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7. Juli 2015

Manu Wirtz, Murilega



Auf der Spur der Geldfälscher


In ihrem neuen Katzenkrimi MURILEGA geht die Autorin Manu Wirtz weit zurück in die Zeit, als Germanien noch unter römischer Herrschaft stand. 
Anders als in ihren bisherigen Büchern hat sich die Autorin dieses Mal an einen historischen Stoff herangewagt. In fundiert recherchierten Beschreibung wird die Welt des 2. Jhd. in Rheinland-Pfalz beim Lesen lebendig. Germanien steht seit Cäsars Eroberung unter römischer Verwaltung und wird durch den Limes vor den dahinter lebenden Barbaren geschützt. „Die Recherche war die schwierigste Teil an dem Roman“, erzählt Manu Wirtz, „Ich habe mich durch Fachbücher gewälzt und einige historische Stätten, wie zum Beispiel das Heiligtum der Isis und Mater Magna in Mainz, das wichtiger Ort in dem Roman ist, besucht.“

Rezension

Toll trieben es die alten Römer

wie man hinlänglich weiß. In der Tat, auch in diesem wunderbaren Katzen/Mensch-Krimi herrscht Korruption. So allerhand wird von den „Großkopferten“ in Sachen Geldfälscherei nicht nur geduldet, i wo. 

Die Leiter hochfallen

Lucius Ovinius Secundus soll in der Nähe von Mainz, in Ulmena einen Job als Beneficiarius antreten, das würde seiner Laufbahn gut tun, ihn vielleicht sogar zum Offzier in Rom aufsteigen lassen. An seinem neuen Standort lernt er die Katze des Kochs kennen und schätzen. Dieses interessante Wesen aus Ägypten ist auch nicht abgeneigt, die Beziehung zu dem Lucius zu vertiefen und bald sind sie ein Gespann. Während Lucius sich mit dem Faschmünzerring herumschlägt, der in der Provinz sein Unwesen treibt, sucht und findet Murilega ein Liebesabenteuer, das ihr Nachwuchs beschert. 

Eine römische Provinz in Germanien

so punktgenau zu beschreiben bedarf großen Recherchierwillen, den hat Manu Wirtz eindeutig bewiesen. Das Ambiente, die Lebensart zu der Zeit sind farbig eingefangen, fast fühlte ich mich an diese Orte und Szenerien wie Soldaten in der Garnison, römisches Gastmahl (erinnert mich sehr als die Filme darüber) oder Markt im keltischen Dorf. Die parallel agierende Katze, in ihrer Perspektive ist gut gearbeitet, niemals übertrieben, sondern ebenso nachvollziehbar wie Lucius Kampf. Ich konnte beiden Protagonisten nur Sympathie entgegenbringen. 

Gut gemacht, Manu Wirtz!

Von A – Z ein feines, pointiertes Werk, kurz und knackig, mit Personenliste, einem hilfreichen Glossar und einer kleinen Geschichte der Katze von damals. Das Cover ist auch ein Treffer, ebenso der flüssige Text, sorgfältig überarbeitet, wie ich meine.

Elsa Rieger



Die Autorin



Manu Wirtz ist Jahrgang 1959 und gebürtige Solingerin. Nach einer Lehre absolvierte sie an der Bergischen Universität Wuppertal ein Studium zur Kommunikationsdesignerin.
Seit Jahren arbeitet sie als freiberufliche Grafikdesignerin für Buchverlage und in der Werbung. Daneben ist sie Autorin von Katzenkrimis, Kurzgeschichten und Sachbüchern.

Manu Wirtz lebt in der Eifel mit ihrem Ehemann und der Katze Jule. Sie schreibt nach dem Motto: Was macht eine ganz normale Hauskatze außer jagen, spielen und fressen? Wenn sie in der Eifel lebt, geht sie auf Mörderjagd! Mehr Infos unter www.katzenkrimi.com 

Manu Wirtz, Murilega 

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