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Rezensionen

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19. Februar 2015

Anna Marie Lievert, „… und eine Tasse Tee“



Karriere – und dann?
Mit ihrem Debüt-Roman „… und eine Tasse Tee“ greift die Autorin Anna Marie Lievert ein aktuelles Thema vieler Frauen und auch Männer auf:  Wie wichtig ist mir Karriere? Wie sehr darf der Job mein Leben bestimmen? Ist da nicht noch mehr?
Gerade vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Karriere und Familie, der Ernüchterung aufgrund oftmals wenig konstruktiver Unternehmenspolitik oder auch der schlichten Frage `Passt zu mir, was ich tue?´ beschäftigen sich viele Menschen mit der Suche nach Alternativen.
„In diesem Roman habe ich interessante Erfahrungen und Erkenntnisse aus unzähligen Gesprächen  mit beruflich engagierten und ehrgeizigen Menschen einfließen lassen. Ich war beeindruckt, wie intensiv sich vor allem Frauen mit unterschiedlichsten Lebensalternativen auseinandersetzen – auch wenn diese oft leider nur ein Traum bleiben“ , berichtet Anna Marie Lievert.

Eine vielversprechende Führungsposition bei Blue!Com, ein attraktiver, erfolgreicher Partner, ein wunderschöner Altbau in einem der begehrtesten Kölner Viertel - auf den ersten Blick scheint alles mehr als in Ordnung. Doch Anna Lindberger steht unter Druck: Sie muss sich mit einer fragwürdigen Unternehmenspolitik auseinandersetzen, und Erik bedrängt sie mit seinem Kinderwunsch. Lange gelingt es Anna, ihre wachsende Erschöpfung zu ignorieren. Sie versucht, alle Erwartungen unter einen Hut zu bringen. Doch was ist ihr selbst wirklich wichtig? Schließlich trifft Anna aus dem Bauch heraus eine Entscheidung. Sie ahnt nicht, wie sehr sich ihr Leben dadurch verändern wird - auch in der Liebe ...

Leseprobe

Die Zerreißprobe

Köln, 8. Oktober

Der Oktoberhimmel lag schwer und düster über Köln, und der Regen warf einen trüben Schleier auf den morgendlichen Berufsverkehr, der montags wie üblich ziemlich dicht war. Die Scheibenwischer von Annas Firmenwagen kämpften er­folglos gegen die dicken Tropfen an, doch eine freie Sicht hätte ihr im Moment ohnehin nichts genützt. Seit einer halben Stunde steckte sie auf der Luxemburger Straße fest und kam keinen Meter mehr voran. Verzweifelt hämmerte sie auf das Lenkrad ihres Wagens ein. Immer wieder warf sie einen Blick auf die Uhr und biss sich nervös auf die Lippen, bis sie den bitteren Geschmack ihres Lippenstifts auf der Zunge schmeckte. Verdammt, ausgerechnet heute!, dachte sie. In zwanzig Minuten musste sie da sein. Wie sollte sie das jetzt noch schaffen?
Sie starrte auf das Blaulicht, das in einiger Entfernung vor ihr gleichmäßig seine Kreise zog, als könnte sie nur mit ihrer Willenskraft das Geschehen vor ihr beschleunigen. Offen­sichtlich hatte es einen schweren Unfall gegeben, aber irgendwann musste diese verdammte Sperrung doch endlich aufgehoben werden. Ungeduldig rutschte Anna auf ihrem Sitz hin und her. Was sollte sie nur tun? Um Punkt neun erwartete der Vorstand ihre Präsentation zu Butterfly, ihrem bisher wichtigsten Produktkonzept. Der Termin war schon ein paar Mal verschoben worden, und sie brauchte dringend die Entscheidung für die Umsetzung. Ansonsten würde ihr gesamter Zeitplan platzen. Bei dem Gedanken, dass alle Termine neu abgestimmt werden müssten, drehte sich ihr der Magen um. Das würde sie um Wochen zurückwerfen.
Annas verzweifelter Blick wanderte hinauf zu den beiden dunklen Türmen des Kölner Doms, die unbeeindruckt von der Hektik zu ihren Füßen in den herbstlichen Himmel rag­ten. Nichts zu machen. Nichts bewegte sich. Anna warf sich stöhnend zurück in den Ledersitz und verschränkte die Arme, als ihr Handy klingelte. Über die Freisprecheinrichtung ertönte Eriks tiefe, ruhige Stimme, wie aus einer anderen Welt.
„Guten Morgen, mein Schatz! Bist du schon im Büro?“
Anna atmete tief durch. Erik hasste Gefühlsausbrüche und musste ja nicht sofort merken, dass sie gerade völlig aus dem Häuschen war.
„Ich bin noch auf dem Weg, aber ich steh gerade im Stau.“
„Oh – ist heute Morgen nicht die Vorstandssitzung?“
„Ja.“ Mehr brachte Anna nicht heraus, ohne die Fassung zu verlieren.
Aber sie brauchte auch nicht mehr zu sagen. Erik würde aus Erfahrung wissen, was in ihr vorging.
„Dann mach ich es kurz: Ich fliege erst am Samstagnach­mittag aus London zurück. Wir haben hier noch eine Menge zu tun und unsere Flüge deshalb um einen Tag verschoben. Ich hoffe, das wirft deine Pläne für unser Wochenende nicht völlig um ...“
Anna verzog das Gesicht. Sie versuchte gerne, am Wo­chenende Verabredungen mit Freunden zu treffen, oder kaufte Karten fürs Theater. Doch seit Erik vor zwei Jahren bei der Beratungsfirma Caesar Consult eingestiegen war, wurde meist nichts daraus. Er war nun während der Woche viel im Ausland unterwegs und brachte am Wochenende oft noch Arbeit mit nach Hause.
„Erik, du arbeitest zu viel. Das muss sich endlich mal auf ein vernünftiges Maß einpendeln. Wir sehen uns ja kaum noch!“ Anna konnte den vorwurfsvollen Ton in ihrer Stimme nicht unterdrücken.
„Das sagt die Richtige!“ Erik lachte. „Hör mal, lass uns am Samstagabend zu Pierre gehen. Was hältst du davon? Reservierst du uns einen Tisch?“
Anna wusste, dass dies als kleine Wiedergutmachung ge­dacht war. Erik ging fast jeden Tag essen und konnte Restau­rants eigentlich nicht mehr sehen, während Anna es liebte, ohne Zeitdruck ein gutes Essen zu genießen – und ohne einen geschäftlichen Anlass.
„Fühl dich geküsst, mein Schatz!“ Erik legte auf.
Anna seufzte. Erik hatte es sich zum Ritual gemacht, sie jeden Tag kurz anzurufen, egal, wo er sich gerade aufhielt, und eigentlich liebte Anna es, seine Stimme zu hören. Aber heute hatte sie sich nicht so recht darüber freuen können.
Endlich wurden Motoren angelassen, und die Wagen vor ihr setzten sich langsam in Bewegung.
Erleichtert legte Anna den ersten Gang ein. Als sie kurz darauf an der Unfallstelle vorbeikam, erkannte sie neben einem leicht beschädigten BMW einen völlig zerdrückten Polo. Anna lief ein Schauer über den Rücken. Zum Glück ist mir das nicht passiert! Schnell schob sie den beängstigenden Gedanken beiseite und trat aufs Gaspedal. Sie durfte keine Zeit mehr verlieren.
Kurz vor neun passierte sie die Schranke zur Tiefgarage von Blue!Com und lenkte den Wagen eilig in eine Parklücke. Mit einem lauten Knall warf sie die Fahrertür zu und rannte zu den Aufzügen. Diese Absätze bringen mich noch mal um! Im Aufzug drückte sie auf die Zweiundzwanzig – der Konfe­renzraum des Vorstandes befand sich selbstverständlich in der obersten Etage.
Sie sah auf die Uhr und atmete tief durch. Sie würde es ge­rade noch rechtzeitig schaffen. Ein Blick auf die verspiegelte Wand verriet ihr, wie abgehetzt sie aussah. Ein paar blonde Strähnen hatten sich aus dem sorgfältig im Nacken zusam­mengebundenen Knoten gelöst. Ihre helle Seidenbluse war teilweise aus dem Kostümrock gerutscht. Schnell stellte Anna ihre Laptoptasche auf den Boden, zupfte ihre Haare zurecht und stopfte die Bluse wieder in den Rock. Die dunklen Rän­der unter den Augen, die der Schlafmangel der letzten Wochen ihrem ansonsten hübschen Gesicht beschert hatte, konnte sie nicht vertuschen. Auch deckte ihr dezentes Make-up kaum die hektischen roten Flecken ab, die sich auf ihren Wangen gebildet hatten.
Sie holte noch einmal tief Luft, streckte sich und lächelte ihrem Spiegelbild aufmunternd zu. Insgesamt gab sie doch eine sehr gute Figur ab. Mit ihren 35 Jahren hatte sie sich eine gute Position als Leiterin des Produktmanagements bei Blue!Com erarbeitet und war noch nicht am Ende ihrer Karriere angelangt. Und die heutige Präsentation würde sie auch meistern. Mit jeder vorbeiziehenden Etage gewann Anna langsam ihre Ruhe zurück.
Als sie sich nach ihrer Laptoptasche bückte, spürte sie ein Prickeln an ihrem Bein und zuckte zusammen. Das durfte doch nicht wahr sein! Eine breite Laufmasche zog sich vom Knöchel bis unter den Rock ihres dunkelblauen Kostüms. Sie stöhnte auf. Das ließ sich jetzt nicht mehr ändern. Hoffentlich achtete der Vorstand auf andere Dinge als auf ihre Beine. Bevor der Fahrstuhl seine Tür im 22. Stock öffnete, straffte Anna die Schultern und setzte ein Lächeln auf. Auf in den Kampf! Im Konferenzraum begrüßte sie die anwesenden Kollegen mit einer Souveränität, die ihren aufreibenden Mor­gen nicht ansatzweise erkennen ließ. Sie schaute in die Runde, um sich einen Überblick zu verschaffen, wer von den Herren, von denen sie die Freigabe für ihr Konzept brauchte, bereits anwesend war. Selbstverständlich war es im Vorfeld mit allen Vorstandsbereichen abgesprochen worden. Aber das musste nichts heißen. Erst im letzten Monat war ein gutes Produktkonzept, das sie entwickelt hatte, völlig ungerecht­fertigt untergegangen, weil die Vorstände unsachlich disku­tiert und einen zuvor begonnenen Streit einfach weitergeführt hatten. Sie warf ihrem Chef einen prüfenden Blick zu. Hof­fentlich würde Michael Kernling bei kritischen Anmerkungen nicht wieder viel zu früh einlenken und ihr damit unnötige Kompromisse aufhalsen.
Arnolf Ruppert, der Vertriebsvorstand, betrat den Konfe­renzraum, gefolgt von seinem Stellvertreter Paul Krug. Bei Rupperts arrogantem Lächeln bekam Anna jedes Mal eine Gänsehaut. Und außerdem – was hatte Paul in dieser Sitzung zu suchen? Anna spürte, wie sich ihr Puls beschleunigte. Paul war einer der schärfsten Kritiker von Butterfly, und sie erin­nerte sich gut an die heftigen Diskussionen mit ihm. Doch am Ende hatten sie sich geeinigt – nahm Anna jedenfalls an.
Als der Vorstandsvorsitzende Dr. Gutmann schließlich erschien, eröffnete er ohne große Umschweife die Sitzung und bat um die erste Präsentation.
Anna stand auf und spürte, wie sich alle Aufmerksamkeit auf sie richtete. Nur das leise Brummen des Beamers war zu hören. Sie atmete noch einmal tief durch, und ihre Anspan­nung wich einer gewissen Routine. Mit ruhiger Stimme be­gann sie, die für den Vorstand wichtigen Aspekte ihres Kon­zepts zu erläutern. Dabei streute sie gezielt die Ergebnisse von Markt- und Wettbewerbsanalysen ein, um Ruppert und Krug möglichst viel Wind aus den Segeln zu nehmen.
Gespannt beobachtete sie die Gesichter der Anwesenden. Bisher hatte es kaum Regungen gegeben, im Gegenteil – die Zuhörer lehnten gelassen, fast gelangweilt, in ihren Sesseln oder sahen auf ihren Laptops offensichtlich Mails durch. Anna ließ sich aber nicht täuschen, denn das konnte sich sehr schnell ändern. Immerhin kam sie jetzt auf den Knackpunkt zu sprechen – die Preisstruktur. Das war der wesentliche Streitgrund mit dem Vertrieb gewesen. Kaum hatte sie diesen Teil ihrer Präsentation vorgestellt, meldete sich Arnolf Rup­pert auch schon zu Wort. Selbstgefällig lehnte er sich in sei­nem Sessel zurück und blickte Anna missbilligend an.
„Frau Lindberger, ich habe Ihnen aufmerksam zugehört. Bisher klingt das ja ganz nett, was Sie da vortragen. Aber jetzt wird es mir doch zu theoretisch. Was macht Sie so sicher, dass Butterfly bei diesen Preisen ein Erfolg wird?“
Anna ahnte, dass das eine rhetorische Frage war – ein Auftakt zu weiterer Kritik. Bevor sie etwas entgegnen konnte, fuhr Ruppert fort: „Die Produktidee selbst ist ja ganz vernünftig. Aber trotzdem wird das so nichts. Frau Lindberger, Sie sind doch lange genug im Unternehmen und müssten es eigentlich besser wissen. Was ich da von Ihnen höre, ist für unsere Kunden völlig unattraktiv. Und wir wol­len doch auch in Zukunft eines der am schnellsten wachsen­den Telekommunikationsunternehmen bleiben, oder? Da können wir uns solche Umsatzbremsen aber nicht leisten.“ Ruppert sah zu Kernling hinüber. Als dieser nicht reagierte, wandte er sich mit einem herablassenden Grinsen wieder an Anna. „Kennen Sie überhaupt die Produkte unserer Wettbe­werber?“
„Selbstverständlich!“ Anna spürte, wie Wut in ihr auf­stieg. Diese Frage war eine Unverschämtheit.
„Dann wissen Sie sicher, dass unser wichtigster Konkur­rent in Kürze ein vergleichbares Produkt einführen wird, al­lerdings zu deutlich niedrigeren Preisen.“ Ruppert richtete sich in seinem Sessel auf und fuhr in provozierendem Ton fort: „Wie sollen wir ein Produkt erfolgreich verkaufen, das weder innovativ, noch preislich attraktiver ist als das der Wettbewerber? Das Marketing – sorry, wenn ich das so unverblümt sage – macht es sich da doch etwas zu leicht. Sie kopieren einfach die Produkte der Konkurrenz und kalkulie­ren dann Preise, die zwar den Business Case gut aussehen lassen, aber am Markt vollkommen unrealistisch sind. Wir sollen diesen Mist dann verkaufen, und wenn der Vertrieb die hohen Erwartungen der Marketing-Theoretiker nicht erfüllt, werden wir zur Verantwortung gezogen. Das mache ich lang­sam nicht mehr mit!“
Erwartungsvolle Stille.
Mit einer solch heftigen Attacke hatte Anna nicht gerech­net. Sie suchte gerade nach einer passenden Antwort, als ihr Vorgesetzter sich vorbeugte.
„Arnolf, jetzt bin ich aber überrascht.“ Kernling blickte Ruppert ruhig an. „Wir haben diese Themen doch mit euch abgesprochen. Wie kommst du darauf, dass Butterfly sich nicht verkaufen lässt? Oder steckt dir noch Delegation in den Knochen?“
Ruppert stutzte einen Moment. Er wurde sicher nicht gerne an Delegation erinnert – ein Produkt, das er gegen alle Widerstände eingefordert, das aber seine vollmundigen Umsatzversprechunge­n bisher weit verfehlt hatte. Er warf seinem Vorstandskollegen einen beinahe hasserfüllten Blick zu, blieb aber ruhig.
„Wir wollen doch jetzt nicht ablenken. Es geht hier um Butterfly und darum, dass es keinerlei Vorteile gegenüber Wettbewerbsprodukten bietet.“
An dem unverhohlenen Grinsen von Paul Krug merkte Anna, dass sie langsam auf den Kern der Diskussion zusteu­erten. Krug räusperte sich, und als Ruppert ihm kurz zu­nickte, ergriff er das Wort.
„Vor zwei Tagen haben wir eine vertrauliche Information von einem unserer loyalen Händler zugespielt bekommen. Danach hat unser stärkster Wettbewerber den Händlern bereits ein Produkt angekündigt, das die gleichen neuen Funktionen aufweist wie Butterfly – aber zu deutlich günsti­geren Konditionen!“ Triumphierend schwenkte er ein Blatt Papier in der Hand, bei dem es sich offensichtlich um diese ominöse Händlerinformation handelte. „Haben Sie davon etwa nichts gewusst, Anna?“
Anna sah die Schadenfreude in seinen Augen aufleuchten. Sie zitterte inzwischen vor unterdrückter Wut. Es war nicht ungewöhnlich, dass der Vertrieb über seine Händler schneller von geplanten Wettbewerbsaktivitäten erfuhr als das Marke­ting. Doch normalerweise leitete er diese sofort an das Mar­keting weiter. Und als Leiterin des Produktmanagements hätte Krug Anna direkt informieren müssen.
Mühsam riss sie sich zusammen. „Es wäre sinnvoll gewe­sen, mir das schon vor zwei Tagen weiterzuleiten, Paul. Dann hätte ich bis heute prüfen lassen können, was sich genau da­hinter verbirgt. Nach unseren Informationen ist der Wettbe­werb nämlich technisch nicht in der Lage, Butterfly so abzu­bilden, wie wir es planen.“ Sie stöhnte leise. Sie wusste, dass ihre spontane Einschätzung nicht ausreichte, um zu verhin­dern, dass die Entscheidung über ihr Konzept verschoben würde.
„Sehr richtig, Frau Lindberger. Wir sollten jetzt bitte nicht die Nerven verlieren.“ Der Technikvorstand klappte demonst­rativ seinen Laptop zu. „Wir wissen ziemlich gut, welche technischen Möglichkeiten der Wettbewerber hat, und ich bin mir sehr sicher, dass er derzeit kein vergleichbares Produkt auf den Markt bringen kann. Aber meine Leute werden das gerne noch mal prüfen. Es würde mich allerdings wundern, wenn es sich um mehr als eine handgestrickte Lösung mit deutlichen Einschränkungen handelt.“
Anna fiel ein Stein vom Herzen. Das war zum richtigen Zeitpunkt gekommen.
Kernling nickte zufrieden. „Der Vorschlag ist gut. Frau Lindberger, bitte kümmern Sie sich mit unseren Kollegen von der Technik um die Recherchen. Bis dahin sollten wir das jetzige Konzept zur Umsetzung freigeben, damit wir keine weitere Zeit verlieren.“
Ruppert sackte ein Stück tiefer in seinen Sessel. Er musste sich erst mal geschlagen geben. Unschuldig zuckte er mit den Schultern und sah Anna herausfordernd an. „Na, dann hoffe ich mal, dass diese Recherchen nicht so löcherig sein werden wie Ihre Strümpfe.“ Ein hämisches Grinsen breitete sich auf seinem fleischigen Gesicht aus, während er auf Annas lange Laufmasche starrte. (...)

Die Autorin
Anna Marie Lievert, geboren 1967, ist in Emden, Ostfriesland, aufgewachsen, bevor sie zum Studium der Betriebswirtschaftslehre nach Köln zog. Sie lebt und arbeitet jetzt seit mehr als 15 Jahren in Bonn in unterschiedlichen Positionen.
Anna Marie Lievert ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Elternzeit hat sie genutzt, um sich einen Traum zu verwirklichen und ihren ersten Roman zu schreiben. Weitere werden folgen.


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