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Rezensionen

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2. Oktober 2015

Bloody Qindie: Dunkle Seelen



Bloody Qindie präsentiert: Dunkle Seelen: Halloween-Special

Tod und tiefer Fall …
Menschen und Unmenschen …
Sinnliches und Übersinnliches … hier verschwimmen die Grenzen.

Verfolgen Sie den Niedergang der Menschheit und kämpfen Sie um jeden Atemzug. Lernen Sie neue Krankheiten kennen und finden Sie heraus, dass der Horror des Lebens mit dem Tod erst beginnt.


Bloody Qindie präsentiert deutsche Dark Fantasy Kurzgeschichten mit Gänsehautfeeling.


13 Qindie-Autoren entführen Sie in verschiedenste Welten, die in einem jedoch identisch sind: Sie alle beherbergen „Dunkle Seelen“.

Folgende Geschichten sind enthalten:
Insider – Katharina Gerlach
Sie werden so schnell groß – Regina Mengel
Betreten verboten! – Martina Bauer
Zähl bis zum Tod – Mika Krüger
Bluttraum – Kathleen Stemmler
»Für immer mein!« – Divina Michaelis
Nachts im Waschkeller – Jana Oltersdorff
Ins Ich – Regina Mengel
Der Neophyt – Robert Odei
Die Wartehalle – matì
Das weiße Kleid – Hermann Markau
Die Dunkelheit der Seele – L.U. Ulder
Blutseuche – Katharina Groth
WUT – Tomàsz Bordemé
Apocalypse of the Dead – Martina Bauer
Sauerstoffreservierungsgebühr – Regina Mengel
Die Hütte im Moor – Divina Michaelis
Titelbild: Jaqueline Spieweg

Qindie steht für qualitativ hochwertige Indie-Publikationen. Achten Sie also künftig auf das Qindie-Siegel! Für weitere Informationen, News und Veranstaltungen besuchen Sie unsere Website: http://www.qindie.de/


Leseprobe:

Insider – Katharina Gerlach
Hurra! Es hat geklappt. Ich bin tot. Na ja, nicht wirklich, aber tot genug. Ohne etwas sehen zu können, berühre ich das kleine Gerät an meinem Handgelenk. Es ist noch da. Helen wird stolz auf mich sein. Vorsichtig taste ich nach dem Tunnel, in dem ich mich eigentlich befinden müsste. Alle Menschen mit Nahtoderfahrung, mit denen ich gesprochen habe, haben ihn beschrieben, auch Helen. Verwirrung ergreift mich, dann Wärme. Liebende Arme halten mich, und ich fühle mich wie ein Kind in den Armen seiner Eltern. Jetzt bin ich sicher und werde vor allem Übel beschützt, all meine Fehler sind vergeben.
Moment mal. Fehler? Vergebung? Ich habe doch nichts falsch gemacht. Den Tod untersuche ich aus rein wissenschaftlichem Interesse. Also, wo ist dieser Tunnel? Alles, was ich bisher gelesen habe, erzählt von dem Tunnel mit dem Licht am anderen Ende. Niemand hat von einem berauschenden Bedürfnis berichtet, mit einem See aus Gefühlen zu verschmelzen. Ich bin doch kein kleines Kind mehr. Das ist falsch! Ich konzentriere mich auf meine Umgebung. Zwar spüre ich den Verlust der Liebe und bedaure ihn, aber ich bewege mich von ihr weg. Ich komme in dem Moment frei, als ich bemerke, dass mich in Wirklichkeit nichts und niemand festhält. Diese klebrigen Gefühle sind wahrscheinlich Überbleibsel aus meinem Leben.
Ich sehe nach oben und lande flach auf dem Gesicht. Dunkelheit umgibt mich. Ja, so ist's richtig. Ich taste herum, aber unter mir ist kein Boden. Worauf liege ich dann? Ich sehe mich nach dem Licht am Ende des Tunnels um, doch mein Blick durchdringt die Dunkelheit nicht. Sie ist die völlige Abwesenheit von Licht. Und sie beobachtet mich. In ihren Tiefen spüre ich eine unheimliche Intelligenz. Ein Schauer läuft mir über den Rücken, und ich wende den Blick ab. Ich blicke hinter mich, suche mein Portal.
Da ist es, mein Ticket zurück ins Leben. Es ist ein schwach leuchtendes Oval. Die Dunkelheit verschluckt das Licht schnell, so dass es nicht sehr weit reicht. Insgeheim erleichtert seufze ich. Wenn ich genau hingucke, erkenne ich meinen schlaffen Körper, der im Zentrum der Helligkeit auf einem Bett liegt.

Mehr im Buch!


Bluttraum – Kathleen Stemmler
Sie hat Angst.
Sie hat viel Angst.
Sie hat immer wieder Angst.
Sie hat Angst vorm Leben.
Angst vorm Sterben.
Angst zu atmen.
Angst zu schlafen.

Sie hat Angst zu träumen.

***
Nun ist es wieder soweit.
Nachts.
Schlafen. Jede Nacht das gleiche Theater. Ich bin todmüde. Todmüde. Wie treffend.
Mir fallen die Augen zu. Aber ich will nicht schlafen. Will nicht. Will nicht. Will nicht. Weil sie dann wiederkommen. Diese schrecklichen Träume.
Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass man im Schlaf den Tag und seine Ereignisse verarbeitet. Dann muss ich ja hammermäßige Tage erleben. Das, was ich träume, kann man gar nicht erleben. Jedenfalls nicht, wenn man ein Normalsterblicher ist.
Ich sollte mir so ein Traumdeutungsbuch kaufen. So was gibt es ja jetzt in jedem Buchladen. Da stehen doch mit Sicherheit lauter kluge Sachen drin und ich finde bestimmt alleine raus, was mit mir los ist.
Was ist, wenn meine Träume etwas bedeuten?
Mehr im Buch!

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Bloody Qindie präsentiert: Dunkle Seelen: Halloween-Special


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