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Rezensionen

Gerne stelle ich Ihr Buch vor.

12. Januar 2014

Victoria S., Mein wundervolles Pariser Mädchen



Der alte Hans trägt eine schwere Bürde. 
Seit Elfriede tot ist, muss er sich ganz alleine um Birgitchen kümmern – und die schreit und schreit und schreit …


Rezension:


Es geht um Alkoholabusus, verlorene Träume,
hoffnungslos Verwirrte und Verirrte, um zartfühlende Obdachlose und grobe Arroganz. Und um Kinder. Gedemütigte, verzagte, missbrauchte Kinder, die das Grau im Außen, das sie durch ihre verschreckten Augen sehen müssen, durchbrechen. Hinter ihrer Stirn erschaffen sie sich Fantasien, in die sie entkommen, erschaffen sich eine helle Welt mit blühenden Sommerwiesen.

Davon erzählt Victoria S. in 16 Kurzgeschichten.
Oft nur angedeutet, Leben angerissen, behutsam, sodass die Leser Raum haben, sich das Grauen, die Nöte in eigenen Bildern lebhaft vorstellen zu können. Oft bleibt das Ende schwebend offen und das ist auch gut so. Die Autorin schreibt klassische Short-Stories nach amerikanischem Vorbild, statt ausufernde Lebensberichte. Victoria S. versteht das Handwerk.

Das schlägt sich auch stilistisch nieder,
denn da ist kein Wort zu viel, aber es sind genug Worte, um Situation, Setting und die Figuren zu beschreiben, die um ihr Leben kämpfen. Zudem beherrscht die Autorin die Technik von Sprache, nutzt einige unverbrauchte, überraschende Sujets. Manchmal auch wohlvertraute, aber da alles schon irgendwann einmal durchdacht und niedergeschrieben wurde in den letzten 2000 Jahren, ist das völlig okay, weil es dennoch in einer besonderen Art daherkommt.

Ich habe kein angenehmes Buch gelesen,
wir wollen da ungern hinschauen, wir haben selbst reichlich zu tun mit dem Leben, dem Überleben. Wir sind Feiglinge, wenn es darum geht, sich das Leid anderer anzusehen.

Tun Sie es trotzdem, liebe Leser, es lohnt sich, diese richtig guten Kurzgeschichten von Victoria S. zu lesen!

Elsa Rieger
     


Leseprobe hier im SALON



Die Autorin

Der Autorenname »Victoria S.« ist ein Pseudonym.

Was war Victoria S.?

VictoriaS. war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt. Ungern verließ sie im Winter die warme Stube, im Sommer den engen Garten, der nach den Lumpen der Papierfabrik roch und über dessen Goldregen- und Fliederbäumen das hölzerne Fachwerk der alten Häuser stand. Wenn VictoriaS. vom Märchenbuch, dem geliebten Märchenbuch, aufsah, erschrak sie manchmal sehr.
Erkannt?

Wer ist Victoria S.?

Irgendwann entschloss sich VictoriaS., ihr Märchenbuch zuzuklappen und selbst Geschichten zu schreiben. Geschichten mit Träumen und Wünschen und auch mit dem Schrecken, der sie jedes Mal beim Lesen ereilte: Denn da draußen, jenseits der warmen Stuben und engen Gärten mit dem Geruch der Lumpen der Papierfabrik, gab es ja noch diese große Welt mit vielen Drachen und wenig Drachentötern.

Wo ist Victoria S.

Heute lebt Victoria S. mit Mann, Kind, Hund und Pferd in warmen Stuben im romantischen Hessen, putzt ihren Liebsten die Ohren und pflegt im Sommer und im Winter die Goldregen-und Fliederbäume im großen Garten vor dem Fachwerkhaus. Wenn immer die großen Träume anklopfen, dann öffnet sie das Märchenbuch, ihr eigenes Märchenbuch der Realitäten und Eventualitäten, und schreibt sie auf, wenn sie sich fürchten mag.
Die Geschichte „Zeitenleise Erinnerung“ ist die Grundlage eines Romans, den sie gemeinsam mit der Autorin Enya K. geschrieben hat und der 2014 erscheinen wird.


Victoria S., Mein wundervolles Pariser Mädchen

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Kommentare:

JamesHenry Burson hat gesagt…

Klingt seeehr gut!
Schau ich mir an.
Gruß, James ★(-_-)★

Elsa Rieger hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Elsa Rieger hat gesagt…

Solltest du unbedingt lesen, James, das wird dir gut gefallen!

LG

JamesHenry Burson hat gesagt…

Das denke ich mir auch - danke!