Salon

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Rezensionen

Vorläufig aus Zeitgründen geschlossen.

4. April 2014

Susanne Meyer, Mailo



Mit einem Pferd als Hochzeitsgeschenk beginnt für eine junge Frau eine bewegte Karriere als Sportreiterin. Reitabzeichen und Trainerscheine dokumentieren ihr Talent und ihren Ehrgeiz ebenso, wie Turniererfolge bis zur Klasse M und öffentliche Auftritte mit einem von ihr selbst ausgebildeten Pferd. Es ist ein ganz normaler Weg im Amateursport, bis sie einem besonderen Pferd begegnet, dessen Traumatisierung sie vollkommen herausfordert. Damit beginnt ein Weg der etwas anderen Art. Es ist eine Reise zur Heilung, nicht nur des Pferdes, sondern immer mehr auch seiner Besitzerin. Diese Reise führt beide zu verschiedenen alternativen Heilmethoden und hilft ihnen, sich auf ungeahnte Weise einer neuen Ebene des Verständnisses und Vertrauens zu öffnen. Mit ursprünglichem norddeutschen Charme berichtet die Autorin in ihrem Tagebuch von den alltäglichen Begebenheiten, in denen sich die vielen kleinen Fort- und Rückschritte letztlich zu einer tiefen Freundschaft zwischen Mensch und Tier summieren.
Sie spannt den Bogen von der auf Funktionieren ausgerichteten Sportreiterei hinzu einer Beziehung, die heilen und entwickeln hilft. Um auch anderen Menschen Mut zu machen, ihr Pferd mit anderen Augen zu betrachten und sie zum Nachdenken anzuregen, öffnet sie ihr Tagebuch für uns.




Rezension



Ich bin kein Pferdenarr,

wenn ich auch diese schönen, ästhetischen Tiere gerne ansehe, mich an ihrer Bewegung erfreue, die samtigen Nüstern und den Glanz des Fells mag, unter dem die Muskeln spielen.

Dennoch hat mich die Geschichte in Tagebuchform der Autorin angerührt. Der Hengst, ein Pferd der Rasse Lusitano, erweist sich als störrisch und sichtlich ängstlich.




Die Autorin erkennt,

dass sie ein traumatisiertes Pferd gekauft hat. Es beginnt ein sehr einfühlsamer Weg der Kontaktaufnahme, der in dem Buch – manchmal etwas zu ausführlich für mich, als Nichtreiterin – erzählt wird. Besonders beeindruckend fand ich, wie sich im Laufe der Zeit mit Mailo die Einstellung der erfahrenen Reiterin zum „Sportgerät“ Pferd ändert, sie das Tier als Partner und Freund kennenlernt, als sensibles Geschöpf mit Seele.




Große Ausdauer, Geduld und natürlich Liebe,

dazu ein Umdenken, gehören dazu, diesen spannenden, oft ermüdenden Weg zu gehen, um die Freundschaft zwischen Reiter und Pferd erreichen zu können, die Herzen zu verbinden. Dieser Weg wird mit großer Offenheit in dem Tagebuch erzählt.  

Ein Bericht, den alle lesen sollten, die Reitsport betreiben!

Elsa Rieger






Die Autorin


Susanne Meyer wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Tierarzthelferin zog sie mit ihrem Mann aufs Land.

Dort konnte sie sich den Traum vom eigenen Pferd am Haus ermöglichen. 1990 begann sie eine zweite Ausbildung zur Krankenschwester und übt diese Tätigkeit zurzeit aus. Ihr reiterlicher Werdegang begann in ihrer Kindheit zunächst als Freizeitreiterin.

Später erlernte sie die Reitweise der FN und blieb über 20 Jahre dabei.

Neben der Absolvierung aller Reitabzeichen schloss sie 1995 die Prüfung zum Reitwart erfolgreich ab. In dieser Zeit war sie über dreizehn Jahre als Turnierreiterin erfolgreich.





Susanne Meyer, Mailo. Shaker-Media Verlag



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