrocken an. Die Frau war nackt und zitterte am ganzen Leib. Sie war an Händen und Füßen gefesselt und konnte sich kaum auf den Beinen halten. Ich sah meinen Vater, der auf sie einredete wie der Prediger. Doch der Prediger war nicht da, nur unser Vater. Er erzählte etwas von Mutterliebe und Mord, doch ich verstand nichts von dem, was er sagte. Dann ging plötzlich alles so schnell! Zu spät sah ich das große Messer in seiner Hand. Mit roher Gewalt stach mein Vater dieser Frau mitten in den Bauch. Bevor ich einen Schrei ausstoßen konnte, hielt mir Elisabeth den Mund zu. Mit weit aufgerissenen Augen starrte die Frau meinen Vater an. Sie schrie, doch ich hörte nichts, denn der Knebel, der in ihrem Mund steckte, erstickte die Schreie. Ich brach zusammen und konnte dennoch nicht wegsehen. Elisabeth schleppte mich zurück zum Wohnwagen. Ich zitterte am ganzen Körper. Als ich im Bett lag, sah ich den Blutspritzer auf meinem Hello-Kitty-Nachthemd. Von nun an konnte ich nie wieder schlafen, ich sah immer die unschuldigen Augen der jungen Frau und hasste meinen Vater, gegen den ich schon immer eine Abneigung verspürt hatte. Doch Elisabeth warnte mich mit Schlägen und Drohungen.
Heute
Angela Adams sah immer noch die zwei Striche vor ihren Augen. Dunkle violette Striche. Es waren wirklich zwei. Angel, wie sie Kollegen und Freunde nannten, zog an ihrer Zigarette, inhalierte den Rauch tief in ihre Lungen und dachte Über die Bedeutung dieser beiden Striche nach. Warum hatten sie eine so große Bedeutung? Es war nicht gerecht. Es durfte einfach nicht sein. Wie konnte sie diesen Bastard in sich tragen? Er hatte immer noch die Kontrolle über sie. So wie er es ihr gesagt hatte: „Du wirst nie frei sein. Ich werde dich verfolgen und töten.“
Dann hatte er gelacht. Sie hatten ihn abgeführt und er hatte gelacht, sie alle verhöhnt. Selbst nach seiner Verhaftung behielt er die Oberhand. Es waren zwei Monate seit ihrer Entführung vergangen und heute hielt sie den Beweis für die grausamen Tage in der Hand. Sie wollte die dunklen Tage mit ihm verdrängen, doch nun konnte sie es nicht mehr leugnen, sie war schwanger - von ihm. Sie erinnerte sich nur zu genau an die Vergewaltigungen, an die Erniedrigungen, an die Rache der Bestie. Zwei Jahre lang hatte „Der Broker“, wie ihn die Medien nannten, junge Frauen vergewaltigt, misshandelt und mit ihnen gespielt. Angel und ihr Team hatten ihn gejagt, doch schließlich hatte er sie gefunden. Wochenlang musste er sie verfolgt,  jeden ihrer Schritte genau beobachtet haben und am Ende hatte er gnadenlos zugeschlagen. Angel warf die Zigarette auf die Straße und ging auf das große Polizeigebäude zu. Es war schon immer ihr Traum gewesen, bei der Polizei zu arbeiten. Mit Mitte dreißig wollte sie es zu etwas gebracht haben und das hatte sie auch geschafft. Sie hatte sich bei den männlichen Kollegen jede Menge Respekt erarbeitet und war eine geschätzte Kollegin. Auch die Entführung hatte nichts daran geändert. Im Gegenteil, der Broker war dank ihres Einsatzes tot. Jetzt durfte nur niemand von ihrer Schwangerschaft erfahren. Sie musste schnell handeln, denn sie  wollte nicht die Brut dieses Monsters in sich tragen. Heute war ihr erster Tag nach der Auszeit. Sie war in eine andere Abteilung versetzt worden. Früher war sie bei der SVU tätig, die sich mit der Aufklärung von Sexualverbrechen beschäftigte. Nun war sie also in die Mordkommission aufgestiegen, genauso wie ihr geschätzter Kollege und Freund Bob. Sie war so nervös wie bei einem Vorstellungsgespräch, obwohl sie eine Beförderung erhalten hatte.  Beim Betreten des Polizeigebäudes ließ sie sich nichts anmerken. Die Narben auf ihrer Stirn und auf dem Dekolletee versteckte sie nicht. Sollten ruhig alle sehen, was sie aushielt! Keiner konnte ihr das Wasser reichen.


Die Autorin
Natalie Schauer liebt es hinter die Kulissen und Fassaden der "heilen" Welt zu blicken. An jeder Ecke entdeckt Sie Geschichten und Abgründe, die Sie dann zu Papier bringt. In Ihren Büchern geht es um pure Emotionen, um die ungeschminkte Wahrheit, um die tiefe Dunkelheit in jedem Menschen.
Natalie Schauer wurde am 20. November 1985 in Niederbayern geboren. Nach einer klassischen Ausbildung zur Hotelfachfrau und einem Auslandsaufenthalt in Neuseeland, hat sie 2010 mit dem Schreiben von Sachtexten für das Online Portal Suite101 begonnen. Schnell entwickelte sich eine große Leidenschaft und es entstanden mehrere Kurzgeschichten und Romane, die nun auf Amazon nach und nach veröffentlicht werden. Die Kurzgeschichtensammlung "Kein Weg zurück" ist das erste Buch der Autorin und beschäftigt sich mit schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen.


Natalie Schauer, Big Daddy – Thriller

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25. März 2013

Stefan Lehner, Phantastika

Dieses Buch führt uns auf die dunkle Seite unserer Welt, dorthin wo etwas Mystisches, Unheimliches, Diabolisches, Erschreckendes, Übernatürliches oder Subtiles wartet.
In unserer hochtechnisierten Welt, in der wir nahezu alles zu wissen und zu können scheinen, hat trotzdem auch das Phantastische, Unerklärliche und Diabolische seinen Platz. Aber es ist ein Platz weit hinten, ganz tief unten, im Dunklen. Versteckt, selten sichtbar und unheimlich.
Sehen wir gemeinsam vorsichtig nach …

Eine Sammlung von unheimlichen Kurzgeschichten aus der Feder von Stefan Lehner mit einer Kurzgeschichte der Gastautorin Nathalie C. Kutscher


Leseprobe

aus der Kurzgeschichte "Roadmovie" aus Phantastika:

Er wollte sich jetzt irgendwo einen Film ansehen. Um 20.15 Uhr sollte das machbar sein, dachte er. Eine Programmzeitschrift hatte er vergessen zu besorgen. Wieder so eine Sache, die bei Grit nicht vorgekommen wäre.
Er landete beim Herumzappen bei einem Sender, der sich »Kanal 8« nannte. Das Logo hatte er noch nie gesehen und der Sendername sagte ihm auch überhaupt nichts, aber da lief gerade eine Vorschau, dass gleich ein Film kommen sollte. Ein Roadmovie, amerikanisch, heiß, brutal und mit viel Action. Er hatte ihn schon öfter gesehen, aber das machte nichts. Ok, also dann das Roadmovie, dachte Sebastian.
»Kanal 8«, das musste einer dieser neuen digitalen Sender sein, von denen der Verkäufer gesprochen hatte. Wahrscheinlich hätte er ihn auch schon auf dem alten Receiver empfangen können, wenn er bei dem mal den Suchlauf gestartet hätte, aber egal. Jetzt hatte er diesen hier und der Kanal war eingestellt, der Film fing gleich an, alles war bestens.
Gar nichts war bestens, dass sollte Sebastian gleich merken.
Der Film lief schon fast eineinhalb Stunden und Sebastian konnte sich noch gut an die Handlung erinnern, er hatte ihn wirklich schon öfter gesehen. Aber er war auch echt große Klasse. Sebastian wunderte sich ein wenig, dass es bisher gar keine Werbeunterbrechung gab, aber eigentlich ist das ja nur von Vorteil. Man musste sich halt nur ein bisschen beeilen, wenn man mal auf's Klo musste, aber ansonsten konnte man der Handlung so viel besser folgen. Mal abwarten, wann die erste Werbung kommt, dachte er noch, als er sich plötzlich im Sessel aufrichtete.
Was war das denn?

Die Hauptfiguren des Films flohen nach einem Bankraub in dem geklauten Kombi der Urlauberfamilie, nachdem der Polizist die Reifen an ihrem alten 60er-Jahre-Cabrio zerschossen hatte. Sie flohen über den staubigen Highway Richtung Grenze. Alles wie gehabt. Nur jetzt tauchte plötzlich am Horizont ein kleines Flugzeug auf, welches immer tiefer flog. Es kam von hinten genau über den Highway auf den Kombi der Bankräuber zu. Sebastian konnte sich gar nicht daran erinnern, dass da ein Flugzeug kam und er konnte sich bisher an fast alles in dem Film erinnern. Gebannt stierte er auf den Bildschirm.
Das Flugzeug kam immer näher und tiefer. Der Motor setzte immer wieder aus und stotterte. Die Helden des Films merkten in ihrem Kombi nichts davon.
Das Flugzeug war immer noch sehr schnell und im rasanten Sinkflug. Offenbar hatte der Pilot Probleme mit dem Motor und wollte auf dem Highway notlanden. Aber genau da waren die flüchtigen Bankräuber. Die Maschine steuerte genau auf sie zu. Der Pilot versuchte offenbar, die Maschine noch einmal hochzuziehen, um nicht genau hinter sondern vor dem Kombi zu landen, der das einzige Fahrzeug weit und breit auf dem Highway war. Wenn er hinter dem Kombi landen würde, dann würde das sehr knapp werden und durch die höhere Geschwindigkeit des Flugzeugs käme es wahrscheinlich zum Zusammenstoß mit dem Kombi. Der Pilot zerrte mit Schweißperlen auf der Stirn und angstverzerrtem Gesicht voller Panik am Steuerknüppel, aber er schaffte es nicht mehr. Das Flugzeug setzte krachend auf dem Highway auf und knallte mit immer noch irrwitziger Geschwindigkeit hinten in den Kombi. Der fing sofort Feuer, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Lichterloh brennend stand der Wagen schließlich wieder auf den Rädern, aber die Helden des Films kamen nicht mehr heraus. Sie verbrannten in dem Wrack. Das Flugzeug überschlug sich ebenfalls, drehte sich und kam in einem großen Feuerball mitten auf dem Highway zum Stehen. Auch der Pilot verbrannte. Aus der Ferne hörte man schon die Polizeisirenen...

Sebastian sah geschockt auf den Bildschirm. Das war alles falsch! Das war so gar nicht passiert! Er hatte den Film so oft gesehen! Die Helden entkamen nach Mexiko. Nur einer starb noch im Kugelhagel der Polizei an der Grenze, die anderen kamen durch. Da war kein Flugzeugabsturz! Das war alles falsch! Was zum Teufel sollte das? Der Film war fast 15 Jahre alt und nie ist da ein Flugzeug abgestürzt! Es konnte doch unmöglich zwei Versionen von dem Film geben, oder?
Die Polizeisirenen kamen immer näher und gleich darauf waren die ersten Polizeiwagen vor Ort. Der Sheriff, der die Gruppe schon durch drei Bundesstaaten gejagt hatte, war einer der ersten an der Unfallstelle. Er sah sich ganz cool um, zündete sich eine Zigarette an, schob seinen Cowboyhut ein Stück in den Nacken und murmelte: »Hier ist also Eure Flucht zu Ende, die Gerechtigkeit hat gesiegt!« Dann stieg er in seinen Wagen und fuhr zurück in Richtung der untergehenden Sonne, während ihm immer mehr Polizeiautos und Krankenwagen mit heulenden Sirenen entgegen kamen, die alle auf dem Weg zur Unfallstelle waren.
Dann kam der Abspann!
Sebastian konnte es nicht fassen! Das war ein völlig anderes Ende, als er es kannte. Das war unglaublich! Es musste so sein, dass es zwei Versionen des Endes des Films gab. Scheinbar wurde bislang immer nur die eine Version, die er kannte, gezeigt. Wouh! (…)


Der Autor
Stefan Lehner, Jahrgang 1966, lebt mit seiner Frau und vielen Tieren im Westerwald. Der Hobbyautor ist von Beruf Polizeibeamter, und das Schreiben ist sein perfekter Ausgleich für die beruflichen Belastungen. Er schreibt Romane und Kurzgeschichten aus den Genres Krimi/Thriller und der Phantastik (Mystery, Fantasy, Horror). Neben bislang zwei Romanen erschienen mehrere Kurzgeschichten, u.a. in einer Anthologie. Stefan Lehner ist Mitglied bei den Polizei-Poeten (www.polizei-poeten.de), ein Zusammenschluss schriftstellerisch tätiger Polizeibeamter. Schon von Kindheit an war das Schreiben sein Hobby, aber bis zur Erstveröffentlichung eines seiner Werke hat es beruflich bedingt etwas gedauert. 

Mehr Infos auf www.stefan-lehner.de


Stefan Lehner, Phantastika - Kurzgeschichten

Erhältlich als Taschenbuch, ISBN 9781481911214 für 9,90 € bei Amazon und als eBook in allen gängigen Formaten, ISBN 9783730906095 für 3,99 € in allen eBook-Stores



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24. März 2013

Laurent Bach, Mord auf Französisch


Ein toter Ex‐Geliebter wird zu Claude Bocquillons gefährlichstem Fall.
Sommer in Südfrankreich: Während sich das beschauliche Städtchen Anduze von seiner schönsten Seite präsentiert, muss Privatdetektiv Claude Bocquillon einen Fall lösen, der es in sich hat. Pascal Melot, mit dem ihn mehr als nur eine Freundschaft verband, ist auf grausame Weise ums Leben gekommen. Die Polizei will den Fall als Selbstmord zu den Akten legen, doch Claude gibt sich damit nicht zufrieden und ermittelt auf eigene Faust ...

Mit Mord auf Französisch ist Laurent Bach ein überzeugendes Debüt gelungen, das Spannung, Witz und französisches Flair vereint.


Rezension

Schwul in einer Kleinstadt
und Privatdetektiv noch dazu? Na, der Junge traut sich was! Aber Claude ist keiner, der sich vom Gerede der Leute niedermachen lässt. Natürlich kann er sich ein Coming-Out nicht leisten, das Kleinbürgertum würde ihn vielleicht teeren und federn oder gar „umerziehen“ wollen. Nur sein engster Freundeskreis weiß Bescheid. Er ist ein Mensch mit angeborener Ethik, der menschlichen Sehnsucht nach Liebe und Akzeptanz, sehr sympathisch.

Der böse Cop, der gute Kater und eine französische Prise Humor
sind treffliche Zutaten, dazu malerische Landschaftseindrücke und ein toter Mann, mit dem Claude mal eine Liaison hatte. Die Indizien sprechen von Selbstmord, der junge Detektiv und die Mutter des Toten glauben nicht daran, sehr zum Ärger des bösen Cops, einem alten Bekannten Claudes aus Zeiten der Polizeischule, die Claude verlassen musste, weil er seiner Homosexualität wegen gemobbt wurde.

Claude ist ein ganzer Kerl
und kann nun als erwachsener Mann wunderbar mit jenen umgehen, die Probleme mit seiner Sexualität haben. Er ist charmant, witzig und sehr gut gezeichnet. Manchmal schäumt ein wenig Kitsch über, der Autor hat es da ein bisschen zu gut gemeint an einigen Stellen, wo es auch ganz schön sexy zugeht. Aber das ist reine Geschmackssache, denn viele Leser mögen das ja sehr gern.   

Whodunnit?
Diese Krimiform mag ich am liebsten, wenn sie gut umgesetzt ist und der Leser bis zum Schluss miträtseln kann, wer es denn nun war. Und hier ist sie gut umgesetzt, macht Spaß, der Plot stimmt, die Protagonisten sind sorgfältig aufgebaut, das Ambiente ebenfalls.
Würde mich freuen, Claude in einem anderen Buch erneut begegnen zu dürfen.
    
Elsa Rieger




Der Autor

Laurent Bach, Jahrgang 1970, lebt in Westfalen. Nachdem er einige Jahre im Immobilien- und Baubereich tätig war, begann er erst spät mit dem Schreiben. Die Eindrücke, die er auf seinen zahlreichen Reisen nach Südfrankreich sammelte, fließen als Inspiration in all seine Geschichten ein. Mord auf Französisch ist der erste Kriminalroman des begeisterten Motorrad- und Kajakfahrers.


Laurent Bach, Mord auf Französisch


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23. März 2013

Helmut W. Quast, Geiserich


Im populärwissenschaftlichen Stil spannend geschrieben, will diese historische Reportage mit dem (allzu) festsitzenden Zerrbild der »blindwütigen, zerstörerischen Vandalen« aufräumen und es als historisch nicht haltbar entlarven. Die Vandalen sollen vielmehr so gezeigt werden, wie sie wirklich waren: Zwar nicht gerade eine antike »Friedensbewegung«, aber immerhin ein Volk, das sich mit den üblichen Motiven und Mitteln seiner Zeit — nicht »humaner«, aber auch nicht blutrünstiger als andere — unter der umsichtigen Führung ihres legendären Königs Geiserich inmitten einer fremden Umwelt ein solides Reich schuf. Das, im Übrigen, auch den angestammten Bewohnern Nordafrikas einen fairen Anteil an innerem Frieden und Wohlstand bot, sodaß diese gar nicht so ungern die römische Herrschaft gegen den »Vandalismus« tauschten.

Leseprobe

Kapitel I: Der große Aufbruch

Gleichmütig schlagen die Wellen der Meerenge von Gibraltar an den felsigen Küstenstrich bei Tarifa. Hier, vom südlichsten Zipfel der spanischen Halbinsel aus, kann man über dem Wasser in nicht einmal fünfzehn Kilometer Entfernung den fremden, geheimnisvollen Kontinent sehen: Afrika! Majestätisch, aber doch zum Greifen nahe ragen die gewaltigen Bergmassive des Atlas, Wahrzeichen der römischen Provinz Tingitana (heute Marokko) im flirrenden Sonnenlicht aus den tanzenden Schaumkronen der tiefblauen Fluten hoch.
Die Luft ist herrlich. In den vom Meer herauf wehenden Salzgeruch mischt sich unverkennbar der berauschende Duft farbensatter Blüten. Es sind die milden Tage zwischen Mai und Juni des Jahres 429 n. Chr. Eine Zeit, die Menschen und Natur im südlichen Mittelmeerraum noch einmal tief und befreiend durchatmen lässt, bevor die brütende Hitze des nahen Sommers alles Leben unter ihren lähmenden Gluthauch zwingt.
Doch hier, an den Felsen von Tarifa, lässt sich niemand von dieser Stimmung verzaubern. Was sich seit einigen Wochen auf der schmalen, die beiden Nachbarkontinente Europa und Afrika gleichzeitig trennenden und verbindenden Wasserstraße abspielt, ist alles andere als von gelassener Erwartung der kommenden heißen Jahreszeit geprägt. Denn 80 000 Menschen versuchen in einer verzweifelten Kraftanstrengung, möglichst geordnet und ohne große Verluste die nasse Grenze zu überwinden und nach Afrika überzusetzen.
Ein ganzes Volk geht über das Meer!
Zahllose Schiffe jeden Typs und in jedem Erhaltungszustand dümpeln wie schwerfällige Wasservögel vor der steil abschüssigen Küste. Schnelle Ruderer, Triremen, Frachtsegler und immer wieder Fischerboote bieten ein verwirrendes, quirliges Bild, in dem die einheitliche Dreiecksform der lateinischen Segel das einzige verbindende Element zu sein scheint. An den Uferfelsen hält nervöse Hektik eine schier unübersehbare Menschenmenge in ständiger Bewegung. Männer, Frauen, Kinder, schwerbewaffnete Krieger und lastenschleppende Sklaven wimmeln durcheinander.
Für zusätzliche Behinderungen sorgen in diesem Meer aus Ungeduld und Aufbruchschaos immer wieder kleine Inseln aus verschreckt brüllenden Rindern und ängstlich meckernden Schafen. Wieselflink huschen geduckte, dunkelhäutige Gestalten auf struppigen Pferden an der Peripherie dieser aus Menschen und Tieren gebildeten riesigen Herde umher. Ungeduldige, in einer rauen, kratzigen Sprache gebrüllte Befehle sollen offenbar so etwas wie eine relative Ordnung aufrechterhalten. Und immer wieder, in einem seltsam entschlossenen Rhythmus, besteigt eine Handvoll der Wartenden, bepackt mit Bündeln und Körben, die schwankenden Planken eines Kampfruderers oder einer winzigen Nußschale, die irgendeinem Fischer von der Küste der Baeticae (Andalusien) bis vor kurzem seinen Lebensunterhalt sicherte. An Bord rigoros zusammengepfercht, denn jeder Quadratzentimeter Schiffsfläche ist in diesen Tagen kostbarer als Gold, streifen die skeptischen Blicke der Reisenden noch einmal die langsam kleiner werdende spanische Küste, während das Schiff mühsam, aber unbeirrbar den Kurs auf Tingis (Tanger), die Hauptstadt der westlichsten römischen Afrikaprovinz, hält.
Der Name dieses Volkes, das in den Spätfrühlingstagen des Jahres 429 n. Chr. einen bis dahin beispiellosen gemeinsamen Aufbruch über das Meer in ein völlig unbekanntes Neuland riskierte, ist uns heute noch allzu geläufig. Und das, wie man in diesem Fall bedauernd sagen muss, nicht aus den Geschichtsbüchern! Es sind die Vandalen unter ihrem gerade ein Jahr regierenden König Geiserich, die hier einen letzten verzweifelten Versuch unternehmen, ihre Existenz als Volk durch eine neue Landnahme und die Gründung eines eigenen, soliden und vom - immer noch als politischen Übervater des Mittelmeerraumes angesehenen - römischen Imperium unabhängigen Reiches zu retten. (...)


Rezension folgt...


Über den Autor liegt der Mantel des Pseudonyms.


Helmut W. Quast, Geiserich

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22. März 2013

Ursula Neubauer, Wolke 7 ½

Was macht eine "Endfünfzigerin" nach fast 30 Jahren, wenn bei dem Ehemann plötzlich die Hormone "verrückt" spielen, er sie einfach "austauscht"?
Anne ändert ihre Frisur, kramt ihren Lippenstift heraus, zieht wieder die roten Stöckelschuhe an und geht auf die Pirsch.
Aber wo findet man in ihrem Alter noch den passenden Mann?
Nur ein "Klick" im Internet und schon kann man sich den scheinbar "idealen" Mann aussuchen,
Anne stürzt sich ahnungslos in das Abenteuer "Dating" und lernt unter anderem einen sensiblen Kawasaki-Fahrer und einen Gigolo für reife Frauen kennen, kämpft gegen falsche und echte Ehemänner, ist Zeuge einer ungewöhnlich Jagd und macht die Bekanntschaft eines sexhungrigen Spaniers.
Doch wird sie auch Mr. Right finden und endlich auf Wolke 7 1/2 schweben?

Ein Jahr lang
begleiten die Leser Anne durch witzige, nette, unsägliche Begegnungen mit dem Manne schlechthin. Jegliche Facette dieser Spezies kommt der armen Anne unter, die keine große Erfahrungen damit hat, Bekanntschaften mit den Herrn der Schöpfung, dem Adam, zu knüpfen.

Die Maßnahme,
dass Anna unbedingt einen neuen Mann braucht, leitet ihre beste Freundin ein, und nach dem heutigen Prozedere wird das Internet benutzt, um Frau an den Mann zu bringen. Flockig locker, oft wahnsinnig komisch, dann wieder berührend, kämpft sich Anna also durch die Angebote. Monat für Monat. Oft will sie aufgeben, denn die meisten der Dates braucht sie ihrer Meinung nach ungefähr so dringend wie einen Milzbrand.

Mir hat das Buch wirklich
großes Vergnügen bereitet. Die Erzählsprache ist gewandt und literarisch einwandfrei, die Ausdrucksweise bildhaft. Wenn das Buch auch stellenweise sehr zum Lachen ist, wird es nie Klamauk oder gewollt niederträchtig verblödet. Erfrischend und empfehlenswert für vergnügliche Lesestunden!  

Elsa Rieger




Die Autorin
Ursula Neubauer lebt in einer Kleinstadt in Nordhessen. Sie ist Deutsch- und Englischlehrerin an einer großen Gesamtschule. Nachdem sie 30 Jahre lang die Geschichten ihrer Schüler lesen und bewerten durfte, begann sie selber welche zu schreiben. Zuerst Kurzgeschichten, mit denen sie an Ausschreibungen und Wettbewerben teilnahm, und die in verschiedenen Anthologien veröffentlicht wurden. Ermutigt durch diese Erfolge schrieb sie ihren ersten Roman "Wolke 7 ½", ein Liebesroman für die 50plus Generation, der im April 2011 erschien. Auf humorvolle und witzige Weise beschreibt sie in diesem Buch die erneute Suche einer reifen Frau nach Mr Right.


Ursula Neubauer, Wolke 7 ½. Noel Verlag


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