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Rezensionen

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18. Februar 2014

Frank-Thomas Kirchberg, Die goldene Kastanie



Bei der Geschichte: „Die goldene Kastanie: Das Herz des Waldes“, handelt es sich um ein märchenhaftes Fantasy-Abenteuer mit ökologischem Touch: Prinzessin Selina hat sich verirrt und reitet im strömenden Regen, bei Blitz und Donner durch den Wald. Schlammverschmiert und mit zerrissenen Kleidern ist sie auf der Suche nach Weg und Steg. Aber was ist das, eine Stimme spricht zu ihr, und da ist eine strahlende Gestalt. Das ist eine Fee. Aber es gibt keine Feen. Und dann gibt sie Selina auch noch Befehle. Diese weigert sich. Aber es hilft alles nichts. Sie muss tun, was die Fee befiehlt. „Rette den Wald! Bring mir die goldene Kastanie zurück! Oder du kommst nie mehr aus meinem Wald heraus!“ Das ist eine schwere Aufgabe. Aber Selina darf sich dabei Hilfe suchen. Sie trifft auf den Grafen Waldemar. Einen Freund aus alter Zeit. Aber der hat selber genug Probleme. Er weiß nicht mehr ein noch aus. Und da ist noch die Magd Elsbeth, die vor Verzweiflung die Hände ringt. Doch der Knecht Johann knurrt und grunzt nur dazu. Er ist keine Hilfe. Wozu sind die Männer nur zu gebrauchen. Wer beschützt sie nur vor dem Richter Adelbert. Einem unverbesserlichen Bösewicht und Trunkenbold. Zu allem Überfluss ist auch noch der Familienschatz des Grafen unerklärlicherweise verschwunden. Bekommt Selina die goldene Kastanie wieder? Und wem jagt der Richter Adelbert wutschnaubend mit einem großen Knüppel hinterher? Wie soll das wohl alles noch enden?

Leseprobe:

Verzweiflung im Feenwald - Der böse Richter - Die wilde Jagd


Mit einem schrecklichen Donnerschlag, genau über ihr, begann das Gewitter. Prinzessin Selina schrie gellend auf. Ihr Pferd ging durch und war nicht mehr zu bändigen. Steil bäumte es sich auf, wieherte und stürzte in wilder Panik auf und davon.
Hinter ihr verklangen die lauten Rufe ihrer Begleitung und ihr Pferd raste in wilder Flucht über Stock und Stein. Weg und Steg hatte sie verloren. Prasselnd stürzte der Regen auf sie nieder, alle Schleusen des Himmels schienen sich geöffnet zu haben. Im Nu war sie völlig durchnässt. Die Äste der Bäume schlugen Selina ins Gesicht, so dass sie sich tief auf den Pferderücken ducken musste. Sie hatte keine Zeit zum nachdenken, sondern konnte sich nur krampfhaft festhalten, damit sie nicht stürzte. Ehe sie sich versah, war sie allein im Wald.
Selina wusste nicht, wie lange sie so dahin raste, es schien ihr ewig zu dauern. Doch ihr wilder Ritt endete plötzlich, als ihr Pferd über einen Stein stolperte. Selina stürzte. Das Pferd aber war nicht aufzuhalten, es stürmte weiter. Selina war allein. Benommen fand sie sich, am Waldboden sitzend, wieder. Hilflos rappelte sie sich auf und taumelte ein paar Schritte.
Hier konnte sie nicht bleiben. Sie stand in strömendem Regen, pausenlos zuckten Blitze am Himmel und der Donner dröhnte. Müde lief sie los einen Unterschlupf zu suchen. Stolpernd führte sie ihr Weg zu einem Bach. Selina rutschte aus. Ehe sie bremsen konnte befand sie sich mitten in dem Wasserfall, der dort von den Felsen rauschte und schluckte hustend Wasser. Plötzlich war sie hindurch und stand mitten in einer kleinen Höhle. Sie konnte es erst nicht fassen. Das Unwetter war draußen und sie war in Sicherheit.
„Du bist gekommen“, eine laute dröhnende Stimme schallte durch die Höhle. Prinzessin Selina fuhr erschreckt zusammen. „So lange habe ich auf dich gewartet“, fuhr die Stimme fort. „Jetzt bist du endlich da!“
„Wer ist da?“, fragte Selina ängstlich. „Was willst du von mir? Zeig dich, ich kann dich nicht sehen!“
Ein leises klingeln, wie von kleinen Glöckchen, ertönte plötzlich und ein helles Licht leuchtete vor Selina auf. Darin erschien die durchscheinende Gestalt einer hoheitsvollen Frau. „Ich bin die Fee Jeraldine und habe dich hierher geführt, weil eine Aufgabe auf dich wartet“, tönte ihre Stimme. „Du bist hier, um sie zu erfüllen.“
Eine Fee? Es gab doch gar keine Feen? Und nun stand plötzlich eine hier! „Was ist das für eine Aufgabe?“, fragte Selina stockend.
„Du sollst die goldene Kastanie, das Herz des Waldes, finden und wieder zurück bringen. Sie wurde von einem bösen Menschen gestohlen.“ Vor Selina erschien das Bild eines fetten hässlichen Mannes. „Wenn du die Aufgabe erfüllst, will ich dich reich belohnen, aber wenn du es nicht schaffst, wartet eine Strafe auf dich und du musst diesen Bösewicht heiraten. Mein Wald aber ist dann verloren!“
„Ich werde bestimmt keinen fetten hässlichen Mann heiraten! Ich bin Prinzessin Selina und heirate einen Prinzen“, rief Selina empört. „Und was geht mich deine goldene Kastanie an? Mit deiner Aufgabe will ich nichts zu schaffen haben.“
(...)


Der Autor
Frank-Thomas Kirchberg wurde 1959 in Erfurt geboren. Er war schon als Kind eine Leseratte und liebte Bücher über alles. Deshalb wollte er eigentlich auch in seinem Berufsleben etwas mit Büchern tun. Es kommt jedoch immer anders, als man denkt. Und so wurde er, nach Abschluss der Schule, Koch und arbeitete über 15 Jahre in diesem Beruf. Später machte er eine zweite Berufsausbildung und wurde Bürokaufmann. 2007 arbeitete er im Christophoruswerk Erfurt an einem Projekt zur Produktion eines Hörspiels mit. Er erfand dann die Geschichte dafür. Sie hieß: „Die goldene Kastanie“. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde daraus eine 22minütige Hörspielfassung gemacht, die weitgehend der originalen Geschichte folgt. In den Studios von Radio Funkwerk Erfurt wurde das Hörspiel professionell produziert. Und schließlich zum Jahreswechsel 2007 ausgestrahlt. Außerdem wurde davon eine CD hergestellt, und gegen eine Spende vertrieben. 2009 erschien, die originale ungekürzte Fassung, in einer Anthologie des Verlages P & B, als Taschenbuch. 2014 veröffentlichte der Autor seine Geschichte: „Die goldene Kastanie“ als E-Book.
Die Veröffentlichung weiterer Geschichten ist geplant. Der Autor arbeitet derzeit an einem mehrbändigen Roman.


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